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05.08.2013

Quartiersentwicklung in NRW: Neues Online-Angebot des nordrhein-westfälischen Städtebauministeriums
Das nordrhein-westfälische Städtebauministerium hat ein bemerkenswertes neues Informationsangebot zu Fragen der Quartiersentwicklung online gestellt: Mit diesem „Lern- und Lesebuch zur Quartiersentwicklung“ werden anschaulich, umfassend und thematisch sehr gut organisiert Informationen und praktische Hilfestellungen zur integrierten Quartiersentwicklung bereitgestellt. Das neue Online-Lern- und Lesebuch präsentiert gute Projekte aus den Städten und Gemeinden des Landes, bündelt alle informativen Angebote des Landes und beschreibt in Konzepten, Leitfäden und Finanzierungsmöglichkeiten konkrete Handlungsanleitungen. Dabei ist dieses sehr praxisorientierte neue Angebot durchaus als interaktive Internetpräsenz angelegt, die davon lebt, dass auch aus den Städten und Gemeinden des Landes Nordrhein-Westfalen Beiträge erfolgen: Interessierte, die ihr eigenes Projekt dort gerne als ein Beispiel guter Praxis präsentieren wollen oder die sich mit einem Photo aus ihrer eigenen Arbeit an der aktuellen Fotoaktionen zu Quartiersansichten beteiligen möchten, finden auf dieser neuen Internetpräsenz einen Link, der eine einfach Kontaktaufnahme ermöglicht. Zu diesem neuen Internetangebot, das für alle Akteure der gebietsbezogenen Stadterneuerung in NRW sicherlich zu einer zentralen „Homebase für Wissen, Kontakte und Erfahrungsaustausch“ werden wird, finden Sie hier.

Stadtumbau Dortmund: Aufwertung des Friedrich-Ebert-Platzes schreitet voran
Wenn die Umbaumaßnahmen am Friedrich-Ebert-Platz im Dortmunder Stadtteil Hörde abgeschlossen sind, wird sich den Bürgern ein komplett neues Bild bieten. Denn die umfassenden Aufwertungsmaßnahmen des Platzes beinhalten nicht nur eine deutliche Auflockerung und großzügige Begrünung, sondern der Platz wird zukünftig auch die Bedarfe aller Generationen abdecken. So wird der Platz mit Fördermitteln des Programms Stadtumbau West barrierefrei gestaltet und neue Bänke, ein in das Pflaster eingelassenes Schachfeld und ein Trampolin für Kinder gestalten den Friedrich-Ebert-Platz dann auch familienfreundlich. Die Aufwertungsmaßnahmen sollen dann gemeinsam mit dem neu gestalteten Hörder Stadtgarten zur einer deutlichen Steigerung des Freizeitwertes in Hörde beitragen. Weitere Informationen zu diesem Projekt finden Sie hier.

Stadtumbau Bergheim: Minister Groschek zu Besuch in Bergheim-Südwest
Der engagierte Kampf einiger Wohnungsbesitzer aus den Hochhäusern am Berliner Ring in Bergheim hat in der Vergangenheit bereits mehrfach für Schlagzeilen gesorgt. Hier ist es immerhin gelungen, die Eigentümergemeinschaft eines Problemhochhauses zu Handlungsfähigkeit und gemeinsamen Investitionen zu bewegen und so die Sanierung zumindest eines Gebäudes durchzusetzen. Doch der Kampf dieser Aktivisten, die sich im Verein Südwestwind zusammengeschlossen haben, ist noch lange nicht beendet. Noch gibt es weitere Problemimmobilien im Umfeld, die auch weiterhin eine ernsthafte Bedrohung dieses Standortes darstellen. Darum war es doppelt wichtig, das NRW-Bauminister Michael Groschek diesem Projekt nun einen persönlichen Besuch abgestattet hat: Damit wurde nicht nur dem außergewöhnlichen Engagement privater Akteure in Bergheim-Südwest die verdiente Anerkennung zuteil, Minister Groschek sagte auch weiterhin Unterstützung des Landes beim Kampf um eine nachhaltige Erneuerung dieser Wohnsiedlung zu. Ausführlichere Informationen zu diesem bemerkenswerten Projekt und dem Ministerbesuch finden Sie hier.

