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03.06.2013

Stadtumbau Remscheid: Kunst- und Kulturspektakel „Honsberg GroßARTig“ findet im Juli mit unerwartet großer Beteiligung statt
Es war zunächst nur eine spontane Idee eines engagierten Bürgers, der im Rahmen des Beteiligungsverfahrens in Remscheid Honsberg im vergangenen Dezember das Team der Innovationsagentur Stadtumbau NRW angesprochen hatte, um die kreative Zwischennutzung eines leer stehenden Wohnhauses im Remscheider Stadtteil Honsberg durch Künstler anzuregen. Nachdem der Kontakt mit der örtlichen Wohnungsgesellschaft GEWAG hergestellt war und diese sich für die Idee begeistern konnte, wurde direkt mit den Planungen begonnen. Nun wird die Idee Realität und am 13. und 14. Juli wird auf dem Honsberg die Kunstaktion „Honsberg GroßARTig – Kunst im Quartier“ gefeiert. So ist aus einer kreativen Idee und der beispielhaften Kooperation einer Bürgerinitiative mit der GEWAG nun ein beeindruckendes Kunstprojekt entstanden. Seit Anfang Mai bereits arbeiten knapp 100 Künstler aus ganz Deutschland und den Niederlanden an der „Zweckentfremdung“ der leer stehenden Gebäude in der Halskestraße. Mit dabei sind freischaffende Künstler, Theatergruppen, Fotografen, Musiker – Jung wie Alt, die Fassaden und Räume kreativ umgestalten. Am Juli-Wochenende sind dann Kreative eingeladen, die Kunstaktion vor Ort durch neue Arbeiten zu erweitern und gemeinsam an der künstlerischen Gestaltung der Wohnhäuser zu arbeiten. Weitere Information zu dieser Kunstaktion und Kontaktdaten zur Beteiligung an diesem Projekt finden Sie hier.

Stadtumbau Werdohl: Jugendliche streichen ihr Jugendzentrum „Schrottkeller
Im vergangenen Jahr war im Rahmen des Beteiligungsverfahrens zur Schaffung einer quartiersbezogenen Freizeitfläche in Ütterlingsen auch ein Konzept zur Aufwertung des Jugendzentrums „Schrottkeller“ erarbeitet worden. Gemeinsam hatten die Jugendlichen, die Stadt Werdohl und die Innovationsagentur Stadtumbau NRW die zahlreichen Ideen und Wünsche der Jugendlichen geordnet und dokumentiert. Neben der Aufwertung des Außenbereiches vor ihrem Jugendzentrum, die in diesem Sommer realisiert wird, hatten die Jugendlichen eine farbliche Neugestaltung der Innenräume und der Fassade des „Schrotkellers“ gewünscht. Und dieser Wunsch ging in der vergangenen Woche unter der fleissigen Mitarbeit der Jugendlichen in Erfüllung, die bei den Streicharbeiten selbst mit anpackten. Das neue Highlight im Schrottkeller wird die Gestaltung eines der Räume durch einen Lüdenscheider Graffiti-Künstler sein, der auf knallrotem Grund ein Kunstwerk entstehen lässt. Das Graffiti soll die Geschichte des Raumes und seiner Besucher aufgreifen. Auch hier werden die Jugendlichen ihre Ideen einbringen können und damit ihren „Schrottkeller“ nach ihren eigenen Vorstellungen attraktiver gestalten. Weitere Informationen zu der Streichaktion finden Sie hier.

Stadtumbau Gelsenkirchen: Eine Bürgerbefragung zur Gelsenkirchener Innenstadt liefert interessante Ergebnisse
In einer groß angelegten Umfrage hat das Stadtumbaubüro Gelsenkirchen Fragebögen zur Innenstadtbewertung an 2000 Gelsenkirchener Bürgerinnen und Bürger zwischen 16 und 90 Jahren verschickt. Ziel der Umfrage war es zu erfahren, wie die Innenstadt wahrgenommen wird, was positiv und was negativ gesehen wird und was die Bürgerinnen und Bürger gerne verbessern würden. In der „Blue Box“ wurden nun von die Ergebnisse von Birgit Wend vom Gelsenkirchener Stadtumbaubüro und der Geografiestudentin Mona Ende, die sich seit zwei Jahren im Stadtumbaubüro mit dem Thema Stadtentwicklung beschäftigt, vorgestellt. Insgesamt haben sich 267 Bürgerinnen und Bürger an der Umfrage beteiligt, laut Mona Ende eine durchaus gute Rücklaufquote. Der Nutzungsschwerpunkt der Innenstadt liegt demnach auf dem Einkaufen, gefolgt von Arbeiten und Freizeit. Insgesamt bewertete die Mehrzahl der Befragten das Leben in der Innenstadt positiv. Das eindeutigste Ergebnis brachte die Frage, ob die Gelsenkirchener in der Innenstadt ihr Zuhause sehen: 209 Bürger beantworteten diese Frage mit „Ja“. In der anschließenden Diskussionsrunde wurden zudem konkrete Verbesserungswünsche geäußert. Unter anderem wünschen sich die Bürger ein Kino und mehr öffentliche Toiletten. Weitere Informationen zu den Ergebnissen der Umfrage finden Sie hier.

