Veranstaltungen    September 15 Abstandshalter

Zusammenhalt im Veedel – Kooperationsperspektiven für die Wohnungswirtschaft
Die Großwohnsiedlungen der 1960er und 1970er Jahre sind oft geprägt von wohnungswirtschaftlichen, städtebaulichen und sozialen Problemen. Zu beobachten sind hier Rückzugsprozesse des örtlichen Gewerbes, der kommunalen Infrastruktur, Prozesse sozialer Desorganisation mit fehlendem Zusammengehörigkeitsgefühl, Spannungen im Zusammenleben verschiedener Bevölkerungsgruppen, soziale Konflikte bis hin zu einer vermehrten Belastung durch Kriminalität und anderen Formen der Unordnung. Dies stellt vor allem die Wohnungsunternehmen als Eigen- tümer vor große Herausforderungen. Die Verbesserung der Lebensqualität und die Stabilisierung werden in diesen Quartieren wirkungsvoller erreicht, wenn die Wohnungsunternehmen kooperieren statt sich nur um den jeweils eigenen Wohnungsbestand zu kümmern. In der Kölner Großwohnsiedlung Bocklemünd wurde daher die Zusammenarbeit zwischen den Wohnungsunternehmen und anderen lokalen Akteuren in einem Modellvorhaben erprobt. Die Erfahrungen der„Bocklemünder Siedlungs-Koalition“ [BoSKo] sind vielversprechend und werden im Rahmen nun im Rahmen einer Fachtagung am 15. September 2015 in Köln vorgestellt. Ausführlichere Informationen zu dieser Veranstaltung und auch die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

BauGB Novelle II 2014 – Erleichterte Unterbringung von Flüchtlingen
Die BauGB-Novelle 2014 II hat durch eine Ergänzung planungsrechtlicher Vorschriften in § 246 BauGB eine befristete und erleichterte Unterbringung von Flüchtlingen und Asylbegehrenden durch erweiterte Befreiungsregelungen im unbeplanten Innenbereich [§ 34 (3a) BauGB], im Außenbereich [§ 35 (4) BauGB] und in Gewerbegebieten [§ 8 BauNVO] eröffnet. Ob und wie diese Aufgabe bisher mit den Mitteln der Stadtplanung und der Bauaufsicht zu bewältigen sind, wird anhand von Beispielen aus den Städten Hamm und Dortmund sowie der Bauaufsicht des Kreises Soest vorgestellt. Zugleich werden die Neuregelungen auf ihre möglichen rechtlichen, städtebaulichen und sozialen Auswirkungen eingeschätzt, insbesondere inwieweit dauerhafte Nutzungseinschränkungen zu befürchten sind. Ziel dieser Veranstaltung, die am 28. September 2015 in Bochum stattfindet, ist es, das neue Instrumentarium auf seine Eignung zur zeitnahen Schaffung von Flüchtlings- und Asylbewerberunterkünften zu überprüfen, auf Gefahren und Fehlentwicklungspotentiale hinzuweisen sowie erste Empfehlungen zum Instrumenteneinsatz zu geben. Ausführliche Informationen zu dieser Veranstaltung wie auch die Möglichkeit, sich noch bis zum 11. September 2015 direkt online anzumelden, finden Sie hier.

Forum „Gemeinsam für das neue Emschertal“ – Durch integrales Handeln Zukunft gestalten
Das Jahrhundertprojekt „Umbau des Emschersystems“ eröffnet den Menschen in der Region neue Chancen und Möglichkeiten der Mitgestaltung ihres Umfeldes. Neben den offensichtlichen Umbau-Effekten wie der Verlegung des Abwassers „unter die Erde“ und der naturnahen Gestaltung der Emschergewässer wirkt diese Zukunfts-Investition weit hinein in viele gesellschaftliche Bereiche und eröffnet Perspektiven für Stadt- und Freiraumentwicklung, Kultur, Verkehr und soziale Infrastruktur. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten der Region aus unterschiedlichsten Fachrichtungen und Disziplinen, möchten die Projektverantwortlichen im Rahmen dieses Forums am Beispiel der Umgestaltung des Katernberger Baches darüber nachdenken, wie innovative Konzepte für die integrale, wassersensible Stadtentwicklung in Städtebaufördergebieten aussehen und entwickelt werden können und wie eine bestmögliche Bürgerbeteiligung ermöglicht werden kann. Ausführliche Informationen zu dieser Veranstaltung, die am 10. September 2015 in Essen stattfindet, haben wir hier für Sie zum Download bereitgestellt.

