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05.09.2011

Einweihung des neugestalteten St. Urbanus-Kirchplatzes in Gelsenkirchen
In Gelsenkirchen laufen momentan die letzten Bauarbeiten vor der Einweihung des neugestalteten St. Urbanus-Kirchplatzes. Ende dieses Monats ist es dann soweit und der Platz kann am 30. September offiziell den Bürgern zur Nutzung übergeben werden. Im Rahmen der Gelsenkirchener Stadterneuerung konnten hier neben den umfassenden Aufwertungsmaßnahmen, wie der Neugestaltung der Platzoberfläche auch andere Maßnahmen erfolgreich umgesetzt werden. So konnte beispielsweise ein neuer Lebensmittelmarkt angesiedelt werden, der als Kundenmagnet für die nördliche Innenstadt dient und mit dessen Hilfe zahlreiche Leerstände von Ladenlokalen aufgehoben werden konnten. Ausführliche Informationen über das bevorstehende Fest können Sie hier nachlesen. Umfassende Auskunft über die Entwicklungen rund um die St. Urbanus Kirche und darüber wie, der Platz in Zukunft belebt werden soll, erhalten Sie auf der Internetseite der Gelsenkirchener Stadtentwicklung.

Ungewöhnliche Stadtführung: „Verrückte Maßstäbe – La folie des échelles“
Auch in diesem Jahr fand das internationale „across the borders“-Kulturfestival entlang der Route Charlemagne in Aachens Innenstadt statt. Zusätzlich zu den ausgefallenen Kunstaktionen, Konzerten und Inszenierungen wurde dieses Jahr erstmalig auch eine besondere Entdeckungsreise durch die Stadt angeboten. Unter dem Motto „Verrückte Maßstäbe – La folie des échelles“ führte der Aachener Architekt Markus Ulrich interessierte Bewohner durch das im Wandel befindliche Suermondt- und Gasbornviertel. Das besondere an dieser Stadtführung ist, dass die Teilnehmer jeweils mit einer in Signalfarben versehenen Leiter unter dem Arm das Viertel erkunden. Sinn dieser Übung ist es mit den auffälligen Hilfsmitteln über Barrieren wie Mauern, Hecken und Zäune zu gucken und so neue Perspektiven und Verbindungen zu entdecken. Grundlage dieser ungewöhnlichen Stadtführung ist die Auswertung von historischen und aktuellen Kartenmaterialien, die Verborgenes und Verstecktes sichtbar machen. Weitere Hintergrundinformationen über die innovative Stadtführung erhalten Sie über diesen Link. Dort können Sie auch nachlesen, dass neben den beiden im Rahmen des erwähnten Festivals bereits stattgefundenen Terminen, am Sonntag den 11. September eine weitere „Leiterführung“ durch Aachen angeboten wird.

Projekt der Woche: Car-Sharing Bernried
Carsharing, also das gemeinschaftliche und organisierte Nutzen von meist an zentralen Orten stationierten PKWs, hat mittlerweile große Verbreitung gefunden. Beinahe alle größeren deutschen Städte verfügen über entsprechende Angebote. Im ländlichen Raum hingegen ist das Angebot leider noch nicht so weit verbreitet, obwohl Immobilität gerade hier besonders schwerwiegende Konsequenzen für die Betroffenen mit sich bringt, da die Nahversorgungssituation vor Ort häufig kein eigenständiges Leben mehr ermöglicht und die Sicherung der Mobilität existentiell ist. In Benried, einer gut 2.000 Einwohner umfassenden oberbayrischen Gemeinde, gibt es, wie in vielen Gemeinden mittlerweile auch, seit 2002 ein CarSharing-Angebot, womit die Gemeinde lange die kleinste war, die dieses von sich behaupten konnte. Genauere Information gibt es hier, in unserem aktuellen Projekt der Woche.

