Veranstaltungen    Juni 09 Abstandshalter

Seminar: Quartiersentwicklung mit und ohne Migrationshintergrund – Integration und soziale Mischung: Wunschdenken oder realistisches Ziel der Stadtentwicklung?
Ob und wie die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund gelingt, zeigt sich im alltäglichen Leben auf lokaler Ebene. Segregations- und Gentrifizierungseffekte sorgen dafür, dass auf der einen Seite „gute Stadtviertel“ und auf der anderen Seite „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf“ entstehen. Dabei steht doch das Leitbild der „sozialen Mischung“ nach wie vor ganz vorne im Wunschdenken von Politik und Verwaltung. Die Probleme der „Entmischung“ liegen auf der Hand und sind vielerorts besonders in den Schulen sichtbar. Die Einzugsbereiche der Grundschulen sind vor diesem Hintergrund Ursache und Wirkung von Segregationstendenzen zugleich. Längst ist die Ausdifferenzierung der Gesellschaft nach unterschiedlichen Lebensentwürfen, Lebensstilen und Milieus innerhalb der Mehrheitsgesellschaft anerkannt. Das Seminar des vhw nähert sich dem Thema Integration von ganz unterschiedlichen Seiten. Weitere Informationen zum Programm am 30. Juni in Köln erhalten Sie hier.

2. Stadtteilfest im Bochumer Westend
Bereits zum zweiten Mal veranstaltet das Bochumer Stadtumbauquartier Westend, das die Quartiere Griesenbruch, Stahlhausen und Goldhamme umfasst, ein facettenreiches Stadtteilfest. Am 27. Juni können sich die Bewohnerinnen und Bewohner sowie Besucher von außerhalb über die Fortschritte im Stadtumbau informieren und überzeugen lassen. Zahlreiche Mitmachaktionen laden zum Verweilen und aktiven Gestalten ein. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich über die ersten Ergebnisse der noch laufenden internationalen Kulturwochen zu informieren, die im März 2009 gestartet sind. Weitere Informationen zum Programm und anderen Aktivitäten im Stadtumbau Westend erhalten Sie hier.

Studiengang: Masterstudienprogramm Redevelopment/ Design und Management in Aachen bei der „ExtraSchicht“
Der Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft bewirkt, dass mehr Flächen und Gebäude frei werden als herkömmlich entwickelt und verwertet werden können. Neue Strategien und Konzepte sind gefragt, um mit diesen Immobilien und Brachflächen sinnvoll und wirtschaftlich umzugehen, sie in einem Redevelopment-Projekt wieder zu entwickeln. Diese Herausforderung hat die RWTH Aachen erkannt. In Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Praktikern aus den großen Liegenschaftsunternehmen in NRW wurde ein Programm entwickelt, mit dem man sich in einem Jahr zum Master in Redevelopment weiterbilden kann. Im Rahmen der diesjährigen Nacht der Industriekultur „ExtraSchicht“ präsentiert die RWTH Aachen die Ergebnisse einiger Projekte. Die Resultate des Projekts „Zwischennutzung auf der Zeche Lohberg“ wurden im ersten Semester des RWTH Masterstudiengangs „Redevelopment / Design and Management“ erarbeitet und werden am 27. Juni 2009 in der Lohn- und Lichthalle in Dinslaken Lohberg ausgestellt. In Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Baukonstruktion war die Erarbeitung einer temporären Übernachtungsstruktur für die Ruhr2010 auf dem Gelände der Zeche Lohberg in Dinslaken Ziel dieses Projekts. Weitere Details zum Masterstudiengang sowie zur „ExtraSchicht“ erhalten Sie hier.

Workshop: Milieus von Migrantinnen in Deutschland aus Geschlechterperspektive

2007 präsentierte das Heidelberger Institut SINUS SOCIOVISION die erste qualitative Studie zu den Milieus von Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland. Viele Institutionen und Verbände aus Deutschland haben sich mit spezifischen Fragestellungen zu Gender, Kultur, Arbeit, Wohnen und Gesundheit beteiligt. Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass Migranten und Migrantinnen ebenso wenig wie die deutsche Gesamtbevölkerung eine soziokulturell homogene Gruppe sind. In der Veranstaltung soll ein differenzierter Blick auf die Milieus von Migrantinnen in Deutschland vermittelt und besonders auf die Unterschiede zwischen Männern und Frauen mit Migrationshintergrund eingegangen werden. Anschließend sollen Handlungsempfehlungen zur Erreichung und Einbindung von Migrantinnen und Migranten in die Arbeit vor Ort erarbeitet werden. Weitere Informationen zur Veranstaltung des Zentrums Frau in Beruf und Technik erhalten Sie hier.

