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05.05.2008

Der Verein W.I.R. e.V. – „Wohnen Innovativ Realisieren“
Gemeinschaftsorientierte Wohnprojekte könnten im Zuge des demographischen Wandels immer mehr an Bedeutung gewinnen. Sowohl bei älteren Menschen als auch bei Kindern kann die gegenseitige nachbarschaftliche Hilfe sehr wertvoll sein und für Erleichterungen im Alltag sorgen. Der Verein W.I.R e.V. hat unter diesem Akronym das Leitbild „Wohnen Innovativ Realisieren“ verwirklicht und in Eigenregie in Dortmund ein Gemeinschaftswohnprojekt ins Leben gerufen. 2004 konnten die ersten Gebäude bezogen werden, zahlreiche Preise rund um das Wohnprojekt hat das Projekt schon bekommen. Weitere Details lesen Sie wie immer im Projekt der Woche hier.

Die Räume der Kreativszenen. Culturepreneurs und ihre Orte in Berlin
Mit dem Vortrag „Die Räume der Kreativszenen“ wird Dr. Bastian Lange vom Leibniz Institut für Länderkunde in Leipzig auf die Frage eingehen, wie die strukturelle Transformation im Berlin der Nachwendezeit neben wirtschaftlichen auch kulturelle Innovationsprozesse befördert hat. Im Mittelpunkt stehen dabei wissensbasierte kreative Ökonomien, die maßgeblich die Dynamik dieser Stadt bestimmen. Sie wird durch einen neuen Sozialraumtypus bestimmt, den Culturepreneurs, d.h. einen kulturellen Unternehmer, der für die Produktion von sozialen, professionellen und urbanen Räumen verantwortlich ist. An den Orten dieser professionellen Kreativszenen werden Informationen, Wissen und Trends verhandelt. Mehr zur Veranstaltung am 27. Mai in Bochum, die im Rahmen der SURF-Reihe „Metropolregionen in der Wissensökonomie“ stattfindet finden Sie hier.

38. Interkommunaler Erfahrungsaustausch zur Stadterneuerung und Sozialpolitik
Die Stadt Stuttgart blickt auf umfangreiche Erfahrungen in Bezug auf Stadterneuerung und -sanierung zurück. Seit 1972 sind 47 Sanierungsverfahren auf Grundlage des früheren Städtebauförderungsgesetzes und des Baugesetzbuches abgeschlossen worden oder befinden sich in der Durchführung. Weitere 15 Gebiete wurden ohne Satzung im Rahmen von Programmen des Landes und auch der EU gefördert. Aktuell schloss das EU-Projekt „REVIT“ [2003 – 2007] ab, das im Rahmen der Territorialen Zusammenarbeit in Europa für die Konversion eines ehemaligen Güterbahnhofs eingesetzt wurde. Stadtentwicklung und Stadterneuerung bewegen sich in Stuttgart in einem vielfältigen und sehr komplexen Spannungsfeld aus den unterschiedlichsten Handlungsfeldern. Ein anhaltender Struktur- und Funktionswandel führt durch die Verlagerung oder Aufgabe von Nutzungen zu erheblichen Veränderungen im Stadtgefüge, bietet gleichzeitig aber Entwicklungschancen. Trotz einer günstigen wirtschaftlichen Lage der Region Stuttgart konzentrieren sich in einer Reihe von Wohnquartieren soziale Problemlagen. 2008 wurde das sechste Gebiet im Programm „Soziale Stadt“ bewilligt, das sich damit als eine tragende Säule der Stadterneuerung in Stuttgart bestätigt. In diesem Spannungsfeld wird sich der Erfahrungsaustausch mit den Themen integrierte Stadtteilentwicklung, Sanierungs- und Stadterneuerungsgebiete, innerstädtische Entwicklung und Förderprogramme beschäftigen. Weitere Informationen zur Veranstaltung des difu vom 28. – 30. Mai in Stuttgart bekommen Sie hier.

