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06.12.2010

Projekt der Woche: Mehrfamilienhaus Rudolphstraße – Umnutzung eines innerstädtischen Bürogebäudes der 1950er Jahre zu einem Mehrfamilienwohnhaus
Bürogebäude aus der Nachkriegszeit lassen sich in vielen Städten kaum noch oder gar nicht mehr vermieten. Viele dieser Büroimmobilien weisen Mängel beispielsweise in der Objektkonzeption, Funktionalität und Flexibilität sowie beim Image auf. Eine Alternative zur aufwändigen Modernisierung dieser Immobilien stellt ihre Umwidmung zu Wohnhäusern dar. So wurde das denkmalgeschützte, im Jahr 1953 erbaute Bürogebäude in der Rudolphstraße in Münster zu einem Mehrfamilienwohnhaus umgebaut. In dem, in unmittelbarer Nähe des Stadtkerns Münster gelegenen, ehemaligen Bürohaus entstanden acht Eigentumswohnungen mit 66 bis 125 Quadratmetern Wohnfläche. Zielsetzung des Umbaus war es, in enger Absprache mit dem Denkmalamt die Qualitäten zeitgemäßen, innerstädtischen Wohnens zu realisieren, ohne die herausragenden Elemente der bestehenden Architektur zu verwässern. Eine ausführliche Beschreibung dieses interessanten Umnutzungsprojekts haben wir hier für Sie bereitgestellt.

Neue Studie des BBSR zur Reurbanisierung der Innenstadt
Die Innenstadt ist im letzten Jahrzehnt wieder zu einem gefragten Investitionsstandort geworden. Vor allem der Einzelhandel in Gestalt von Shopping-Centern fokussiert sich auf Innenstadtlagen. Dies betrifft nicht nur die Großstädte, sondern auch größere Mittelstädte. Diese Investitionsoffensive wird begleitet durch umfängliche Investitionen der öffentlichen Hand in Kultureinrichtungen und in den öffentlichen Raum in den Stadtzentren. Kleineren Mittelstädten in strukturschwachen Räumen fällt es im Vergleich zu den Großstädten zugleich schwerer, ihre Position im Wettbewerb mit den benachbarten Oberzentren zu behaupten. Vor diesem Hintergrund gibt die Studie “Reurbanisierung der Innenstadt”, die im Rahmen des ExWoSt-Programms des BMVBS und des BBSR erstellt wurde, einen aktuellen, bundesweiten Überblick zum Thema Innenstadtentwicklung. Die Publikation “Reurbanisierung der Innenstadt” steht Ihnen hier als kostenloser Download zur Verfügung.

DIfU-Seminar: „Spielhallen: Trends - Probleme - Steuerungspotenziale“
Probleme, die durch die Zunahme der Spielhallen an Gewicht gewinnen, beschäftigen vermehrt die politischen Gremien der Städte. Bei der kritischen Auseinandersetzung mit den Folgen des aktuellen Spielhallenbooms stehen sowohl sozial- und jugendpolitische Aspekte als auch Trading-Down-Prozesse in zentralen Stadtquartieren und Fehlbelegungen von Gewerbegebieten im Vordergrund. Neben dem exzessiven Umgang mit Geldspielgeräten und dessen Folgen, stehen negative Veränderungen städtischer Lagestrukturen sowie die Verdrängung von Handwerksbetrieben und produzierendem Gewerbe im Blickpunkt. In diesem Zusammenhang diskutiert das DIfU-Seminar „Spielhallen: Trends – Probleme - Steuerungspotenziale“, das am 19. und 20. Januar 2011 in Berlin stattfindet, aktuelle Entwicklungsprozesse, Erfahrungen aus der kommunalen Praxis mit dem gegebenen Steuerungsinstrumentarium sowie verschiedene Möglichkeiten zur Problemlösung. Weitere Informationen und das ausführliche Veranstaltungsprogramm finden Sie hier.