Tagung: 7. Wohnprojektetag NRW – Wohnprojekte mit Investoren
Viele Wohngruppen wollen oder können ihr Projekt nicht aus eigener finanzieller Kraft realisieren oder scheuen vor den Aufgaben der Bewirtschaftung zurück. Sie suchen daher einen Investor, der das Projekt in eigener wirtschaftlicher Verantwortung nach den Vorstellungen der Gruppe realisiert. Dabei stellt sich aus Sicht der Gruppe die Frage nach den Beteiligungsmöglichkeiten bei der Planung und der späteren Bewirtschaftung des Projektes. Für den Investor sind solche Projekte auch aus wirtschaftlichen Überlegungen interessant: Sie planen und bauen mit einer festen Gruppe, die eine höhere Identifikation mit den Wohnungen und dem Umfeld aufweist. Weitere Informationen zur Tagung der WohnBund-Beratung NRW am 26. Juni in Gelsenkirchen finden Sie hier.

Kongress: 3. Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik
Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung lädt gemeinsam mit der Bauministerkonferenz der Länder, dem Deutschen Städtetag und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund zum 3. Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik am 25. Juni 2009 ein. In der Zeche Zollverein in Essen sollen Akteure und Interessierte aus Politik, Verwaltung, planenden Berufen, Wirtschaft, Wissenschaft sowie vor Ort engagierte Gruppen zu einem lebendigen Dialog zusammenkommen. Nach den Bundeskongressen in Berlin 2007 und in München 2008 wird nun erneut über die Nationale Stadtentwicklungspolitik diskutiert und Aktuelles präsentiert. In verschiedenen Foren zu städtischen Themen wird die Gelegenheit zu einem aktiven Austausch bestehen. Weitere Details zum Kongress erhalten Sie hier.

Baukultur Salon: Vilnius 2009 und Tallinn 2011 – Wie antwortet Kulturhauptstadt auf den öffentlichen Raum?
Der elfte Baukultur Salon beschäftigt sich mit der parallel zu Linz stattfindenden Kulturhauptstadt Europas Vilnius 2009 sowie dem estländischen Nachbarn Tallinn 2011. Die beiden unter UNESCO-Weltkulturerbe stehenden baltischen Städte sind im Jahre 2004 Mitglieder der EU geworden. Sie stellen sich nun in den Jahren 2009 und 2011 der Herausforderung, den Titel „Kulturhauptstadt Europas“ mit Leben zu füllen. Der öffentliche Raum bietet für die Bewohner, die Besucher und die Kulturlandschaften dabei eine besondere Bühne. Projekte wie „Kunst an ungewöhnlichen Orten“, „Das neue Gesicht“ oder „Urbane Geschichten“ in Vilnius versuchen, dem kulturellem Anspruch ein einprägsames Bild und eine spürbare Festlichkeit zu verleihen. Weitere Informationen zur Veranstaltung am 25. Juni 2009 im stadtbauraum Gelsenkirchen erhalten Sie hier.

Symposium: Städtebauliche Verträge und Vergaberecht
Das Kartellvergaberecht ist auf städtebauliche Verträge anzuwenden, wenn diese öffentliche Aufträge gemäß § 99 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen [GWB] darstellen. Insbesondere kommunale Grundstücksverkäufe müssen daher europaweit ausgeschrieben werden, sofern aus städtebaulichem Interesse der Gemeinde eine Bauverpflichtung des Investors vereinbart wird. Vor dem Hintergrund der GWB-Novelle 2009 erlangt diese Problematik erneut besondere Aktualität. Das Zentralinstitut für Raumplanung widmet sich im Rahmen seines Symposiums am 24. Juni 2009 in Münster dem Spannungsfeld zwischen Planungsrecht und Vergaberecht. Es werden die vergaberechtlichen Probleme im Zusammenhang mit städtebaulichen Verträgen dargestellt und Lösungen gesucht, damit die Gemeinden trotz der bestehenden Unsicherheit bei städtebaulichen Entwicklungsmaßnahmen handlungsfähig bleiben. Zudem wird auf die Ausschreibungspflicht bei Verträgen über Business Improvement Districts und bei Erschließungsverträgen eingegangen. Weitere Details zur Veranstaltung erfahren Sie hier.

