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05.11.2012

Workshop: Die Anwendung der Instrumente des besonderen Städtebaurechts
In immer mehr Maßnahmen der gebietsbezogenen Stadterneuerung in den Städten und Gemeinden des Landes Nordrhein-Westfalen wächst die Erkenntnis, dass ein verstärkter Einsatz von Instrumenten des besonderen Städtebaurechts notwendig wäre. In größerem Umfang als in den letzten Jahren bereiten daher Kommunen nun auch wieder die Einleitung von förmlichen Sanierungsverfahren vor. Dabei zeigt sich jedoch auch, dass es in der aktuellen Praxis der Stadterneuerung kaum noch konkrete Erfahrungen mit der Anwendung solcher Instrumente gibt. In den meisten Fällen ist dies für die zuständigen Kolleginnen und Kollegen Neuland, das mit großen Unsicherheiten und einer Vielzahl von Fragen behaftet ist. Zur fundierten und belastbaren Klärung solcher Fragen und zur Förderung eines interkommunalen Erfahrungsaustauschs zu diesem Thema veranstaltet die Innovationsagentur Stadtumbau NRW, gemeinsam mit Dr. Jens Wahlhäuser [Fachanwalt für Verwaltungsrecht], am Mittwoch, den 14. November 2012, einen Workshop. Ausführliche Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie hier.

Stadtumbau Altena: Schüler leisten einen Beitrag zum Stadtumbau
Das gemeinsam von der Stadt Altena und der Innovationsagentur Stadtumbau NRW entwickelte Projekt einer Schülerübungsfirma ist erfolgreich an den Start gegangen. Mit diesem Projekt wollen auch Schüler der Stadt Altena einen Beitrag zum Stadtumbau und zur Wiederbelebung der Innenstadt leisten. Sie bieten in ihrem neuen Laden Dienstleistungen, gerade auch für ältere Bürgerinnen und Bürger an, aber auch hilfreiche Informationen für Touristen. Mit diesem Dienstleistungsangebot, das nach und nach weiter ausgebaut werden soll, werden aber noch weitere wichtige Ziele erreicht: Die Schule nutzt diese Schülerübungsfirma durch eine enge Integration in den Lehrbetrieb, um die Schüler ganz praktisch auf das spätere Berufsleben und ein mögliches Unternehmertum vorzubereiten. Und die Schüler verfolgen damit auch das Ziel, sich mit dieser Firma das notwendige Geld für die jährlichen Abiturfeiern zu verdienen. Insgesamt also ein rundum innovatives und im Hinblick auf viele Details mit Sicherheit vorbildhaftes Projekt, zu dem Sie hier weitere Informationen finden.

Stadtumbau Leverkusen: Lob für Entwicklungskonzept Opladen
Im Rahmen der zweiten Bürgerveranstaltung zur kooperativen Erarbeitung des Stadtteilentwicklungskonzeptes Opladen hat die Stadt Leverkusen gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern eine differenzierte Analyse von Problemen und Herausforderungen Opladens erarbeitet. Nun hat sich Siegfried Kuhl, der lange Zeit Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft Opladen [AGO] war, lobend über die bisherigen Ergebnisse geäußert. Hinsichtlich des Ziels der nachhaltigen Aufwertung des Innenstadtbereichs spiegelten die Ergebnisse präzise „Opladens Problematik, die brachliegenden Entwicklungsfelder und greifbaren Chancen" wider. Allerdings betonte er auch, dass nun realisierbare Strategie- und Umsetzungspläne erarbeitet werden müssen und sich dabei insbesondere auch Eigentümer und Vermieter von Ladenlokalen und Wohnungen aktiv einbringen müssen. Näheres dazu finden Sie hier.

