Veranstaltungen    September 11 Abstandshalter

Schlimm City im Mülheimer Ringlokschuppen
Das Veranstaltungszentrum Ringlokschuppen in Mülheim an der Ruhr nimmt sich zusammen mit seinen Partnern seit dem 14. September 2011 die Mülheimer Innenstadt vor: unter dem Titel „Schlimm City“ steht die Stadt als öffentlicher Raum bis zum 9. Oktober 2011 im Fokus von zahlreichen künstlerischen Arbeiten, offenen Diskussionen und spielerischen Formaten. Die Aktionen befassen sich mit dem vermeintlichen Niedergang der Stadt und kritisieren die uniformierten Geschäftswelten, den Verlust an öffentlichem Raum und dem damit einhergehenden Verlust von urbaner Kultur. Dem wollen die beteiligten Akteure mit Hilfe von zahlreichen Programm- und Aktionspunkten eine lebendige Stadt entgegenhalten, in der Sie herzlich eingeladen sind mit zu machen und mit zu diskutieren. Wie, wann und wo erfahren Sie auf der Internetseite des Ringlokschuppens in Mülheim.

BIWAQ: Gemeinsam neue Perspektiven schaffen – Auftakt- und Zwischenbilanzkongress

Auch das Programm „Bildung, Wirtschaft, Arbeit [BIWAQ]“ zieht im Rahmen eines Kongresses Zwischenbilanz. Mit diesem ESF-Bundesprogramm werden städtebauliche Investitionen innerhalb des Städtebauförderungsprogramms "Soziale Stadt" durch ar- beitsmarktpolitische Maßnahmen ergänzt. Anfang 2011 wurde die 2. Förderrunde BIWAQ mit dem neuen Handlungsfeld „Quartiersarbeit“ eingeläutet. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung lädt nun Wissenschaft, Praxis, Politik und Fachöffentlichkeit zum Dialog ein. Es werden Ergebnisse der 1. Förderrunde vorgestellt und die Weiterentwicklung des Programms diskutiert. Der Kongress ermöglicht den Erfahrungsaustausch zwischen "Städtebauförderern" und BIWAQ-Projektträgern sowie einen breiten öffentlichen Diskurs. Vorgestellt werden Projekte, die die zentralen Inhalte von BIWAQ verdeutlichen und die praktische Umsetzung des Programms beispielhaft veranschaulichen. Das Programm zu diesem Kongress, der am 26. September in Berlin stattfinden wird, haben wir hier zum Download für Sie bereitgestellt.

Experimentdays 11
22.9. – 25.9.2011 Deutsches Architektur Zentrum DAZ in Berlin
Gravierende strukturelle Herausforderungen wie die Gentrifizierung der Innenstadtbereiche, eine alternde und stagnierende Bevölkerung sowie eine einseitige Stadtentwicklungspolitik erfordern langfristig gesehen eine Kultur der nachhaltigen Stadtentwicklung: Partizipation und Kommunikation, Gerechtigkeit und Ästhetik, Ökologie – schließlich Lebensqualität in der Stadt. Vor diesem Hintergrund hat der gemeinnützige Verein id22: Institut für kreative Nachhaltigkeit im Jahr 2003 die Initiative „experimentcity“ ins Leben gerufen. Der Schwerpunkt der Initiative ist die Förderung des Erhalts und der Weiterentwicklung einer Vielfalt an kooperativen, ökologischen und bezahlbaren Wohnformen als wesentlicher Beitrag zu den Kulturen einer nachhaltigen Stadtentwicklung. Kernelement von experimentcity sind die EXPERIMENTDAYS: eine jährlich stattfindende Netzwerk- und Diskussionsveranstaltung für Akteure und Interessierte selbstorganisierter und gemeinschaftlicher Wohnprojekte. Ziel der EXPERIMENTDAYS ist die Bekanntmachung der vielfältigen Ansätze und Potenziale des partizipativen Wohnens und der Bedeutung ebensolcher Projekte für zukunftsorientierte Stadtentwicklungskonzepte. Ausführliche Informationen über Inhalte und Teilnahmebedingungen der am 22.-25.9. in Berlin stattfindenden Veranstaltung finden Sie hier.