Tagung: Miteinander soziale Zukunft gestalten. Kooperation zwischen Wohnungsunternehmen, Wohlfahrtsverbänden und Kommunen

In der Diskussion über die Bewältigung des demographischen Wandels geht es qualitativ wie quantitativ darum, neue Ansätze in der Kooperation zwischen Wohnungsunternehmen, Wohlfahrtsverbänden und Kommunen zu finden. Der VdW südwest führt deshalb am 24. Juni 2009 in Wiesbaden ein Symposium mit dem Titel „Miteinander soziale Zukunft gestalten“ durch. Bereits jetzt trägt die Wohnungswirtschaft mit ihren zahlreichen sozialen Dienstleistungen in erheblichem Umfang zur Entlastung der sozialstaatlichen Leistungen bei. Diese Projekte vorzustellen und weitere Partnerschaften zu aktivieren, ist Schwerpunkt und Ziel der Veranstaltung. Dabei wird es auch von Interesse sein, die Möglichkeiten und Grenzen der Kooperationen zu diskutieren. Weitere Informationen zum Programm erhalten Sie hier.

Seminar: Gender Mainstreaming – Wo stehen die Städte und Gemeinden?
Spätestens seit Ende der 1990er Jahre steht die Einführung und Umsetzung von Gender Mainstreaming in den Kommunalverwaltungen auf der Agenda. Gender Mainstreaming berührt dabei sowohl alle Maßnahmen, welche die Behörden, Organisationen oder Einrichtungen selbst betreffen, als auch alle Aufgaben, welche die Behörden auftragsgemäß für die Bevölkerung erfüllen. Die Integration der Perspektive der Gleichstellung der Geschlechter in diese vielfältigen kommunalen Politikbereiche, Aktivitäten und Maßnahmen erweist sich dabei als besondere Herausforderung. Am Beispiel ausgewählter Politikfelder stehen in dem Seminar des Difu am 22. und 23. Juni in Berlin Beiträge und Diskussionen zu strategischen Überlegungen bei der Einführung und Umsetzung von Gender Mainstreaming, konkrete Bespiele sowie gemeinsame Reflexionen über den Stand der Umsetzung im Mittelpunkt. Weitere Informationen zum Programm erhalten Sie hier.

Denksalon 2009 Revitalisierender Städtebau - Ideen für die Innenstadt
Deutschland ist ein Land der Städte und verfügt – so das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung [BMVBS] – über ein gut entwickeltes Städtenetz. Um auf die demographischen Veränderungen und den Klimawandel zu reagieren, sind in erster Linie die Städte gefordert. Dazu braucht es das konstruktive Zusammenwirken unterschiedlicher Disziplinen und Fachressorts, um tragfähige Strategien und qualifizierte Antworten geben zu können. Der Denksalon 2009 am 19. und 20. Juni in Görlitz fragt daher nach neuen Ideen für die Innenstädte, die sowohl der ganzheitlichen Stadtentwicklung als auch den übergeordneten Entwicklungsthemen Rechnung tragen. Die übliche Distanz zwischen Referenten und Zuhörern wird aufgebrochen und ein offener Diskurs aller Beteiligten ermöglicht. Auf dieser Basis wird nach neuen Ideen zur Revitalisierung der europäischen Innenstädte gesucht. Weitere Informationen zum Programm erhalten Sie hier.

Kolloquium: Urbane Identität - Die Rolle des baulichen Erbes als identitätsprägender Faktor

Das Städtebauliche Kolloquium der Universität Dortmund beschäftigt sich mit dem Zusammenhang von baulich-räumlichen Gestaltungen urbaner Orte und der Herausbildung von Identität. Angesichts der zunehmenden Ähnlichkeit der Städte kommt es neuerdings in vielen Kommunen wieder zu einer Betonung der einzigartigen Merkmale der Stadt, die auch auf der baulichen Ebene repräsentiert werden soll. Im Kolloquium soll diese neue Rolle von Image und Identität im europäischen Städtebau behandelt werden, indem unterschiedliche Ansätze dargestellt werden. Am 16. Juni beschäftigt sich das Kolloquium mit der Inszenierung der Altstadt und ihrer Instrumentalisierung als Imagefaktor. Im Ruhrgebiet ist dies schwierig, da sich die Industrietradition für solche Zwecke nur begrenzt eignet – und ein eindeutiges Zentrum der Region sich nicht leicht ausmachen lässt. Zusätzliche Details zur Veranstaltung in Dortmund finden Sie hier.

