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03.03.2008

Agentur vor Ort: Gründungstreffen des Netzwerks Innenstadt in Münster
Innenstädte sollten mehr als nur pure Konsumzonen der Städte sein. Hier kann man wohnen, seine Freizeit gestalten und die architektonische Vielfalt bestaunen. Das ist der Wunsch vieler Bürger. In vielen Städten funktioniert dies jedoch nicht immer. Das neue Städtenetzwerk Innenstadt will auf diese Frage mit den Gemeinden und Kommunen eine Antwort finden. Auf der Gründungveranstaltung in Münster hat bereits eine Mehrheit der 40 anwesenden Kommunen großes Interesse bekundet, an diesem Netzwerk teilzunehmen. In einem nächsten Schritt geht es unter anderem darum eine Koordinierungs- und Beratungsstelle zu finden, die das Netzwerk betreuen kann. Wir werden Sie auch weiterhin über die Entwicklungen dieses Netzwerkes auf dem Laufenden halten.

Die Dokumentation der Startphase des kooperativen Leitbildprozesses ist nun online
Im November fanden im Rahmen des kooperativen Leitbildprozesses in Bielefeld Sennestadt als Modellprojekt der Agentur drei thematische Workshops zu den Feldern „Wohnen in der Sennestadt“, „Arbeiten und Wirtschaft in der Sennestadt“ sowie Kultur und Soziales in der Sennestadt“ statt. Die Beteiligung war sehr groß, so dass zu allen Workshops Vertreter aus verschiedenen sozialen und gesellschaftlichen Bereichen anwesend waren und engagiert und kreativ mitgearbeitet haben. Ergebnis dieser Workshops war eine erste Bestandsaufnahme zu den Stärken und Schwächen sowie Chancen und Risiken der Sennestadt. Auch über die Zukunftsperspektiven des Stadtteils wurde intensiv diskutiert und kreativ über mögliche Maßnahmen nachgedacht. Die Innovationsagentur hat diesen Prozess federführend begleitet und auch dokumentiert. Die Dokumentation der Workshops finden Sie auf unserer Homepage und auch auf der Homepage der Stadt Bielefeld. Wenn Sie mehr über den spannenden Beteiligungsprozess erfahren möchten, klicken Sie einfach hier.

Aufruf zur Austauschplattform Quartiersmanagement am 13.03.2008: Zwischen- und Umnutzung von Freiräumen und Brachflächen
Die zweite Plattform der QuartiersmanagerInnen aus den Stadtumbau-Gebieten beschäftigt sich mit dem Thema „Zwischen- und Umnutzung von Freiräumen und Brachflächen“. Wie schon bei der letzten sehr erfolgreich verlaufenen Plattform im Oktober 2007 wird auch diese Veranstaltung vor Ort in einem Stadtumbau-Quartier stattfinden. Diesmal ist Herr Thiehoff, Quartiersmanager aus Dorsten-Wulfen-Barkenberg, am 13.03.2008 von 10-13 Uhr Ihr Gastgeber. Um die Fragen klären zu können, welche Rahmenbedingungen, Nutzungsarten, Flächen- oder Lagetypen sowie Akteurskonstellationen zur Umsetzung von Zwischennutzungen vorhanden sein sollten, wurden Referenten aus dem Bereich Landschaftsarchitektur und aus dem Soziale Stadt Gebiet Duisburg Marxloh eingeladen. Auch für Interessierte, deren Kommunen nicht Mitglied in der Innovationsagentur Stadtumbau NRW sind, ist eine Anmeldung nun möglich. Anfragen zu Anmeldung können Sie bis zum 10. März unter der Email-Adresse bornmann@stadtumbaunrw.de an Herrn Bornmann schicken. Das Programm zum Workshop finden Sie hier.

