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06.10.2008

Workshop: Akquisition und Bewirtschaftung europäischer Fördermittel
Europäische Fördermittel werden in der nordrhein-westfälischen Stadtpolitik immer wichtiger. Dies liegt vor allem daran, dass seit dem so genannten „Mainstreaming“ der Gemeinschaftsinitiative URBAN eine Förderung der integrierten Stadterneuerung im operationalen Programm des Landes Nordrhein-Westfalen fest verankert ist. Daher wird eine immer größer werdende Anzahl von Sozialen Stadt- und Stadtumbau-Projekten zukünftig aus Mitteln des Europäischen Regionalfonds [Ziel 2] kofinanziert. Grund genug für die Innovationsagentur einen Workshop zu organisieren, der über die Möglichkeiten und Rahmenbedingungen der EU-Förderung mit geladenen Experten informieren will. Anhand der Themenblöcke Akquisition, Bewirtschaftung und Abrechnung von Fördermitteln haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, spezifische Einzelfragen zu klären. Darüber hinaus geben Praxiserfahrungen aus der URBAN-Initiative Hinweise auf Anforderungen im täglichen Umgang mit diesen Förderzugängen. Das ausführliche Programm zur Veranstaltung finden Sie hier.

Projekt der Woche: Pro Wohnen – Internationales Wohnen
Die Zahl der Migrantinnen und Migranten, die auch im hohen Alter in Deutschland leben und nicht wieder in ihre Ursprungsländer zurückkehren werden, wird in den nächsten Jahren deutlich zunehmen. Aus diesem Grund ist es wichtig, angepasste Lösungen für ein selbstbestimmtes und würdiges Leben dieser Personengruppe im Alter zu entwickeln. Das Projekt „Pro Wohnen“, das 2006 ins Leben gerufen wurde, versucht mit innovativen Antworten im Stadtteil Oberhausen-Tackenberg den dort lebenden Menschen mit Migrationshintergrund dies zu ermöglichen. Die Projektgruppe besteht dabei aus unterschiedlichen Fachämtern der Stadt Oberhausen, aus dem Netzwerk Tackenberg und aus der WohnBundBeratung NRW. Die Details zu diesem spannenden und vorbildhaften Ansatz können Sie wie immer hier auf unserer Homepage im Projekt der Woche nachlesen.

Tagung: 26. Evangelischer Kirchbautag – Transformationen, Übergänge - gestalten
Kohle und Stahl – zwei Begriffe, die lange das Bild des Ruhrgebiets landschaftlich und in den Köpfen geprägt haben. Heute steht die Region tief im Westen längst für Aufbruch und Wandel. Diese Umstrukturierungen geben auch der Stadt Dortmund ein neues Gesicht. Aus Maloche wird Dienstleistung, aus Industrie wird Kultur. Der öffentliche Raum wandelt sich. Auch Kirchen bekommen neue Bedeutungen und Aufgaben. Gemeinden fusionieren und Kirchengebäude stehen zur Disposition. Der 26. Evangelische Kirchbautag macht diese Transformationen sichtbar. Vom 23. bis 26. Oktober 2008 erforscht er die Situation von Dortmunder Kirchengemeinden und lädt dazu ein, den Funktionswandel der Kirchengebäude aktiv mitzugestalten. Im Fokus des Interesses stehen fünf Dortmunder Gemeinden, die sich im Umbruch befinden. Mit ihren Kirchengebäuden stehen sie vor Aufgaben, die exemplarisch sind für die Probleme vieler anderer Kirchen. Die thematische Bandbreite reicht von ökonomischen Krisen über Integrationsfragen bis hin zum demographischen Wandel. Der Kirchbautag eröffnet allen Interessierten und der Fachwelt die Möglichkeit, Situationen einzuschätzen und interdisziplinär nach Lösungen zu suchen. Weitere Details zur Tagung finden Sie hier.

Seminar: Investitionsbedarf in den Kommunen: Ursachen und Auswirkungen des Investitionsrückstandes, Möglichkeiten der Bedarfsdeckung
Schätzungen des kommunalen Investitionsbedarfs zeigen schon seit langem, dass die Schere zwischen dem Bedarf und den tatsächlich getätigten Investitionen in den meisten deutschen Kommunen groß ist. Der sich daraus ergebende Investitionsrückstand hat in vielen Aufgabenbereichen erhebliche negative Folgen für die Qualität der kommunalen Daseinsvorsorge und führt im Vergleich zu einer optimierten Erhaltungsstrategie der Infrastruktur zu größeren Zusatzbelastungen der kommunalen Haushalte. Auf der Basis der neuen Schätzung des kommunalen Investitionsbedarfs des Difu sollen in dem Seminar vor allem die Fragestellungen behandelt werden, die sich mit den Ursachen des Investitionsrückstandes und den daraus resultierenden Auswirkungen auseinandersetzen. Darüber hinaus werden die demographischen und sonstigen Faktoren, die bei der Ermittlung des Investitionsbedarfs bis 2020 zu beachten sind, genannt sowie Hinweise auf strategische Möglichkeiten gegeben, trotz knapper kommunaler Kassen die kommunale Investitionstätigkeit wieder zu verstärken. In Ergänzung zur Investitionsbedarfsstudie des Difu werden Erfahrungen einzelner Kommunen, gute Beispiele und Überlegungen zu Handlungsmöglichkeiten auf kommunaler Ebene eine wichtige Rolle im Seminar spielen. Weitere Informationen zur Veranstaltung am 27. und 28. Oktober in Berlin erhalten Sie hier.