Stadtumbau Bochum: Neue Wegeverbindung durch Tunnelbau
Ein neuer Tunnel unter der Alleestraße in Bochum soll zukünftig eine neue Wegeverbindung für Fußgänger und Radfahrer schaffen. So wird für die Bewohner und Bewohnerinnen in Goldhamme und Stahlhausen im Rahmen des Stadtumbaus West die Möglichkeit geschaffen, die Wohn- und geplanten Gewerbebereiche bequem fußläufig oder mit dem Fahrrad zu erreichen. Durch den Umbau eines alten Bahntunnels sowie die Anbindung an den „Grünen Rahmen“ – eine Wegeverbindung, die den Westpark mit dem Stadtumbaugebiet Westend optisch und funktional verbinden soll – wird damit ein weiteres wichtiges Element des Stadtumbaus in Bochum angegangen. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Stadtumbau Remscheid: Diskussion um die Öffnung der Alleestraße nur für Elektro-Autos
Der Kompromissvorschlag der Stadt Remscheid zur geplanten Öffnung der Alleestraße in der Innenstadt nur für Elektro-Autos wird von der Politik kritisch gesehen. Schon lange wird in Remscheid diskutiert, einen Teilabschnitt der Alleestraße für den Verkehr zu öffnen, insbesondere um wieder mehr Leben in den Bereich zu bringen. Laut FDP-Fraktionschef Wolf Lüttinger findet sich in dem aktuellen Vorschlag der Stadt die Idee, mit der Öffnung Leben und Frequenz auf die Allee zu bringen, allerdings nicht wieder. Denn aktuell gibt es in Remscheid lediglich zwölf Elektro-Autos. Wie auch immer die Entscheidung letztlich ausfallen wird, ISG-Geschäftsführer Ralf Wieber fordert in jedem Falle eine zeitnahe Entscheidung, um die Alleestraße möglichst zügig wieder attraktiver zu gestalten. Weitere Informationen zu diesen Diskussionen finden Sie hier.

Stadtumbau Herne: Erste Gelder zur Aufwertung der Stadt bewilligt
Die ersten Fördergelder sind bewilligt, nun kann der Stadtumbau in Herne beginnen. Und die Stadt hat Großes vor: Insgesamt sollen in den kommenden acht bis zehn Jahren über dreißig Maßnahmen zur Aufwertung Hernes mit einem Fördervolumen von etwa 20 Millionen Euro aus Mitteln des Programms Stadtumbau West sowie ca. 90 Millionen Euro privaten Mitteln umgesetzt werden. Damit wird sich das Stadtbild Hernes nachhaltig verändern. Die Aufwertungsmaßnahmen umfassen das gesamte Paket des Stadtumbaus: Geplant ist unter anderem die Aufwertung von Plätzen, Straßen, Spielplätzen und Brachflächen. Darüber hinaus wird ein Fassadenprogramm gestartet und auch die Eröffnung eines Stadtteilbüros zur fachlichen Begleitung der Maßnahmen wird angedacht. Weitere Informationen zu diesen ambitionierten Plänen finden Sie hier.

Stadtumbau Gelsenkirchen: Bundestagsabgeordnete auf den Spuren des Wandels im Revier
Prominenter Besuch aus der Politik in Gelsenkirchen: In der vergangenen Woche besichtigten Bundespolitiker des Unterausschusses für Regionale Wirtschaftspolitik Förder-Projekte und Orte des Strukturwandels in der Stadt. Ziel des Besuchs war es, den gelungen Einsatz von Fördermitteln zur Revitalisierung von Brachflächen und der Neunutzung von Industriebrachen zu besichtigen und zu erfahren, wie Gelsenkirchen den Folgen des Strukturwandels begegnet. Wirtschaftsförderungsdezernent Joachim Hampe begleitete die Abgeordneten durch die Stadt und zeigte Ihnen erfolgreiche Projekte, wie beispielsweise eine Zeche, die zum architektonisch herausragenden Büro-Arbeitsplatz umgewandelt wurde oder die umgesetzten Maßnahmen in der Bochumer Straße. Deutlich wurde dabei auch, dass es zukünftig weiterer Förderung und Mittel bedarf, um die bislang erreichten Fortschritte fortzuführen. Dieser Ansicht war nach dem Rundgang auch der Unterausschuss-Vorsitzende Stephan Mayer [CSU], der bilanzierte, dass die regionale Wirtschaftsförderung erhalten bleiben soll. Weiteres dazu finden Sie hier.