Flächen ins Netz (FLITZ) - Aktivierung von Gewerbeflächenpotenzialen durch E-Government
Für einen nachhaltigen Umgang mit Gewerbeflächen müssen neben den klassischen Gewerbeflächen auf der „grünen Wiese“ zunehmend untergenutzte Gewerbeareale, Baulücken, Reservegrundstücke sowie Industrie- und Gewerbebrachen in den Blick genommen werden. Um solche Gewerbeflächenpotenziale nutzbar zu machen, spielen Immobilienportale im Netz eine wichtige Rolle. Mit dem praxisorientierten Forschungs- und Entwicklungsprojekt wurde am Fallbeispiel der Stadt Gera eine lokal und regional orientierte Gewerbeimmobilienbörse entwickelt und umgesetzt. Die Difu Veröffentlichung „Flächen ins Netz“ stellt diese Börse vor und zeigt, dass eine erfolgreiche Aktivierung von Gewerbeflächenpotenzialen nur durch das gute Zusammenwirken verschiedener Akteure – Wirtschaftsförderung und Stadtplanung, Immobilienbesitzer, Makler, Immobiliennachfrager – möglich ist. Die Publikation, die Sie über folgenden Link erhalten, beschreibt auch, wie sich die Erfahrungen aus Gera auf andere Städte und Gemeinden übertragen lassen.

Ruhr.2011 – von der Kulturhauptstadt zur Kulturmetropole
Das Kulturhauptstadtjahr war im Ruhrgebiet mit großen Erwartungen verbunden: „Wandel durch Kultur“ sollte es bringen. Kreativwirtschaft sollte neue ökonomische Wachstumsbereiche schaffen. Kultur sollte dieser Region, ein neues Gesicht und Zusammenhalt geben. Als Touristenmagnet herausgeputzt, sollten die Landmarken der Industriekultur die ganze Welt anziehen. Schließlich versprach das Event jede Menge „Nachhaltigkeit“ für die Stadt- und Regionalentwicklung. Nun im Jahr 1 nach der Kulturhauptstadt stellt sich die Frage: Welche Spuren hinterlässt das europäische Kulturfest im Revier? Zusammen mit regionalen und überregionalen Akteuren aus Politik, Kultur und Wissenschaft soll die Veranstaltung „Ruhr.2011 – von der Kulturhauptstadt zur Kulturmetropole“ der Heinrich-Böll-Stiftung zum einen Bilanz ziehen aber auch nach vorne schauen: Welche Netzwerke wirken unabhängig fort? Welche Folgevorhaben stechen hervor? Gelingt es, Orte der Kreativwirtschaft zu etablieren? Welche freien Netzwerke haben sich gebildet? Hat sich aus den Impulsen von 2010 ein kontinuierlicher Schwung für die „Metropole Ruhr“ gewinnen lassen? Formiert sich ein nächstes Dekadenprojekt? Antworten auf diese Fragen können Sie vom 23.-24.9.2011 auf der Veranstaltung im Dortmunder U diskutieren, über die Sie an dieser Stelle weitere Informationen erhalten.

Experimentdays 11
22.9. – 25.9.2011 Deutsches Architektur Zentrum DAZ in Berlin
Gravierende strukturelle Herausforderungen wie die Gentrifizierung der Innenstadtbereiche, eine alternde und stagnierende Bevölkerung sowie eine einseitige Stadtentwicklungspolitik erfordern langfristig gesehen eine Kultur der nachhaltigen Stadtentwicklung: Partizipation und Kommunikation, Gerechtigkeit und Ästhetik, Ökologie – schließlich Lebensqualität in der Stadt. Vor diesem Hintergrund hat der gemeinnützige Verein id22: Institut für kreative Nachhaltigkeit im Jahr 2003 die Initiative „experimentcity“ ins Leben gerufen. Der Schwerpunkt der Initiative ist die Förderung des Erhalts und der Weiterentwicklung einer Vielfalt an kooperativen, ökologischen und bezahlbaren Wohnformen als wesentlicher Beitrag zu den Kulturen einer nachhaltigen Stadtentwicklung. Kernelement von experimentcity sind die EXPERIMENTDAYS: eine jährlich stattfindende Netzwerk- und Diskussionsveranstaltung für Akteure und Interessierte selbstorganisierter und gemeinschaftlicher Wohnprojekte. Ziel der EXPERIMENTDAYS ist die Bekanntmachung der vielfältigen Ansätze und Potenziale des partizipativen Wohnens und der Bedeutung ebensolcher Projekte für zukunftsorientierte Stadtentwicklungskonzepte. Ausführliche Informationen über Inhalte und Teilnahmebedingungen der am 22.-25.9. in Berlin stattfindenden Veranstaltung finden Sie hier.