Stadtumbau Krefeld: Letzter Abschnitt der Fußgängerzone wird aufgewertet
In den vergangenen Jahren ist im Rahmen des Stadtumbaus in der Krefelder Innenstadt die Fußgängerzone Stück für Stück aufgewertet worden. Nun steht auch der letzte Abschnitt in der Marktstraße vor einer qualitätvollen Erneuerung. Der knapp 100 Meter lange Abschnitt wird dabei nicht nur barrierefrei gestaltet, auch neue Bänke werden angebracht und moderne Spielgräte für Kinder sowie Mobilitätstrainer für Erwachsene werden zukünftig diesen Bereich der Marktstraße aufwerten. Damit soll der innerstädtische öffentliche Raum für alle Generationen attraktiver werden. Abgerundet werden die Aufwertungsmaßnahmen durch Edelstahl-Abfalleimer, neue Baumpflanzungen und neue Straßenlaternen, um sowohl das Erscheinungsbild zu verbessern, als auch die Aufenthaltsqualität langfristig zu erhöhen. Weitere Informationen zu den geplanten Aufwertungsmaßnahmen finden Sie hier.

Stadtumbau Krefeld: Die Innenstadt soll als Wohnstandort weiter gestärkt werden
Die zahlreichen Aufwertungsmaßnahmen im Rahmen des Stadtumbaus West haben in den vergangenen Jahren die Attraktivität der Krefelder Innenstadt als Wohnstandort zweifellos erhöht. Dennoch stehen dort nach wie vor über 1000 Wohnungen leer. Dies will die Grüne Ratsfraktion in Krefeld ändern und lud in der vergangenen Woche zu einem Stadtsparziergang am West- und Südwall. Etwa 40 Interessierte folgten der Einladung und zeigten sich dann auch durchaus beeindruckt von den bereits renovierten Häusern mit ihren großzügigen Innenhof-Gärten. Und auch die Bewohner schätzen den Standort Innenstadt. Insbesondere die gute Nahversorgung sowie die direkte Nähe zu Bildungseinrichtungen wie Kindergärten, Grundschule und Gymnasium seien Vorteile des zentralen Wohnstandortes Krefeld-Innenstadt. Weitere Information zu diesem Stadtsparziergang und den dabei gewonnenen Erkenntnissen finden Sie hier.

Wohnen in Bochum: Der Mangel an Sozialwohnungen verschärft sich
Wie in vielen Städten und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen herrscht auch in Bochum ein zunehmender Mangel an Sozialwohnungen. Die Zahl der Menschen, die auf günstigen Wohnraum angewiesen sind, steigt weiter an, gleichzeitig enden in den kommenden Jahren bei vielen öffentlich geförderten Wohnungen die Mietpreisbindungen. In den vergangenen 10 Jahren hat sich der Bestand der Sozialwohnungen in Bochum bereits um 15.000 verringert, in den nächsten Jahren werden schätzungsweise 5.000 weitere folgen. Erschwerend kommt hinzu, dass modernisierte Wohnungen aufgrund der hohen Standards nach der Sanierung preislich für sozial benachteiligte Mieter nicht mehr bezahlbar sind. Dabei bestehen für die Stadt Bochum kaum Handlungsmöglichkeiten. Obwohl das Land NRW für das Jahr 2013 fast 8 Mio. Euro an Fördermitteln für den sozialen Wohnungsbau bereitgestellt hat, wurden auch 2013 diese Mittel bislang kaum genutzt, denn aktuell bestehen für Investoren kaum Anreize in dieses Wohnungssegment zu investieren. Daher plant die Stadt Bochum nun, gemeinsam mit dem Land NRW neue Fördermöglichkeiten auszuloten. Ein Ansatz besteht dabei in der Betrachtung der Quartiere als Ganzes und der vereinfachten Förderung aus einem Fördertopf. Im Hinblick auf die Erfolgsaussichten zeigt die Stadt sich optimistisch, denn für den Start eines Modellprojektes in der Flüsse-Siedlung in Bochum-Grumme hat NRW-Bauminister Groschek bereits Unterstützung angekündigt. Weitere Informationen zu diesem Thema und dem Umgang damit in Bochum finden Sie hier.

