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02.02.2009

Erfolgreiche dritte Stadtumbaulounge in der Innovationsagentur
Mit der dritten Stadtumbaulounge der Innovationsagentur, bei der in entspannter Atmosphäre das Thema Stadtumbau aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachtet werden konnte, haben wir gleichzeitig die Einweihung unserer neuen Räumlichkeiten verknüpft. Als Gäste konnten wir diesmal kreative Filmemacher aus Duisburg-Marxloh gewinnen, die in erfrischender und witziger Art ihre Aktivitäten im Stadtteil präsentierten. In vier kurzen Filmen konnten sich die Gäste der Lounge von der spannenden Arbeit der jungen Filmemacher überzeugen. Anregende Diskussionen im Anschluss verdeutlichten die Notwendigkeit, benachteiligte Stadtteile verstärkt durch entsprechend angepasste Medien darzustellen, um die Identität der jeweiligen Bewohner zu schärfen und zu stärken. Ausführlichere Informationen zur Lounge werden Sie demnächst auf unserer Homepage finden.

Projekt der Woche: Alte Feuerwache in Duisburg Hochfeld
Die Alte Feuerwache in Duisburg-Hochfeld stand bereits seit den 1990er Jahren leer. Seitdem gab es immer wieder Diskussionen aus dem stadtbildprägenden Gebäude ein soziokulturelles Zentrum zu machen. Dieses Konzept wurde schließlich zwischen 2002 und 2005 vom Verein ,,Kultur- und Stadtteilzentrum Alte Feuerwache e.V.” in Kooperation mit der EG DU Entwicklungsgesellschaft Duisburg mbH laufend weiterentwickelt:von einem Interkulturellen Theater, über ein Kinder- und Jugendtheater, ein Weltmusik-Zentrum, eine internationale Gastronomie, ein Raumangebot für Vereine und Gruppen aus der Dialog- sowie Kultur- und Stadtteilarbeit bis hin zu einem kulturwirtschaftlichen Gründerzentrum. Die weiteren Details zu diesem spannenden und vorbildhaften Ansatz können Sie wie immer hier auf unserer Homepage im Projekt der Woche nachlesen.

Seminar: Monitoring und Evaluation von kommunalen Integrationsmaßnahmen
Zum Nationalen Integrationsplan wird bereits Bilanz gezogen. Dabei wird erneut deutlich, dass es im Zuwanderungsland Deutschland noch immer Bedarf an Angeboten gibt, die das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund verbessern. Zu einer nachhaltigen Integrationspolitik gibt es daher auch weiterhin keine Alternative. Bei der Umsetzung des breiten Spektrums von Integrationsmaßnahmen sind die Kommunen besonders gefordert. Dabei geht es längst nicht mehr nur um Zuwanderer und ethnische Minderheiten, sondern auch um die Zukunft der Städte und Gemeinden als Ganzes. Erfolgreiche Integrationspolitik ist daher zu einem wichtigen Standortfaktor geworden. Für die Erfolgskontrolle ist ein Monitoring der eingeleiteten Maßnahmen unverzichtbar. So kann nicht nur aufgezeigt werden, ob die gewünschten Wirkungen auch tatsächlich erzielt worden sind, sondern auch, in welchen Bereichen noch Handlungsbedarf besteht und wie effektiv die bisherigen Maßnahmen waren. Weitere Details zur Veranstaltung des Difu am 2. Und 3. März in Berlin finden Sie hier.

Auftaktkongress zum ESF-Bundesprogramm „Soziale Stadt – Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier [BIWAQ]
Mit dem Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt“ werden seit 1999 Quartiere in Deutschland stabilisiert und aufgewertet, in denen sich bauliche, wirtschaftliche und soziale Problemlagen konzentrieren. Ende 2006 wurde mit dem ergänzenden ESF-Sonderprogramm „Beschäftigung, Bildung und Teilhabe vor Ort“ der integrierte, Ressourcen bündelnde Ansatz des bewährten Programms weiterentwickelt und um arbeits- und beschäftigungspolitische Aspekte erweitert. Mit Blick auf die Erfolge des Sonderprogramms wurde 2008 das ESF-Bundesprogramm „Soziale Stadt – Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier [BIWAQ]“ – mit längerem Förderzeitraum und höherem Fördermitteleinsatz – ins Leben gerufen. Es wird vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Bundes umgesetzt. Weitere Informationen zur Veranstaltung des BMVBS am 16. März in Berlin finden Sie hier.

Stadtplanung in der Bundesrepublik – Quo vadis? Zwischen Großprojekten, strategischen Konzepten und Klimaschutz
Die Anforderungen an die Planungspraxis in den Kommunen ändern sich kontinuierlich und dies in einer immer größeren Geschwindigkeit. Flexible kommunale Strategien, veränderte Kompetenzen sowie neue Organisationsformen in Städten, Gemeinden und Regionen führen zu Neujustierungen in Politik und Verwaltung. Notwendig werden Anpassungsstrategien auf der einen Seite und neue Aufgabenfelder, Strategieentwicklung und auch Visionen auf der anderen Seite. Stadt als attraktiver Ort gewinnt zugleich Anziehungskraft. Stadt zu planen und zu entwickeln bei sich stark ausdifferenzierenden Rahmenbedingungen, erfordert neue Ansätze und Ideen bei gleichzeitig geringer werdenden Gestaltungsspielräumen. In der Veranstaltung des Difu vom 23. – 25. März in Berlin soll eine aktuelle Standortbestimmung der Planungslandschaft vorgenommen und mit VertreterInnen aus Wissenschaft und Praxis sowie den relevanten Akteuren der Stadtplanungslandschaft diskutiert werden. Weitere Details erhalten Sie hier.

Buch: Urban Recycling - Migration als Großstadt-Ressource
Von Arbeitsmigranten bewohnte Stadtquartiere gelten als Ghettos oder werden mit dem Stichwort „Parallelgesellschaft" etikettiert. Negative Zuschreibungen, die dafür sorgen, dass die Bewohner solcher Quartiere oft genug ins gesellschaftliche Abseits gedrängt werden. In der kritischen Migrationsforschung wird seit Jahren ein entschiedener Perspektivenwechsel gefordert: Der historisch konstitutive Zusammenhang von Migration und Urbanisierung und damit der Beitrag von Migranten für die Entwicklung und Modernisierung von Stadtquartieren muss endlich zur Kenntnis genommen werden. Das Buch Urban Recycling von Erol Yildiz und Birgit Mattausch bietet erfahrungsgestützte Einblicke in die soziale Praxis vor Ort und thematisiert bisher vernachlässigte Alltagswirklichkeiten – anhand von Quartieren in Berlin, Köln, Dortmund, Amsterdam, Marseille sowie New York und Toronto. Das Buch kann unter der ISBN 978-3764388041 für 19,90€ bestellt werden.