2. Kongress zur Zukunft der Städtebauförderung von Bund, Ländern und Kommunen
Die Städtebauförderung sorgt seit fast vierzig Jahren erfolgreich mit dafür, dass die Städte und Gemeinden der Bundesrepublik lebenswert sind und sich auf neue Entwicklungschancen und Problemstellungen einstellen können. Angesichts aktueller Themen wie Klimawandel, demographischer Wandel, regional differenzierte Bevölkerungsentwicklungen, sich dynamisch entwickelnde und global orientierende Märkte stellt sich die Frage, ob und in welchem Ausmaß die Städtebauförderung neu justiert werden muss und ob neue Lösungsstrategien nötig sind. Die Programmstruktur der Städtebauförderung wurde laufend an aktuelle Anforderungen angepasst und muss sich auch in Zukunft weiter anpassen. Zum einen, weil sich die Städte und die Problemstellungen ändern. Zum anderen hat sich mit der Föderalismusreform die verfassungsrechtliche "Geschäftsgrundlage" der Städtebauförderung verändert. Mit stärkerem Problembezug, Evaluierung und größerer Transparenz wird auch das Förderinstrument Städtebauförderung grundlegend moderner. Dies ist Anlass für die Bundesregierung, gemeinsam mit Praktikern und Vertretern aus Politik und Wissenschaft die zukünftigen Anforderungen an die Städtebauförderung zu diskutieren. Der Kongress wird am 28. Oktober 2008 in Berlin unter Teilnahme von Bundesminister Wolfgang Tiefensee stattfinden. Weitere Details zur Tagung erhalten Sie hier.

4. Bielefelder Stadtentwicklungstage: Kongress kooperative Stadtentwicklung „Die Musik spielt im Bestand!“
Wie können in die Jahre gekommene Wohnungsbestände den gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen der Zukunft gerecht werden? Mit welchen Elementen kann man vorhandene Quartiere aufwerten und für neue Zielgruppen attraktiv gestalten? Diese und andere Fragen stehen im Mittelpunkt der 4. Bielefelder Stadtentwicklungstage – Kongress zur kooperativen Stadtentwicklung unter dem Motto „Die Musik spielt im Bestand!“ am 29. und 30. Oktober 2008 in Bielefeld. Namhafte Referenten geben Impulse zu einer zukunftsfähigen Bestandsentwicklung. Denn aufgrund der aktuellen demographischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen gewinnt die Entwicklung des Wohnungsbestandes zunehmend an Bedeutung. Vertieft werden die Lösungsansätze durch sechs thematische Workshops. Die BGW [Bielefelder Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft mbH] veranstaltet den Kongress gemeinsam mit der Wohnungswirtschaft Ostwestfalen-Lippe und der Stadt Bielefeld. Weitere Details zum Kongress erhalten Sie hier.

AK Stadtzukünfte und SURF: Wohnungsmarkt und Wohnquartiere im Umbruch – Stadtumbau West in NRW“
Am ersten Veranstaltungstag werden verschiedene Referenten in Bochum über den Stadtumbau West in NRW allgemein berichten. Ergänzt wird dieser Bericht durch Ausführungen zu aktuellen Projekten der öffentlichen Hand sowie der privaten Wirtschaft, aber auch durch Erfahrungen aus dem benachbarten Ausland. Vorab besteht die Möglichkeit, aktuelle Stadtumbauprojekte in Bochum zu besichtigen. Am zweiten Tag wird die Tagung in Wulfen-Barkenberg fortgeführt, wo sie als Fachforum in die von den Bewohnern erarbeitete Ausstellung zur Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Stadtteils Barkenberg eingegliedert ist. Die Restrukturierung von Teilen dieser Großsiedlung mit heute ca. 10.000 Einwohnern erfolgt derzeit im Rahmen des Programms Stadtumbau West und soll 2010 abgeschlossen sein. Das 26. Treffen des AK Stadtzukünfte der Deutschen Gesellschaft für Geographie e.V. findet am Freitag, 21. und Samstag, 22. November 2008 in Bochum und Dorsten-Wulfen statt. Die Tagung wird als Kooperationsveranstaltung gemeinsam mit dem Stadt- und Regionalwissenschaftlichen Forschungsnetzwerk Ruhr [SURF] initiiert. Nähere Informationen erhalten Sie hier.