Wohnen in NRW: Geringverdiener finden kaum noch bezahlbaren Wohnraum
Die bundesweite Debatte um die Befreiung der Mieter von den Maklergebühren zeigt nur einen Teilaspekt einer immer dringlicheren Problematik: Dem zunehmenden Mangel an bezahlbaren Wohnraum für Geringverdiener. So stieg die Kaltmiete etwa in Düsseldorf allein im vergangenen Jahr im Schnitt um 6,4 Prozent, in Aachen um 7,7 Prozent und in Münster um 4,4 Prozent, womit sich das Wohnangebot für Geringverdiener in wachsenden Städten rapide verknappt. Stetig steigende Mieten in attraktiven Lagen stehen dabei im Kontrast zu Leerstand und baulichem Verfall in Städten und Gemeinden mit rückläufigen Bevölkerungszahlen. Dabei liegt das Problem nicht zuletzt darin, dass der Wohnungsmarkt extrem differenziert ist und es somit kaum Patentrezepte gibt. Zwar planen einige Kommunen in NRW bereits neue Fördermaßnahmen für Wohnungsbau-Investoren oder Entlastungen für Mieter und junge Familien, ob diese allerdings die strukturellen Probleme langfristig beheben können ist ungewiss. Somit wird die Diskussion um bezahlbaren Wohnraum auch zukünftig noch intensiv geführt werden müssen. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Wohnen in NRW II: Die nordrhein-westfälische Landesregierung plant 3.000 neue Studentenwohnungen
Die nordrhein-westfälische Landesregierung will auf den Mangel an Wohnungen für Studenten im Land reagieren und plant im Zuge eines Sofortprogramms den Bau von 3.000 neuen Studentenwohnungen. Aufgrund des doppelten Abiturjahrgangs drohen in vielen Städten und Gemeinden Engpässe, denen durch die Bauoffensive begegnet werden soll. Die hochschulpolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion, Ruth Seidl, fordert die Kredite von 30 Millionen Euro für die Förderung studentischer Unterkünfte zu verdoppeln und im Gegenzug die Eigenheimförderung zu reduzieren. Zudem sollten die neuen Wohnungen altersgerecht gestaltet werden, um sie auch nach dem mittelfristig absehbaren Rückgang der Studentenzahlen weiter vermarkten zu können. Auch sollten leerstehende Wohnungen in benachteiligten Stadtgebieten aufgewertet werden, um diese Quartiere nachhaltig zu stärken. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Projekt der Woche: „Kommunales Klimaschutz-Aktionsprogramm [KKAP]“
Das Kommunale Klimaschutz-Aktionsprogramm [KKAP] in Neustadt am Rübenberge ist ein Modellprojekt zur umfassenden und exemplarischen Zusammenführung von Klimaschutzaspekten und -maßnahmen und nachhaltiger Stadtentwicklung sowie der anwendungsorientierten Aufbereitung von Themen des Klimaschutzes. Das Aktionsprogramm kombiniert dabei Einzelmaßnahmen in unterschiedlichen Handlungsfeldern wie Mobilität, Siedlungsentwicklung, Nutzung regenerativer Energien und energetischer Gebäudesanierung. Ziel ist es, durch eine optimierte Siedlungsentwicklung und -gestaltung und die planerische Vorbereitung standortgerechter Konzepte zur Erzeugung und Nutzung erneuerbarer Energien sowie Möglichkeiten zur Steigerung der Energieeffizienz und deutlichen Energieeinsparung zu entwickeln. Ausführlichere Informationen zu diesem Projekt der Woche finden Sie hier.

BBSR- Veröffentlichung: StadtKlima – Kommunale Strategien und Potenziale zum Klimawandel
In einer aktuellen Veröffentlichung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung – „Kommunale Strategien und Potenziale zum Klimawandel“ – werden die Anpassungsstrategien an den Klimawandel von neun Modellstädten und deren Schwerpunktsetzungen vorgestellt. Die Ergebnisse wurden dabei systematisch nach Stadträumen, Sektoren und Akteurskonstellationen aufbereitet. Darüber hinaus werden abgeschlossene und laufende Expertisen zum Themenfeld portraitiert. Die vollständige Veröffentlichung steht hier zum Download bereit.

Video der Woche: ‚Young Energies’-Wettbewerbsbeitrag „Kunstrasen
‚Young Energies’ ist ein sehr innovatives Projekt des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung, im dessen Rahmen auch ein Kurzfilmwettbewerb veranstaltet wird. Junge Menschen, die innovative Projekte in ihrer Stadt initiieren, können dabei Kurzfilme einsenden und ihr Projekt vorstellen. In dieser Woche möchten wir Sie auf das Projekt „Kunstrasen“ des gemeinnützigen Vereins „Gesamtkunstkraftwerk“ aufmerksam machen. Eine Gruppe von 17 Studenten hat im Rahmen dieses Projektes ein Open-Air-Konzept entwickelt, mit dem sie auf Brachflächen der Region Open-Air-Konzerte mit jungen Künstlern veranstalten und damit Kunst mit Brachflächen zusammenbringen möchten. Gleichzeitig versuchen die Akteure damit, auf attraktive, aber dennoch ungenutzte Brachflächen aufmerksam zu machen. Mit Erfolg, wie Sie hier sehen können.