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03.10.2011

Videorelease: Jugendliche filmen Siegen Geisweid
Wie an dieser Stelle bereits berichtet wurde, führt die Innovationsagentur in Siegen Geisweid seit 2010 ein Modellprojekt zur Kinder- und Jugendbeteiligung am Geisweider Stadtumbau durch. Nach der erfolgreichen Verwirklichung zahlreicher Projektbausteine ist es nun auch an der Zeit, das in enger Zusammenarbeit der Innovationsagentur und Geisweider Jugendlichen entwickelte Filmprojekt vorzustellen. Der fertige Film, für den die Jugendlichen eigens einen Geisweid-Rap geschrieben haben, zeigt nicht nur die als negativ wahrgenommene Situation, in der sich die Jugendlichen in dem Siegener Stadtteil befinden, sondern auch die Bereitschaft der Protagonisten, selbst die Zukunft ihres Stadtteil in die Hand zu nehmen. Somit schließt der Film nach all seiner Kritik an der Stadt und den herrschenden Verhältnissen mit einem ernst gemeinten Freundschaftsangebot an die Stadt Siegen... aber überzeugen Sie sich hier selbst.

Werdohler Stadtumbau jetzt auch mit eigener Internetpräsenz online
Nachdem die Stadt Werdohl mit zahlreichen innovativen Projekten im Stadtteil Ütterlingsen schon lange als eine der erfolgreichen Modellstädte im Rahmen des nordrhein-westfälischen Umbau gelten kann und dieses Image seit einigen Monaten durch den ambitionierten Umbau ihres Bahnhofsgebäudes verfestigt hat, gewinnt nun auch die Erneuerung der gesamten Werdohler Innenstadt im Hinblick auf ihre baulichen und wirtschaftlichen Strukturen an Fahrt: Es wurde nicht nur ein City-Management eingesetzt, seit diesem Wochenende ist dieser Teil des Werdohler Stadtumbaus nun auch mit einer eigenen Internetpräsenz online. Dieses neue Online-Angebot, das von der Innovationsagentur für die Stadt Werdohl entwickelt und gestaltet wurde, gibt in einer übersichtlichen Struktur einen Überblick über Aktivitäten und Angebote des Stadtumbaus und bietet auch die wichtigsten Dokumente für kooperationsinteressierte Bürger, Immobilienbesitzer und Händler gleich zum Download an. Den Link zu dieser neuen Internetpräsenz finden Sie hier.

Demographischer Wandel birgt auch Chancen
Der brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck [SPD] sieht im demographischen Wandel mehr Chancen als Risiken. Der Bevölkerungsrückgang mache das Verlassen altbewährter Pfade und neue Herangehensweisen zur Lösung von Problemen erforderlich. Das Land Brandenburg, das in besonderem Maße mit den Auswirkungen des demographischen Wandels konfrontiert ist, werde zukünftig auf regional angepasste und praktische Lösungsansätze setzen. Dabei müssen vor allem die betroffenen Menschen mit in die Planung integriert werden. So urteilte der Ministerpräsident am vergangenen Montag auf einem Fachforum in der Potsdamer Staatskanzlei. Des weiteren wurde im Rahmen dieses Forums ein Demografie-Netzwerk Brandenburg gegründet, von dessen Erkenntnissen zukünftig auch andere Bundesländer profitieren können. Nähere Informationen über diese zukunftsweisenden Ansätze und Aktivitäten in Brandenburg können Sie hier nachlesen.

Projekt der Woche: Rollende Bank im Weimarer Land
Während Banken auf der einen Seite über eine Straffung ihrer Filialnetze nachdenken müssen, gehen manche Kreditinstitute einen ganz anderen, innovativen Weg. Um unterversorgte Stadtgebiete im ländlichen Raum allen wirtschaftlichen Schwierigkeiten zum Trotz weiter wohnortnah mit Finanzdienstleistungen beliefern zu können, sind in Deutschland seit einigen Jahren so genannte ‚Rollende Banken’ unterwegs, die ganz gezielt Gemeinden in abgelegenen Gebieten ansteuern, um ihre Kunden vor Ort betreuen zu können. Denn gerade die älteren Kunden greifen häufig noch nicht auf neue Möglichkeiten des Online oder Mobile Banking zurück und sind daher auch weiterhin auf dezentrale Angebote angewiesen. Ein Beispiel für ein solches Projekt ist die hier beschriebene rollende Bank im Weimarer Land.

Wirtschaftsförderung für’s Quartier – Möglichkeiten zur Förderung der Stadtteilökonomie
Stadtteilbezogene Wirtschaftsförderung versucht, die spezifischen Potenziale eines Stadtquartiers gezielt zu fördern. Dabei ergänzt sie gesamtstädtische Ansätze um einen besonders geschärften Blick für die Chancen und Probleme vor Ort. Bestandspflege, Ansiedlungsförderung, Netzwerkaufbau Leerstandsmanagement, Imageverbesserung, Qualifizierung und Beschäftigung repräsentieren exemplarisch das vielfältige Spektrum möglicher Handlungsansätze. Im Rahmen der Tagung „Wirtschaftsförderung für’s Quartier“ sollen ausgewählte Ansätze und Maßnahmen einer stadtteilbezogenen Wirtschaftsförderung diskutiert werden. Im Rahmen der am 21. und 22. Oktober in Aachen stattfindenden Fachtagung des Deutschen Verbands für angewandte Geographie [DVAG]-Arbeitskreises Wirtschaftsförderung wird neben anderen erfolgreichen Praxisbeispielen das Quartier Aachen Ost im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen und im Rahmen einer Exkursion besucht werden. Details zu den Inhalten der Veranstaltung und die Anmeldebedingungen gibt es hier.

Bildung, Gesundheit, Pflege – Auswirkungen des demographischen Wandels auf die soziale Infrastruktur
Das Ziel, gleichwertige Lebensverhältnisse in allen Teilräumen des Bundesgebietes herzustellen und zu erhalten, setzt eine flächendeckende Sicherung der Daseinsvorsorge voraus. Eine Kernaufgabe der Raumordnung und Raumentwicklungspolitik ist es, Voraussetzungen für eine regional ausgewogene Teilhabe und Chancengleichheit in Bildung und Gesundheitsversorgung zu schaffen sowie den Zugang zu Einrichtungen sozialer Infrastruktur zu gewährleisten. Planer und Politiker stehen angesichts der demographischen Entwicklung in vielen Teilräumen Deutschlands vor großen Herausforderungen. Besonders ausgeprägt ist der demographische Wandel in vielen ländlichen Räumen. Er verändert vor allem hier die Rahmenbedingungen für die Versorgung mit sozialer Infrastruktur wie Schulen, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Diese Erkenntnis ist nicht neu. Das Thema wird aber meist entweder in spezifischen, regional und sachlich begrenzten Fallstudien untersucht oder, bei umfassenden Ansätzen, eher abstrakt und theoretisch behandelt. Diese Lücken schließt das BBSR seit kurzem durch neue Datenerhebungen und Modellrechnungen. Einige der zentralen Ergebnisse werden nun in der BBSR Berichtsreihe KOMPAKT vorgestellt, die Sie über diesen Link downloaden können.