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07.01.2008

Projekt der Woche: Werdohl Ütterlingsen
Das Projekt dieser Woche fokussiert sich diesmal auf das Engagement einer einzelnen Wohnungsbaugesellschaft im Stadtteil Ütterlingsen in Werdohl. Dort besitzt die Woge Werdohl einen großen Bestand an 50-70er Jahre Gebäuden, die nicht mehr den Ansprüchen des Wohnungsmarktes entsprachen und dementsprechend nicht mehr gefragt waren. Durch die starke Eigeninitiative der Woge [Wohnungsbaugesellschaft Werdohl] konnten Fördergelder beantragt und umfangreiche Umbaumaßnahmen vorangetrieben werden. Zusätzlich zu den Umbaumaßnahmen wurden Dienstleistungen rund um das Wohnen eingerichtet. Diese Dienstleistungen richten sich insbesondere an ältere Mensche. Ausführliche Informationen finden Sie hier in unserer Projektbeschreibung.

Veranstaltung: Vor den Vergabegerichten – das Ende des kooperativen Städtebaus?
Der Städtebau heute ist ohne städtebauliche Verträge kaum mehr vorstellbar. Städte und Gemeinden brauchen die Kooperation mit investitionsbereiten Vorhabenträgern und Grundstückseigentümern, um Entwicklungen zu initiieren und zu finanzieren. Vorhabenträger wiederum brauchen Planungsrecht und Planungssicherheit. Anlass der Veranstaltung des difu am 24. Januar in Berlin ist eine Entscheidung des OLG Düsseldorf, die den Verkauf eines Baugrundstücks durch die öffentliche Hand als ausschreibungspflichtige Vergabe einer Baukonzession wertet, weil zugleich in einem städtebaulichen Vertrag eine Bauverpflichtung zur Umsetzung des aufgestellten Bebauungsplans vereinbart wurde. Diese Entscheidung hat sowohl bei den Liegenschaftsverwaltungen als auch in den Bauverwaltungen für erhebliche Verunsicherung gesorgt. Die sich im Anschluss an die Entscheidung des OLG Düsseldorf ergebenden Konsequenzen für die kommunalen Liegenschaftsverwaltungen und für den Abschluss städtebaulicher Verträge sind Gegenstand dieses Brennpunktseminars. Dabei sollen erste Überlegungen in den Städten vorgestellt und rechtlich bewertet werden. Unter anderem sollen die Fragen, unter welchen Voraussetzungen städtebauliche Verträge und Grundstückskaufverträge nach dem Vergaberecht öffentlich auszuschreiben sind, wann es sich um eine entgeltliche Baukonzession handelt und wie Städte und Gemeinden vergaberechtliche Risiken vermeiden können, geklärt werden. Die Anmeldung sowie weitere Informationen finden Sie hier.

Monitoring und Evaluation von kommunalen Integrationsmaßnahmen
Der Nationale Integrationsplan verdeutlicht es erneut: Deutschland ist ein Zuwanderungsland. Eine nachhaltige Integrationspolitik wird daher immer wichtiger. Bei der Umsetzung des breiten Spektrums von Integrationsmaßnahmen sind die Kommunen besonders gefordert. Hier findet das gesellschaftliche Zusammenleben alltäglich statt, und hier muss es auch konkret gestaltet werden. Dabei geht es längst nicht mehr nur um Zuwanderer und ethnische Minderheiten, sondern auch um die Zukunft der Städte und Gemeinden als Ganzes. Erfolgreiche Integrationspolitik ist daher zu einem wichtigen Standortfaktor geworden. Viele Kommunen haben dies erkannt und die oft „pragmatische Improvisation“ durch ein strategisches Integrationsmanagement zu ersetzen versucht. Für die Erfolgskontrolle ist eine Evaluation der eingeleiteten Maßnahmen unverzichtbar. So kann nicht nur aufgezeigt werden, ob die gewünschten Wirkungen auch tatsächlich erzielt worden sind, sondern auch, in welchen Bereichen noch Handlungsbedarf besteht und wie effektiv die bisherigen Maßnahmen waren. Viele Kommunen scheuen allerdings den Aufwand eines konsequenten Integrationsmonitorings. Probleme bereiten vor allem die Definition geeigneter Indikatoren, die Datenlage und die praktische Anwendbarkeit der Verfahren. Das Seminar des difu will vom 18. bis 20. Februar in Berlin unter anderem klären, welche steuerungsrelevanten Indikatoren die wesentlichen Sachverhalte am besten abbilden, wie und wo die erforderlichen Daten beschafft, und wie externe Partner eingebunden werden können. Ausführliche Informationen finden Sie hier.

Fachtagung: Die Zukunft der Stadt erfinden – Chancen und Anforderungen integrierter Stadtteilentwicklung für ein lebenswertes Hamburg
Die integrierte Stadtteilentwicklung ist angetreten, problembelastete Stadtteile zu stabilisieren und die Lebensbedingungen und Chancen der Menschen in diesen Gebieten zu verbessern. Hamburg verfügt über eine langjährige Praxis in der integrierten Stadtteilentwicklung. Als wachsende Großstadt im internationalen Wettbewerb ist die Stadt einem beständigen Wandel unterworfen und im Inneren mit zunehmender sozialer Ausdifferenzierung, Segregation und Polarisierung konfrontiert. Zur Wahrung des sozialen Ausgleichs wurden seit Mitte der 90er Jahre in über 40 Gebieten Hamburgs integrierte Handlungsansätze realisiert. Die Erfolge der integrierten Stadtteilentwicklung sind unbestreitbar. Evaluationen haben aber sowohl in Hamburg als auch in anderen Städten und Bundesländern gezeigt, dass die Praxis und Ergebnisse dem integrativen Ansatz der sozialen Stadtteilentwicklung häufig noch nicht gerecht werden. Mit der auf anderthalb Jahre angelegten Initiative „Lebenswerte Stadt Hamburg“ erprobt die Stadt deswegen zurzeit Wege und Instrumente, um der integrierten Stadtteilentwicklung neue Impulse zu geben. Eine Fachtagung soll einen Beitrag zur handlungsorientierten Weiterentwicklung des integrierten Ansatzes sozialer Stadtteilentwicklung leisten. Aufsetzend auf den Hamburger Erfahrungen und anknüpfend an die Erfahrungen anderer Städte, sollen im Dialog zwischen Praktikern, Wissenschaftlern und Verwaltung die unterschiedlichen Sichtweisen erörtert und gemeinsam neue weiterführende Perspektiven für ein integriertes raumbezogenes Handeln gegen soziale Ausgrenzung und die Spaltung der Stadtgesellschaft formuliert werden. Ausführliche Informationen zur Fachtagung der Stadt Hamburg vom 7. bis 8. Februar finden Sie hier.