Ruhr.2011 – von der Kulturhauptstadt zur Kulturmetropole

Das Kulturhauptstadtjahr war im Ruhrgebiet mit großen Erwartungen verbunden: „Wandel durch Kultur“ sollte es bringen. Kreativwirtschaft sollte neue ökonomische Wachstumsbereiche schaffen. Kultur sollte dieser Region, ein neues Gesicht und Zusammenhalt geben. Als Touristenmagnet herausgeputzt, sollten die Landmarken der Industriekultur die ganze Welt anziehen. Schließlich versprach das Event jede Menge „Nachhaltigkeit“ für die Stadt- und Regionalentwicklung. Nun im Jahr 1 nach der Kulturhauptstadt stellt sich die Frage: Welche Spuren hinterlässt das europäische Kulturfest im Revier? Zusammen mit regionalen und überregionalen Akteuren aus Politik, Kultur und Wissenschaft soll die Veranstaltung „Ruhr.2011 – von der Kulturhauptstadt zur Kulturmetropole“ der Heinrich-Böll-Stiftung zum einen Bilanz ziehen aber auch nach vorne schauen: Welche Netzwerke wirken unabhängig fort? Welche Folgevorhaben stechen hervor? Gelingt es, Orte der Kreativwirtschaft zu etablieren? Welche freien Netzwerke haben sich gebildet? Hat sich aus den Impulsen von 2010 ein kontinuierlicher Schwung für die „Metropole Ruhr“ gewinnen lassen? Formiert sich ein nächstes Dekadenprojekt? Antworten auf diese Fragen können Sie vom 23.-24.9.2011 auf der Veranstaltung im Dortmunder U diskutieren, über die Sie an dieser Stelle weitere Informationen erhalten.

Tagung: Starke Stadtteilzentren für lebendige Städte

Abseits der meist gut vermarkteten Innenstädte und der Einkaufszentren auf der grünen Wiese gibt es in Europas Städten zunehmend mehr Stadtteilzentren, die unter einer wirtschaftlich rückläufigen Entwicklung leiden. Kennzeichen dafür sind Leerstand und verstärkter Wegzug. Lebendige Stadtteilzentren sind jedoch ein unverzichtbarer Bestandteil zukunftsfähiger Städte. Unter der Federführung der Landeshauptstadt Stuttgart haben im Rahmen des europäischen Projektes „Managing District Centres in Northwest Europe“ [MANDIE] elf Projektpartner aus Belgien, Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden vielseitige Methoden entwickelt und erprobt, um ihre Stadtteile zu stärken: als Nahversorgungszentren mit Dienstleistungsangeboten für den täglichen Bedarf, als Identifikationsräume für die ansässige Bevölkerung und als lokale Arbeitsmärkte. Dabei lag der Fokus in den Bereichen Stadtteil- und Leerstandsmanagement sowie Marketing. Am Donnerstag, den 15. September 2011 stellen die Projektpartner die Ergebnisse dieser transnationalen Zusammenarbeit im Rahmen einer öffentlichen Fachkonferenz in Stuttgart zur Diskussion. Das Programm zu dieser Konferenz, das auch alle notwendigen Informationen zur Anmeldung enthält, haben wir hier für Sie bereit gestellt.

Bausteine und Verfahrenselemente zum Aufbau quartiersbezogener Wohnkonzepte – Erfahrungsaustausch regionaler Akteure zur Umsetzung quartiersbezogener Wohnkonzepte

Quartiersbezogene Wohnkonzepte sind eine bedarfsgerechte Antwort auf die zukünftigen Herausforderungen für das Wohnen im Alter, weil sie ein Wohnen im vertrauten Wohnumfeld auch bei Hilfe- und Pflegebedarf ermöglichen. Die Umsetzung von quartiersbezogenen Wohnkonzepten erweist sich jedoch häufig als schwierig, da es nicht nur darum geht, altersgerechte Wohnangebote sowie soziale und pflegerische Dienstleistungsangebote kleinräumig verfügbar zu machen. Die Umsetzung eines solchen Wohnkonzeptes verlangt vielmehr auch eine systematische Kooperation der Akteure vor Ort und eine Einbindung der Bürgerinnen und Bürger. Das am 15. September in Köln stattfindende Seminar „Bausteine und Verfahrenselemente zum Aufbau quartiersbezogener Wohnkonzepte“ des Kuratoriums Deutscher Altershilfe soll einen Überblick über die bisher gemachten Erfahrungen und Handlungskonzepte geben und dabei die unterschiedlichen Rollen der verschiedenen Akteure beleuchten. Detaillierte Informationen über die Inhalte, den Verlauf und die Teilnahmebedingungen der Veranstaltung erhalten Sie über die Internetseite des Kuratoriums Deutsche Altershilfe.