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04.10.2010

Innovationsagentur startet neues Modellprojekt zur aktivierenden Jugendbeteiligung in Siegen-Geisweid
Bei der Gestaltung des Stadtumbaus in unseren Städten und Gemeinden kommt Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine vielfach unterschätzte Rolle zu. Städte und Stadtteile müssen zu attraktiven Wohn- und Lebensmittelpunkten gerade für diese Zielgruppe werden, wenn sie nachhaltig entwickelt und stabilisiert werden sollen. Gerade Jugendliche und junge Erwachsene müssen daher verstärkt in die Stadtteilentwicklung und anstehende Erneuerungsprozesse einbezogen werden, um auch bei Ihnen die Identifikation mit ihrem Stadtteil zu fördern und die Bindung an das Quartier zu festigen. Vor diesem Hintergrund führt die Innovationsagentur Stadtumbau NRW in den kommenden Monaten ein Modellprojekt zur aktivierenden Jugendbeteiligung im Siegener Stadtumbau-Gebiet „Geisweid“ durch. Das Modellprojekt wird neue Formen der Aktivierung insbesondere beteiligungsferner Jugendlicher erproben. Dazu wurde ein modulares System innovativer und kreativer Beteiligungsmethoden entwickelt, das im Laufe der nächsten Monate gemeinsam mit den Siegener Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Leben gefüllt wird. Das Konzept zum Modellprojekt haben wir hier als Download für Sie bereitgestellt.

WDR-Thementag „Raus aus der Pleite – Wer rettet meine Stadt?“
Mit einem vielfältigen und umfangreichen Programm hat sich der WDR im Rahmen eines Thementags am 22. September 2010 mit dem Thema der Finanznot der Kommunen und mit kreativen und innovativen Beiträgen zur Schaffung neuer Handlungsfähigkeit befasst. Unter anderem wurde ein Ideenvoting durchgeführt, in dessen Rahmen Bürgerprojekte, die einen Beitrag im Kampf gegen die kommunale Handlungsunfähigkeit leisten, sich einer öffentlichen Abstimmung um das beste Projekt stellen konnten. Der Sieger dieses Wettbewerbs ist das Projekt der Wuppertalbewegung, über das wir bereits mit einer Reportage und einem Video informiert haben. Der Favorit der Innovationsagentur Stadtumbau NRW in diesem Wettbewerb ist allerdings ein Projekt in Viersen: Hier, im Stadtteil Dülken, der durch Tendenzen von Niedergang und wachsenden Ladenleerständen gekennzeichnet war, wurde die „Dülken-Aktie“ eingeführt: Für 100 Euro pro Stück können die Aktien erworben werden und von den Einnahmen baut dann die Dülkener Entwicklungs-AG kleine Geschäftslokale um. Diese Idee hat bereits umfangreiche Verbesserungen und Folgeinvestitionen in Dülken ausgelöst und den neuen Aktionären bereits eine 5%ige Rendite auf ihre Aktien eingebracht – eine Idee also, die man sich wirklich genauer ansehen sollte. Den Link zum WDR-Thementag mit seinen umgangreichen Beiträgen finden Sie hier. Eine Karte mit Links zu allen Bürgerprojekten, die am Wettbewerb teilgenommen haben, können Sie unter dieser Adresse ansehen. Und den Link zu einem Videofilm über das vorbildhafte Projekt in Viersen finden Sie hier.

Projekt der Woche: Wettbewerblicher Dialog Hanau – Innovatives Vergabeverfahren zum Umbau der Innenstadt
Die Stadt Hanau hat im Jahr 2008 einen wettbewerblichen Dialog zur Vergabe umfangreicher Umgestaltungs- und Entwicklungsmaßnahmen in der Innenstadt gestartet. Nach der Festlegung von konkreten Stadtentwicklungszielen und der in den Prozess einzubringenden Liegenschaften wurden in einem mehrstufigen Verfahren mit verschiedenen Bietern zunächst Planungen für das Wettbewerbsgebiet der Hanauer Innenstadt erarbeitet. In weiteren Stufen des Dialogverfahrens wurden die Planungen präzisiert und die Zahl der Bieter reduziert. Anschließend wurden die verbliebenen zwei Unternehmen zur Abgabe eines Angebots aufgefordert und schließlich erhielt das siegreiche Unternehmen den Auftrag, die entwickelten Planungen umzusetzen. Das Verfahren umfasste unter anderem die Errichtung eines Einkaufszentrums, einer Stadtbibliothek und eines Kulturzentrums sowie die Neugestaltung öffentlicher Plätze. Eine ausführliche Beschreibung dieses spannenden Projekts haben wir hier für Sie bereitgestellt.

Auftaktkongress Weißbuch Innenstadt – Starke Zentren für unsere Städte und Gemeinden
Innenstädte und Ortszentren sind die Visitenkarten der Städte und Gemeinden und haben eine tragende Funktion für die Gesamtstadt und die Region. Mit dem „Weißbuch Innenstadt“ beginnt das BMVBS im Rahmen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik einen breiten Diskussionsprozess für die Innenstädte und Ortskerne in Deutschland. Im Mittelpunkt des Prozesses steht der Entwurf eines Weißbuchs Innenstadt, das die Lage und Perspektiven der Stadt- und Ortskerne von kleineren, mittleren und großen Städten und Gemeinden in Deutschland darstellt und Vorschläge zu deren künftiger Entwicklung formuliert. Der Auftaktkongress „Weißbuch Innenstadt: Starke Zentren für unsere Städte und Gemeinden“, der am 20. Oktober 2010 in Berlin stattfindet, dient dem Einstieg in einen Diskussionsprozess zu den vielfältigen Ansprüchen, die an Innenstädte gestellt werden. Das ausführliche Veranstaltungsprogramm finden Sie hier, ein Anmeldeformular steht Ihnen hier zur Verfügung.