Seminar: Städtebaurecht aktuell: Klimaschutz und Immissionsschutz im Städtebau
Bauleitpläne sollen dazu beitragen, eine menschenwürdige Umwelt zu sichern und die natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen und zu entwickeln. Mit der Novelle des BauGB 2004 ist ergänzend hierzu auch die Verantwortung der Bauleitplanung für den allgemeinen Klimaschutz und damit eine zentrale umweltpolitische Zielvorgabe mit hoher Aktualität und Relevanz ausdrücklich hervorgehoben worden. Welche Gestaltungsmöglichkeiten, aber auch Fallstricke das städtebaurechtliche Instrumentarium bei der Bewältigung der sich hieraus ergebenden Herausforderung bietet, wird Gegenstand dieser Seminarveranstaltung vom 15. bis 17. Juni in Berlin sein. Dabei sollen vor dem Hintergrund der aktuellen Rechtsentwicklung und Rechtsprechung die Erfahrungen bei der Anwendung des städtebaurechtlichen Instrumentariums in Bezug auf die umweltpolitischen Zielsetzungen und Standards diskutiert werden. Weitere Details zum Difu-Seminar erhalten Sie hier.

32. Studientagung: Stadt und Handel im Struktur- und Klimawandel
Deutschland und Europa stehen an einem Scheidepunkt wirtschaftlich-gesellschaftlichen Wandels. Unsere Bevölkerung nimmt ab, auf dem Lande mehr als in den Städten. Der Klimawandel bestimmt mehr und mehr unser Handeln - und das bei knappen Staatsfinanzen in einer kräftigen Wirtschafts- und Finanzmarktkrise. Auf der 32. urbanicom-Studientagung sollen Antworten auf die Fragen nach dem Umgang mit diesen Herausforderungen, der Zusammenarbeit im Zeichen der Globalisierung und nach neuen Ideen für das Leben in der Zukunft. Die Auswirkungen des Struktur- und Klimawandels sind am diesjährigen Tagungsort in besonderer Weise zu beobachten. Weitere Details zum Programm vom 14. bis 16. Juni des Deutschen Vereins für Stadtentwicklung und Handel e.V. in Saarbrücken erfahren Sie hier.

Forum: IBA meets IBA. Kongress zur Zukunft Internationaler Bauausstellungen
In Kooperation mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung [BMVBS] veranstaltet die IBA Hamburg am 4. und 5. Juni 2009 einen internationalen Kongress zur Zukunft Internationaler Bauausstellungen. Das Forum „IBA meets IBA“ soll den Erfahrungstransfer der „Marke IBA“ unterstützen und bildet einen wesentlichen Bestandteil beim Aufbau des Netzwerks „IBA meets IBA“. Ziel der Veranstaltung ist, das Instrument der Internationalen Bauausstellungen zu einem Beitrag europäischer Planungs- und Baukultur weiterzuentwickeln. Vor dem Hintergrund, dass sich die Internationalen Bauausstellungen zu einem zukunftsfähigen Experimentierfeld des Städtebaus entwickelt haben, sollen auch Möglichkeiten der Qualitätssicherung erörtert werden, damit der herausragende Stellenwert für Architektur, Baukultur und Stadtentwicklung auch zukünftig erhalten bleibt. Weitere Details zum Programm erfahren Sie hier.

Kongress: Stadtumbau West Kongress. Stadtumbau West – eine Zwischenbilanz

Stadtumbau West startete 2004 als Programm der Städtebauförderung. Nach fünfjähriger Laufzeit ist es nun Zeit für eine erste Zwischenbilanz. Im Jahre 2008 nahm die Bundestransferstelle Stadtumbau West ihre Vernetzungs- und Dokumentationsarbeit auf. In diesem Rahmen startete im November 2008 eine Befragung der Programm-Kommunen im Stadtumbau West, deren Ergebnisse Mitte 2009 vorliegen. Diese Informationen sind eine wichtige Grundlage der Zwischenbilanz im Rahmen des Kongresses. Die Veranstaltungskonzeption sieht vor, Praxiseinblicke zu gewähren und gleichzeitig systematische Auswertungen vorzunehmen. Zum Abschluss diskutieren Vertreter des Bundes, eines Landes, einer Kommune und der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft die ersten Erkenntnisse aus fünf Jahren Programm Stadtumbau West. Weitere Details zum Programm des Kongresses der Bundestransferstelle am 2. Juni in Dortmund finden Sie hier.