13. Wohnprojektetag NRW – Wohnprojekte: Vom Radikalen zum Normalen…

Der 13. Wohnprojektetag NRW findet am 28. August 2015 im Wissenschaftspark Gelsenkirchen statt. Unter dem Titel „Von Radikalen und Normalen…“ soll der Blick auf Anspruch und Wirkungen gemeinschaftlicher Wohnprojekte gerichtet und die Spannweite zwischen politisch engagierten Projekten mit „radikalen Ideen“ bis hin zu Projekten, die einfach und unspektakulär gut funktionieren, ausgelotet werden: zwischen Weltenrettern und "Normalos", zwischen Leuchtturm und Insel, zwischen Raum-Unternehmen und Wohn-Gemeinschaft. Parallel gibt es auch 2015 wieder die Möglichkeit, dass sich Wohnprojekte und Wohnprojekt-Initiativen sowie professionelle Akteure auf einem Markt der Möglichkeiten präsentieren. Ausführlichere Informationen zu dieser Veranstaltung, zu der Sie sich bis zum 21. August 2015 anmelden sollten, finden Sie hier.

Die Umwandlung von Nichtwohngebäuden in Wohnimmobilien
In vielen Städten sind einerseits erhebliche Leerstände von Nichtwohngebäuden und eine zunehmend schwierigere Vermietbarkeit von Büroflächen zu beobachten, andererseits lassen die Wohnungsmärkte Angebotsengpässe mit der Folge steigender Mieten erkennen. Vor allem in den stark wachsenden Groß- und Univer- sitätsstädten nehmen die Nachfrage nach Wohnraum durch Zuwanderung, erhöhte Studentenzahlen, die wachsende Anzahl von Singlehaushalten und der Flächenbedarf pro Person kontinuierlich zu. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen hatten das Bundesbauministerium und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung Anfang 2013 die Studie „Umwandlung von Nichtwohngebäuden in Wohnimmobilien“ in Auftrag gegeben. Ziele und Konzeption dieses Forschungsfeldes sowie die Ansätze der ausgewählten Modellvorhaben werden nun im Rahmen einer Veranstaltung am 7. September in Berlin vorgestellt. Das Programm zu dieser Veranstaltung haben wir hier zum Download für Sie bereitgestellt.

Denksalon „Klein- und Mittelstädte – Labore für den Stadtumbau“
Im diesjährigen Denksalon, den das Interdisziplinäre Zentrum für ökologischen und revitalisierenden Stadtumbau [IZS] am 25. und 26. September in Görlitz veranstaltet, stehen die Herausforderungen, Strategien und Erfahrungen eines ökologischen und revitalisierenden Stadtumbaus in Klein- und Mittelstädten im Fokus: Vor welchen Herausforderungen stehen Klein- und Mittelstädte beim Umgang mit dem demografischen und sozioökonomischen Wandel sowie den Anforderungen eines ökologischen Umbaus? Was unterscheidet sie hinsichtlich ihrer Handlungsmöglichkeiten von Großstädten? Welche Strategien und Handlungsan- sätze haben speziell Klein- und Mittelstädte, um ihre Ziele zu erreichen? Welche Erfahrungen haben verschiedene Akteure bei der Umsetzung konkreter Vorhaben eines ökologischen und revitalisierenden Stadtumbaus in Klein- und Mittelstädten? Das Programm zu dieser Veranstaltung, mit allen notwendigen Informationen zu Inhalten, Ablauf und Anmeldung, haben wir hier zum Download für Sie bereitgestellt.

Organisation und Entscheidungsfindung in Wohnprojekten
Bei der Entwicklung von Wohnprojekten, aber auch in der Wohnphase müssen viele Entscheidungen getroffen werden. Damit dies funktioniert, sind effiziente Arbeits- und Organisationsstrukturen erforderlich. Insbesondere ist es aber auch wichtig festzulegen, wer wann und in welchem Verfahren entscheidet: von Entscheidungen einzelner Vertreter über Mehrheitsentscheidungen bis zur Suche nach einem Konsens. Anregungen, Informationen und Hilfestellung zu diesem Thema will eine Veranstaltung des „Landesbüro innovative Wohnformen.NRW“ geben, die am 5. September 2015 in Dortmund stattfindet. Ausführliche Informationen zu dieser Veranstaltung und die Möglichkeit zur Anmeldung, die Sie bis zum 31. August 2015 vornehmen sollten, finden Sie hier.