Stadterneuerung in NRW: Minister Groschek besucht das Kölner Projekt „Mülheim 2020“
In seinem unermüdlich erscheinenden Einsatz für die Städte und Gemeinden des Landes Nordrhein-Westfalen stattete Minister Groschek in der letzten Woche auch dem Kölner Stadtteil Mülheim einen Besuch ab, um sich vor Ort persönlich ein Bild vom Fortschritt des groß angelegten Projektes „Mülheim 2020“ zu machen. Mit diesem Projekt und seinem integrierten und umfassenden Maßnahmenbündel soll die Entwicklung Mülheims, Buchforsts und Buchheims auf den Gebieten Bildung, lokale Wirtschaft und Städtebau nachhaltig gefördert werden. Für 40 Projekte sind bis zum Jahr 2014 insgesamt 40 Millionen Euro aus Mitteln des Bundes, des Landes Nordrhein-Westfalen und der EU verfügbar. Mehr Informationen zu diesem bemerkenswerten Projekt finden Sie hier.

Dortmund: Innovatives Wohnprojekt in Dorstfeld
Anfangs waren die älteren Bewohner der Wohnanlage rund um die Straße „Spickufer" in Dortmund-Dorstfeld noch skeptisch, doch mittlerweile ist das Modellprojekt ein voller Erfolg. Im Rahmen dieses innovativen Projektes haben die Bewohner nämlich nicht nur die Möglichkeit Tablet-PCs zu nutzen, sondern können sich an acht elektronischen Infostelen auch umfangreiche Informationen zum Quartier, zu Busfahrplänen, Apotheken-Notdiensten oder auch zu Angeboten zur Nachbarschaftshilfe beschaffen. Das Projekt wurde gemeinsam von der Düsseldorfer Wohnungs- und Siedlungs-GmbH [WSG] und der Uni Siegen initiiert. Ziel des Projektes ist es, das selbstbestimmte Leben älterer Bewohner zu stärken und zudem die innovative Anwendung verschiedener Kommunikationsmedien auf die Umstrukturierung von Wohnquartieren zu erforschen. In der vergangenen Woche machte sich dann auch NRW-Bauminister Groschek ein Bild vor Ort und war beeindruckt. Er betonte, dass aus Sicht der Landesregierung in den neuen Techniken eine Chance liege, die soziale Infrastruktur innerhalb von Wohnquartieren zu fördern. Weitere Informationen zu diesem Modellprojekt finden Sie hier.

Stadtumbau Bottrop: Positives Fazit nach 100 Tagen Projektbüro „Trapez“
Der „Trapez“-Innenhof in Bottrop wurde Ende der 1970er Jahre vom Stadtarchitekten Bernhard Küppers gestaltet und war einmal ein Vorzeigeprojekt. Doch mittlerweile ist das Design des Innenhofes in die Jahre gekommen und daher wird im Rahmen der Stadtumbaumaßnahmen in Bottrop nun eine umfangreiche Umgestaltung des Areals vorgenommen. Begleitet wird diese Maßnahmen seit etwas mehr als 100 Tagen vom Projektbüro „Trapez“ und die Mitarbeiter ziehen eine durchaus positive Zwischenbilanz. Erste Aufwertungsmaßnahmen konnten bereits durchgeführt werden und bis Mitte des kommenden Jahres soll die Umgestaltung abgeschlossen sein. Dabei wird neben den Anwohnern auch der örtliche Künstlerbund als Partner der Stadt bei der Gestaltung intensiv eingebunden – erste Entwürfe des Künstlerbundes sollen im September in einer großen Ausstellung vorgestellt werden. Weitere Informationen zum „Trapez“-Projekt finden Sie hier.

