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04.04.2011

Vom bunten Leben in einer Bausünde. Eine ‚hier und heute Reportage’ zum Tossehof
Der Tossehof in Gelsenkirchen soll schöner werden. Eigentlich ist er eine Bausünde aus den frühen siebziger Jahren. Viel Wohnraum mit ebenso viel Beton wurde auf die damals noch grüne Wiese gesetzt. In der Zwischenzeit ist in dieser Siedlung im Rahmen der laufenden Stadtumbaumaßnahme allerdings viel geschehen, was die Attraktivität und Beliebtheit dieser Siedlung deutlich gesteigert hat. Ein Dreivierteljahr lang hat Reporter Marko Rösseler die Bewohner des Tossehofs begleitet und daraus eine filmische Reportage „über eine Bausünde mit Dorfcharakter und den Traum, dass alles besser werden und aussehen könnte“ produziert. Die Sendung wurde am Samstag, den 2. April 2011, im WDR-Fernsehen ausgestrahlt. Alle Interessierten, die diese Sendung am vergangenen Samstag verpasst haben, können den Filmbeitrag hier auch jetzt noch ansehen.

Arnsberg: Stadtweiter Arbeitskreis für neue generationenübergreifende Wohnformen
Anpassung an familiäre Umbrüche, veränderte soziale Kontakte, demographische Verschiebungen und die Suche nach neuen Formen des Zusammenlebens erfordern eine nachhaltige Veränderung der Wohnungsmarktlandschaft. In vielen Städten finden sich mittlerweile generationenübergreifende gemeinschaftliche Wohnprojekte, die versuchen, hier eine zeitgemäße Antwort zu geben. Allen diesen Projekten gemeinsam ist die Suche nach Menschen, die willens sind, sich gegenseitig in den kleinen Dingen des Alltags zu unterstützen und offen sind, sich auf andere einzulassen. Vor einigen Wochen wurde in Arnsberg ein Wohnprojekteseminar der VHS und des Fachbereichs Planen|Bauen|Umwelt zum Thema "Wohnen in verlässlicher Nachbarschaft für jung und alt" angeboten, mit dem erste Informationen vermittelt wurden. Abgerundet wurde das Seminar durch eine Exkursion nach Dortmund, wo Gelegenheit bestand, bereits bestehende bzw. im Bau befindliche Wohnprojekte zu besichtigen und Gespräche mit BewohnerInnen zu führen. Das rege Interesse an diesem Thema und einer Weiterführung dieses Dialogs hat dazu geführt, dass nun in Arnsberg ein "Offener Arbeitskreis für neue generationenübergreifende Wohnformen" gegründet wurde, der sich regelmäßig jeweils am letzten Dienstag im Monat trifft. Ausführliche Informationen zu dieser neuen Initiative finden Sie hier.

Neue Ausgabe des Newsletters zum Stadtumbau in Lünen erschienen
In der vergangenen Woche ist die mittlerweile 5. Ausgabe des Newsletters zum Stadtumbau in Lünen erschienen. Zum einen enthält er die erfreuliche Nachricht, dass die Stadt Lünen wieder einmal beim Landeswettbewerb „Ab in die Mitte!“ erfolgreich war und im diesjährigen Wettbewerb „INNENhandeln –STADTverwandeln!“ mit ihrem Projekt „Lüner Augenblicke – Aufsehen und Zuhören!“ ausgezeichnet wurde. Darüber hinaus gibt es aber zahlreiche interessante Berichte zum Thema des Verfügungsfonds zur Erneuerung der Lüner Innenstadt und zu weiteren Aktivitäten, die zur Umgestaltung und Aufwertung des Zentrums und vor allem seiner Fußgängerzone unternommen werden. Wir haben den Newsletter hier für Sie zum Download bereitgestellt.

Bochumer Erklärung: GdW warnt vor schleichendem Verfall in Deutschlands Städten und kämpft für den Erhalt der Städtebauförderung
Deutschlands Städte stehen am Scheideweg. Zukunftsorientierter Wandel oder schleichender Verfall. Sozialer Zusammenhalt in starken Bürgerschaften oder soziale Spaltung in überforderten Nachbarschaften. Die für den Haushalt 2012 wiederum drohende Kürzung der Städtebauförderung macht aus Sicht des GdW deutlich, dass im politischen Raum kein Konsens mehr über die gesellschaftspolitische und volkswirtschaftliche Bedeutung starker Städte besteht. "Wir betrachten diese Entwicklung mit Sorge", erklärte Axel Gedaschko, Präsident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen auf der Auftaktpressekonferenz des GdW in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Städtetag in Bochum. Er forderte den Bund auf, zu einer Stadtentwicklungspolitik zurückzukehren, die mit hoher Kontinuität über viele Jahrzehnte und im Konsens aller im Bundestag vertretenen Parteien Deutschlands Städte zu attraktiven und leistungsfähigen Zentren des gesellschaftlichen Lebens gemacht hat. Zu diesem Stadtentwicklungskongress des GdW wurde eine „Bochumer Erklärung“ verfasst, die als Appell an das Bundesbauministerium zur Wiedereinstellung der gestrichenen Haushaltsmittel für die Städtebauförderung gerichtet ist und den wir hier für Sie zum Download bereitgestellt haben.

Kongress „Belebung der Innenstädte – Quartierserneuerung durch private Initativen“
Das Land Niedersachsen fördert seit dem Jahr 2007 mit der „Quartiersinitiative Niedersachsen“, kurz: QiN, die Belebung der Innenstädte. QiN hat zum Ziel, den Abwärtstrend und die Verödung in innerstädtischen Lagen zu stoppen und geht der Frage nach, welche Strategien zur Erhaltung und Weiterentwicklung der Quartiere sich für die Zukunft entwickeln lassen. Auf diese Frage haben 68 Modellvorhaben Antworten gefunden. Das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration lädt nun zu einem Kongress ein, der am Montag, den 2. Mai 2011 in Hannover stattfindet und eine Vielzahl der im Rahmen dieser Politik entwickelten Strategien, Instrumente und Projekte präsentiert. Im Mittelpunkt des Kongresses stehen Erfahrungsberichte aus den QiN-Quartieren. In den Podien „Handels- und Dienstleistungszentren“, „Öffentlicher und privater Raum“ sowie „Kooperative Stadtentwicklung“ werden Leitgedanken und Ergebnisse der Modellförderung in der Diskussion mit kommunalen und privaten Akteuren der QiN-Projekte vorgestellt und von Fachexperten in ihrer Bedeutung für Innenstadt-Quartiere bewertet. Nähere Informationen zu diesem Kongress und zur Anmeldung haben wir hier zum Download bereitgestellt.