Wohnen in NRW: Die Ergebnisse des Zensus 2011 sind im Hinblick auf die Wohnungsversorgung in NRW positiv
Für einige Kommunen in NRW waren die nun vorgelegten Ergebnisse des Zensus 2011 ein echter Schock: Ihre Einwohnerzahlen wurden teilweise deutlich nach unten korrigiert – mit noch unklaren Auswirkungen auf zukünftige Schlüsselzuweisungen. Im Hinblick auf den Wohnungsmarkt in NRW liefern diese Ergebnisse aber durchaus positive Zahlen und Befunde: 1,7 Millionen Wohnungen [+23,8%] mehr als bei der Volkszählung 1987, bei den Wohngebäuden sogar ein Anstieg um 27,8%. Damit weist die Statistik in NRW zum Stichtag nun rund 260.000 Wohnungen mehr aus als bisher angenommen. Eine weitere positive Erkenntnis: Landesweit liegen die Wohnungsleerstände bei 3,7% und damit unter dem Bundesschnitt von 4,5%. Insgesamt also durchaus erfreuliche Ergebnisse – und dennoch weist der unermüdlich in Sachen Wohnungsversorgung und Stadterneuerung aktive und engagierte Minister Groschek in einer Stellungnahme darauf hin, dass dies kein Ruhekissen und kein Anlass für nachlassendes Engagement in Sachen Wohnungspolitik sein dürfe. Die ausführliche Stellungnahme und Einschätzung des Ministers finden Sie hier.

Werl: Kommunen bilden eine Allianz gegen das geplante „Outlet-Center“
Ob FOC [Factory Outlet Center] oder DOC [Designer Outlet Center]: Outlet Center sorgen in Nordrhein-Westfalen nach wie vor für kontroverse Diskussionen. Hinsichtlich des geplanten „FOC Werl“ verschärft sich der Konflikt weiter. Auf der einen Seite steht dabei die Stadt Werl. Sie hält scheinbar weiter an der Eröffnung des FOC fest, die Grundstücksverträge sind laut Pressemitteilung bereits unterzeichnet und der potenzielle Investor wirbt auf seiner Internetseite bereits für das Projekt. Auf der anderen Seite steht eine Allianz aus 22 Kommunen in der Region. Sie versuchen gemeinsam mit allen rechtlichen und politischen Mitteln, das Großprojekt zu verhindern. Bei einem Treffen in Hamm verdeutlichten die 22 Kommunen, der Regionalverband Ruhrgebiet, der Einzelhandelsverband Westfalen-Münsterland und der Einzelhandelsverband Südwestfalen nochmals ihre Kritik an dem Projekt. Dabei stößt das Vorhaben der Stadt Werl nicht zuletzt auf Unverständnis, da unter Einbeziehung der Stadt Werl ein Regionales Einzelhandelskonzept zum Schutz der Innenstädte erarbeitet worden war – ohne Pläne zur Eröffnung eines FOC. Auch Hamms Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann betonte bei dem Treffen erneut, dass ein FOC auf der „grünen Wiese die Nachfrage nach den wichtigsten Leitsortimenten wie Bekleidung und Schuhen aus den Innenstädten abzieht und die Innenstädte dadurch geschädigt werden“. Weitere Details zu diesem sich aktuell verschärfenden Konflikt finden Sie hier.

Projekt der Woche: „Studentendorf Plänterwald“ – Wohnen im stapelbaren Design-Container
Der Ansatz des Projektes „Studentendorf Plänterwald“ klingt zunächst nicht ungewöhnlich: Um den steigenden Bedarf an studentischem Wohnraum in Berlin decken zu können, hat das Züricher Architekturbüro „Holzer Kobler Architekturen“ einen Entwurf für 400 neue und kostengünstige Wohneinheiten für Studenten im Berliner Stadtteil Treptow erarbeitet. Schaut man sich diesen Entwurf jedoch genauer an, wird das Besondere daran schnell offensichtlich, denn die Studenten sollen nach dem Entwurf der Architekten zukünftig in Frachtcontainern wohnen. Die [Wohn-] Container werden wie Bausteine angeordnet, gestapelt und individuell unterteilt, so dass daraus ein Studentendorf mit 400 Wohncontainern – jeweils mit einer Wohnfläche von jeweils knapp 30 m² – entsteht. Ausführliche Informationen zu diesem ungewöhnlichen Wohnprojekt, das vielleicht ein besonders guter Ansatz zur Überwindung von vor allem temporären Defiziten sein kann, finden Sie hier.

Veranstaltung: „Internationalisierung der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft – Märkte, Akteure, Strategien“
Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung [BBSR] veranstaltet am 13. und 14. Juni 2014 in Bonn gemeinsam mit dem Geographischen Institut der Universität Bonn und dem Arbeitskreis Geographische Wohnungsmarktforschung in der Deutschen Gesellschaft für Geographie die Tagung „Internationalisierung der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft – Märkte, Akteure, Strategien“. Am 13. Juni stehen dabei zunächst die aktuellen Trends des deutschen Wohnungsmarktes im Fokus der Tagung. Neben Fachvorträgen sollen moderierte Gespräche die Möglichkeit bieten, neue wissenschaftliche Erkenntnisse eingehend zu diskutieren. Am zweiten Veranstaltungstag liegt der Schwerpunkt dann auf [neuen] Akteuren und Strategien der Wohnungspolitik und es wird eine Exkursion in die Wohnquartiere im nördlichen Bad Godesberg angeboten. Weitere Informationen und das vollständige Programm der Tagung finden Sie hier.