Stadtumbau Lüdenscheid: „Vermietungsbörse“ soll Standort weiter stärken
Erste Erfolge des Stadtumbaumanagements in Lüdenscheid sind bereits sichtbar und die Umgestaltung der Fußgängerunterführung am Sauerfeld zum „Tunnel des Lichts“ sowie die Aufwertung von Fassaden sind wichtige Schritte zur Stärkung dieses Standortes. Nun will sich das Stadtumbaubüro „Denkfabrik“ durch die Etablierung einer „Vermietungsbörse“ auch verstärkt dem Geschäftsstandort Knapper Straße widmen. Die Börse soll dazu beitragen, die Leerstände am Standort zu verringern. Dazu wird im Stadtumbaubüro zukünftig ein öffentlicher Aushang der verfügbaren Ladenlokale Interessenten einen Überblick über die anmietbaren Gewerbeflächen bieten. Auf Immobiliensteckbriefen werden dann die wichtigsten Informationen zu den jeweiligen Ladenlokalen präsentiert. Zudem werden die betroffenen Eigentümer kontaktiert und das Stadtumbaubüro vermittelt Kontakte zwischen Interessenten und Eigentümern. So hofft man, die Leerstände am Standort deutlich verringern zu können, um den Gesamtstandort nachhaltig zu stärken. Weitere Informationen zu der Vermittlungsbörse finden Sie hier.

Projekt der Woche: „UrbanOase“
Das Pilotprojekt „UrbanOase“ ist eine neue „Urban Gardening“-Bewegung aus dem Dortmunder Unionsviertel und zeigt, wie durch ehrenamtliches und nachbarschaftliches Engagement ein städtischer und mobiler Bürgergarten erfolgreich etabliert werden kann. Das Projekt „UrbanOase“ wurde dabei in enger Kooperation mit dem Quartiersmanagements Rheinische Straße zunächst auf dem Gelände eines beruflichen Trainingszentrums im Unionsviertel initiiert. Im Rahmen der Projektrealisierung wurden dabei zahlreiche Akteure aus dem Quartier – von Kindern und Jugendlichen über Kulturvereine bis hin zu erwachsenen Anwohnern und interessierten Bürgern – intensiv bei dem Anbau und der Pflege von Nutzpflanzen in dem „Urban Garden“ eingebunden. Insbesondere der örtliche Verein „Die Urbanisten e.V.“ war an der Organisation und Durchführung dieses beispielhaften Projektes maßgeblich beteiligt. Weitere Informationen zu diesem beispielhaften Urban Gardening Projekt finden Sie hier.

Transferveranstaltung: „Impulsprojekte im Stadtumbau
Die Bundestransferstelle Stadtumbau Ost lädt am 4. September 2013 in Zusammenarbeit mit der Bundestransferstelle Stadtumbau West im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung [BMVBS] und des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung [BBSR] nach Nordhausen zur Veranstaltung „Impulsprojekte im Stadtumbau“ ein. Schwerpunkt der Veranstaltung wird der gegenseitige Austausch und der Erfahrungstransfer zum Stadtumbau in Deutschland sein. Im Rahmen der Veranstaltung werden unter anderem Impulsprojekte zu den Themenfeldern „Leerstand“ und „Nutzungsvielfalt in Quartieren“ vorgestellt. Weitere Informationen zu der Veranstaltung und das Veranstaltungsprogramm erhalten Sie hier.

Video der Woche: „Haldensleben – Wohnen in der Mitte
Unser Video der Woche „Haldensleben – Wohnen in der Mitte“ zeigt anschaulich die Strategie der Stadt Haldensleben im Landkreis Börde [Sachsen-Anhalt], durch gezielte Aufwertungsmaßnahmen den Kernstadtbereich wieder zu einem attraktiven Wohnstandort zu entwickeln. Schwerpunkte der Aufwertungsmaßnahmen sind dabei die Modernisierung des Bestands und die Schließung von Baulücken. Unser Video der Woche finden Sie hier.