Projekt der Woche: Aktivierung türkischsprachiger Bewohner im Quartier
Beteiligungsprozesse sind mittlerweile zum Alltag der Planerinnen und Planer geworden. Die Relevanz und Sinnhaftigkeit dieses Verfahrens ist darüber hinaus breit anerkannt. Jedoch verlaufen Beteiligungsverfahren nicht immer ohne Probleme. Das größte Problem ist alle relevanten Bevölkerungsgruppen an einen Tisch zu bekommen, um Ideen und Anregungen aus möglichst vielen Perspektiven zu bekommen. Einige Gruppen im Stadtteil lassen sich einfacher aktivieren als andere. Besonders Mitbürger mit Migrationshintergrund scheinen viele Verfahren und Methoden nicht zu erreichen. Das Projekt dieser Woche stellt einen Ansatz aus Berlin vor, wo gezielt versucht wurde, die türkischsprachige Bevölkerungsgruppe im Quartier zu beteiligen. Angepasste Methoden, wie z.B. das direkte Ansprechen im öffentlichen Raum oder Mikroprojekte mit den Anwohnern, führten zu erfreulichen Ergebnissen. Mehr Details zum Projekt finden Sie hier.

Auftakt: Landesgartenschau Hemer 2010 - Chancen für eine Stadt
Mit der Landesgartenschau 2010 in Hemer wird die Tradition der Gartenschauen in NRW fortgesetzt. Die Erwartungen sind und waren hoch. Landesgartenschauen sollen die Lebensqualität und Freiraumdefizite in den Städten verbessern, sie dienen dazu, stadt- und regionalpolitische Entwicklungsziele umzusetzen und sollen strukturfördernd wirken. Zunehmend werden sie auch als Mittel des Stadtmarketings und zur touristischen Profilierung einer Stadt oder Region erkannt. Das greift die Landesgruppe Nordrhein-Westfalen des Bundes deutscher Landschaftsarchitekten [bdla] in ihrer Veranstaltung am 5. März um 19:30 Uhr im stadtbauraum in Gelsenkirchen auf. Nach der ersten Landesgartenschau in Hamm stehen mehr als 30 Jahre später im Jahre 2008 die Landesgartenschauen mit ihren nachhaltigen und langfristigen Auswirkungen vor der „Reifeprüfung“. Weitere Informationen zur Auftaktveranstaltung in Gelsenkirchen finden Sie hier.

Ausschreibungspflichten bei der Vergabe städtebaulicher Verträge?
Das OLG Düsseldorf hat in einem Beschluss vom 13.06.2007 [Fliegerhorst Ahlhorn] einen
Grundstücksverkauf mit städtebaulichem Vertrag als öffentliche Baukonzession im Sinne von § 99 Abs. 3 GWB i. V. m. § 32a VOB/A qualifiziert, ungeachtet dessen, dass die Kommune sich keine Bauleistungen aneignete, sondern nur einen städtebaulichen Nutzen erwartete. Das OLG Düsseldorf hat seine Rechtsprechung durch Beschluss vom 12.12.2007 bekräftigt. Nach der Ratlosigkeit, welche die neue Rechtsprechung zunächst ausgelöst hat, zeigen sich jetzt Ansätze, wie mit den Konsequenzen umzugehen ist. Bei der Veranstaltung am 27. März in Köln sollen daher nicht nur die Probleme dargestellt, sondern praxisrelevante Hilfen gegeben und Lösungsvorschläge aufgezeigt werden. Weitere vertiefende Informationen zur Veranstaltung des forum vergabe e.V. finden Sie hier.

Ausstellung im Haus der Architektur: Umbau im Bestand
Die Modernisierung, Aufwertung und Ergänzung des Gebäudebestands ist für ein dicht besiedeltes Flächenland wie Nordrhein-Westfalen eine zentrale Zukunftsaufgabe, um die Städte und Gemeinden funktionsfähig, attraktiv und lebenswert zu halten. „Die Zukunft liegt im Bestand“, brachte Hartmut Miksch, Präsident der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen, den Trend auf den Punkt. Anlässlich der Eröffnung der Ausstellung „Umbau im Bestand“ erklärte Miksch am 14. Februar im Düsseldorfer Haus der Architekten, es sei unverzichtbar, dass der Qualität von Planung und Ausführung in der Bestandsarbeit ein mindestens genauso großer Wert beigemessen werde wie im Bereich des Neubaus. Die Ausstellung „Umbau im Bestand“ zeigt die Ergebnisse des aktuellen Gestaltungspreises der Wüstenrot Stiftung. Die Ergebnisse können nun in einer Foto- und Tafelausstellung bis zum 28. März 2008 im Düsseldorfer Haus der Architekten besichtigt werden. Vertiefende Informationen erhalten Sie hier.