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03.09.2012

Weitere aktualisierte Beschreibungen nordrhein-westfälischer Stadtumbauprojekte online
In dieser Woche setzen wir, nach kurzer Unterbrechung in den Sommerferien, unsere Reihe aktualisierter Projektbeschreibungen zu Maßnahmen und Projekten des Stadtumbaus in Nordrhein-Westfalen fort. Dabei präsentieren wir Ihnen dieses Mal Projektbeschreibungen aus dem Gladbecker Stadtteil Rentfort-Nord und dem Remscheider Quartier Honsberg, das in den vergangenen Wochen bereits Thema im NewsService war.

Stadtumbau Bochum: Kinder planen neuen Spielplatz in der Hustadt
Im Bochumer Stadtumbaugebiet Hustadt hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan. Dies ist nicht zuletzt den Bürgerinnen und Bürgern in der Hustadt zu verdanken, die sich intensiv in die Planungen zum Umbau und zur Aufwertung des Brunnenplatzes eingebracht haben. Nun wird in unmittelbarer Nähe zum Brunnenplatz ein neuer Spielplatz entstehen. Bei der Gestaltung des Spielplatzes haben dabei auch die „Kleinen“ mitgewirkt: So haben unter anderem Schüler und Kinder der Hufelandschule und der Kitas im Quartier ihre Gestaltungswünsche und Ideen eingebracht. Und so soll auf dem Spielplatz zukünftig ein Piratenschiff und eine Feeninsel entstehen und das Viertel bereichern. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Wesel: Senioreneinrichtung „Nikolas Stift“ soll um Demenzzentrum erweitert werden
Es soll die erste Einrichtung dieser Art in Nordrhein-Westfalen werden: Die Holding „pro homine“ plant in Wesel, die Senioreneinrichtung „Nikolas Stift“ um ein Demenzzentrum zu erweitern. Für das Projekt wurde ein spezielles Wohngruppenkonzept mit dem Schwerpunkt der Alltagsorientierung entwickelt. Dieses Konzept wurde bereits erfolgreich in Weesp nahe Amsterdam umgesetzt, die dortige Modelleinrichtung „De Hogeweyk“ ist über die Grenzen der Niederlande hinaus bekannt. Insgesamt sind zehn eigenständige Wohneinheiten als Hausgemeinschaften für insgesamt 60 Demenzkranke vorgesehen. Auch die Stadt Wesel ist sich bewusst, dass der demographische Wandel und die Zunahme von Demenzkranken alternative und innovative Wohnprojekte erforderlich machen. Nun wird sich der Ausschuss für Stadtentwicklung in dieser Woche eingehend mit den Plänen befassen. Weitere Informationen zu dem Projekt finden Sie hier.

Dorsten-Barkenberg: Große Bürgerumfrage zum geplanten DORV-Laden
Die Machbarkeitsstudie für den geplanten Bürgerladen in Barkenberg wurde bereits erstellt und eine erfolgreiche und tragfähige Umsetzung des Projektes scheint realistisch. Doch die Initiatoren des Projektes wollen nichts dem Zufall überlassen. Aus diesem Grund wird im September eine groß angelegte Bürgerumfrage in 1.400 Haushalten mit 3.500 Bewohnern gestartet, um das Sortiment an die Bedürfnisse der zukünftigen potenziellen Kunden anzupassen. Der Bürgerladen soll nach dem erprobten DORV-Konzept etabliert werden und die Nahversorgungslücke schließen, die in Barkenberg durch die Schließung der Edeka-Filiale entstanden ist. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Projekt der Woche: Energetisch saniertes Baudenkmal „Bürgerhaus Vetschau
Viele Kommunen in Deutschland stehen im Zuge der neuen Klimaschutzpolitik sowie der daraus resultierenden neuen Anforderungen an die Sanierung von Baudenkmälern vor enormen Herausforderungen. Dabei stellt nicht nur die Finanzierung solcher Sanierungsmaßnahmen viele Kommunen vor Probleme, auch die bauliche und technische Umsetzung ist meistens aufwändig und kompliziert. Das 1897 erbaute Bürgerhaus in Vetschau gilt als Vorzeigeprojekt für die gelungene energetische Sanierung eines historischen Baudenkmals. Das ehemalige Gymnasium ist dabei nicht nur nach modernen Maßstäben energetisch saniert, sondern darüber hinaus auch zu einem generationenübergreifenden Bürgerhaus umgenutzt worden. Im Oktober 2011 konnte das neue Bürgerhaus feierlich eröffnet werden. Näheres zu dem Projekt der Woche finden Sie hier.

Video der Woche: Filmbeitrag über den Kampf gegen den Leerstand in der Dülkener Innenstadt
Demographischer Wandel, Konkurrenz durch Einkaufszentren, Strukturwandel, der Verlust von Frequenzbringern – der zunehmende Leerstand in der Innenstadt Dülkens und der Wegfall des Einzelhandels hat viele Ursachen. Die WDR-Lokalzeit berichtet in ihrem kritischen Filmbeitrag aber nicht nur von den Problemen in Dülken, sondern zeigt auch auf, wie man in Dülken versucht, gegen den zunehmenden Leerstand anzukämpfen. Auch im anschließenden Interview mit Prof. Harald Schoelen von der Hochschule Niederrhein wird die Leerstandsproblematik noch einmal näher beleuchtet. Den Link zu diesem Filmbeitrag finden Sie hier.