Attraktive Städte und Orte brauchen aktive Zentren – Neues Förderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“
Bund und Länder haben das neue Förderprogramm "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" eingerichtet, um die Kommunen bei der Stärkung ihrer Innenstädte, Stadtteilzentren und Ortskerne zu unterstützen. Zum Auftakt dieses neuen Förderprogramms findet am 28.5.2008 in Berlin die Fachtagung „Attraktive Städte und Orte brauchen aktive Zentren“ statt. Für attraktive Innenstädte, lebenswerte Stadtteil- und Ortsteilzentren müssen viele Akteure aus Bürgerschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung zusammenarbeiten. Bund, Länder und Gemeinden tragen das neue Programm gemeinsam. Deshalb lädt das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung zu dieser Fachtagung zusammen mit der Bauministerkonferenz, dem Deutschen Städtetag, dem Deutschen Städte- und Gemeindebund und dem Deutschen Landkreistag ein. Die Veranstaltung dient der Information über Schwerpunkte, Inhalte und Förderbedingungen des neuen Programms. Darüber hinaus werden Praxisbeispiele zur Stärkung von Stadt- und Ortsteilzentren vorgestellt. Es soll diskutiert werden, welche Erfahrungen für andere Städte und Gemeinden und für das neue Förderprogramm der Städtebauförderung nutzbar sind. Fachleute aus Wissenschaft, Praxis und Verbänden werden Einschätzungen zu Situation, Herausforderungen und Perspektiven der Innenstädte und Stadtteilzentren geben. Nähere Informationen zum Programm finden Sie hier.

3. Internationale Innovationskonferenz der europäischen Metropolregion München
Die Landeshauptstadt München wird am 29. und 30. Mai 2008 die dritte Konferenz für die Innovationsgesellschaft ausrichten. Sie baut damit auf die vorangegangenen Konferenzen in ´s-Hertogenbosch [NL] 2007 und Stockholm [S] 2006 auf. Ziel dieser Konferenzreihe ist es, die Innovationsleistung in den beteiligten Regionen nachhaltig zu intensivieren, die existierenden öffentlichen Strategien und Politiken weiterzuentwickeln sowie Erfahrungen und herausragende Ansätze auszutauschen. Zur Münchner Konferenz 2008 werden Teilnehmer aus den wirtschaftlich und innovativ führenden Metropolregionen Europas erwartet. Sie sind gleichzeitig auch die Forschungs- und Entwicklungszentren, von denen die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit der EU entscheidend abhängen wird. Aufbauend auf den Ergebnissen der bisherigen Konferenzen für die Innovationsgesellschaft wird der thematische Schwerpunkt der Münchner Konferenz auf den Austausch der Erfahrungen in den Regionen gelegt. Weiterführende Informationen bekommen Sie hier.

Buchtipp: Siedlungen der 50er Jahre – Modernisierung oder Abriss?
Nahezu jede größere Stadt in Deutschland verfügt über Geschosswohnungsbestand in homogenen Siedlungen der 50er Jahre. Diese Siedlungen werden bereits jetzt oder aber in nächster Zeit in großem Umfang modernisiert bzw. saniert. Dabei müssen gestiegene Qualitätsanforderungen an den Wohnungsbau berücksichtigt werden. Hieraus ergibt sich die Notwendigkeit von Entscheidungshilfen über Art und Umfang von Sanierungen oder Modernisierungen, Abriss oder Neubau. Der Umgang mit 50er-Jahre-Bausubstanz, insbesondere in Siedlungszusammenhängen, wirft Fragen auf, die über wohnungswirtschaftliche und technisch-bauliche Zusammenhänge weit hinausgehen. Mit ihrem großen Anteil am Wohnungsbestand in Deutschland stellen die 50er-Jahre-Bauten auch einen wichtigen Bestandteil der nationalen und regionalen Baukultur dar. Die derzeit vorhandenen, günstigen Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten werden noch nicht umfassend für eine systematische Modernisierung genutzt - die Möglichkeiten sind noch immer nicht ausreichend bekannt. Das Herausarbeiten von spezifischen Qualitäten einer Siedlung sollte jedem Entscheidungsprozess vorangestellt werden. Mit dieser Forschungsarbeit wurde eine Entscheidungsmatrix entwickelt, die als Grundmodell eines Verfahrens dienen soll. Das Buch von Dieter Selk, Dietmar Walberg und Astrid Holz finden Sie im Fraunhofer IRB Verlag [ISBN: 978-3816774815] für 33,50 €.