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07.02.2011

Veranstaltungsprogramm der Innovationsagentur Stadtumbau NRW für das erste Halbjahr 2011 veröffentlicht
Die Innovationsagentur Stadtumbau NRW hat ihr Veranstaltungsprogramm für das erste Halbjahr 2011 veröffentlicht. In enger Orientierung an den Interessen der Mitgliedsstädte wird mit den monatlichen Workshops ein breites Spektrum an aktuellen Themen und Fragestellungen des Stadtumbaus abgedeckt. Wie schon in der Vergangenheit, werden auch im ersten Halbjahr 2011 neben den Workshops und Informationsveranstaltungen in den Räumen der Innovationsagentur Stadtumbau NRW in Düsseldorf wieder On-site-Workshops in den Mitgliedsstädten durchgeführt, die jeweils mit einer Besichtigung der lokalen Stadtumbaugebiete und -projekte verbunden werden. Den Flyer mit allen Inhalten und Terminen zu den Veranstaltungen der Innovationsagentur Stadtumbau NRW im ersten Halbjahr 2011 finden Sie hier. Detailprogramme werden jeweils 4 Wochen vor Veranstaltungstermin veröffentlicht, Anmeldungen können aber für alle Veranstaltungen ab sofort an info@StadtumbauNRW.de geschickt werden.

Arbeitshilfe zur Vergabe von Leistungen unter Berücksichtigung sozialer und arbeitsmarktlicher Aspekte veröffentlicht
Das Vergaberecht umfasst alle Regelungen und Vorschriften, die das Verfahren für die öffentliche Hand beim Einkauf von Gütern und Leistungen vorschreiben. Ziel des Verfahrens ist ein wirtschaftlicher Einkauf, der durch Wettbewerb sichergestellt werden soll. Außerdem soll durch das Vergabeverfahren verhindert werden, dass der Staat als großer Nachfrager am Markt seine Marktstärke missbraucht. Ein weiteres Ziel ist die Öffnung der europäischen Beschaffungsmärkte in der EU durch transparente und nicht diskriminierende Verfahren für alle potenziellen europäischen Bewerber um öffentliche Aufträge. Mit dem Gesetz zur Modernisierung des Vergaberechts vom 20. April 2009 werden im § 97 Abs. 4 GWB die Artikel 26 bzw. Artikel 38 der europäischen Vergaberichtlinien für Auftragsvergaben umgesetzt. Diese gesetzliche Regelung erweitert die Möglichkeiten für öffentliche Auftraggeber, vergabefremde soziale Zwecke, zu denen auch die Beschäftigung und Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen gehört, in konkrete Vergabeverfahren und Auftragserteilungen einfließen zu lassen. Die Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung mbH [G.I.B. NRW] hat vor wenigen Wochen eine Arbeitshilfe veröffentlicht, die sehr kompetent, differenziert und anschaulich erläutert, wie mit solchen Vergabezielen und -verfahren rechtssicher umzugehen ist. Den Link zum Download dieser Arbeitshilfe haben wir hier für Sie hinterlegt.

Projekt der Woche: Creative Urbans – Kreative Jugendbeteiligung an der niederländischen Stadterneuerung
Die niederländische Stiftung Creative Urbans befaßt sich mit der Vermittlung von Stadterneuerungsprozessen an Schülerinnen und Schüler im Alter von 14 bis 17 Jahren. Die Jugendlichen können im Rahmen von verschiedenen quartiersbezogenen Projekten, mit Hilfe von Profis aus planerischen Berufen, eigene Ideen entwickeln und auf das entsprechende Viertel übertragen. Der Fokus dieser Arbeit bezieht sich dabei auf die kreativen Aspekte der Disziplinen Architektur, Städtebau, Baukunst und Bildender Kunst. Neben der Durchführung der einzelnen in sich abgeschlossenen Projekte haben die Creative Urbans sich zum Ziel gesetzt, ein projektübergreifendes Netzwerk aufzubauen und die Ideen der Jugendlichen in die landesweite Stadterneuerungsdebatte einzubringen. Eine ausführlichere Beschreibung dieses sehr ambitionierten Projektes finden Sie hier.

Kunst im öffentlichen Raum in Gelsenkirchen
Seit gut einem Monat thront die 18 Meter hohe Monumentalskulptur „Herkules“ des Künstlers Markus Lüpertz auf dem Förderturm von Schacht 2 der ehemaligen Zeche Nordstern über Gelsenkirchen-Horst. Neben vielen anderen Kunstwerken im öffentlichen Raum Gelsenkirchens, hat nicht zuletzt die zum Ende des Kulturhauptstadtjahres 2010 aufgestellte Lüpertz Plastik und die damit einhergehende kontroverse Diskussion die Stadt dazu veranlasst, die dritte Folge der städtischen Broschürenreihe „Stadtprofile Gelsenkirchen“ der Kunst im öffentlichen Raum zu widmen. Zusätzlich wird der stellvertretende Leiter des Kunstmuseums Gelsenkirchen und Autor der Broschüre Reinhard Hellrung am Donnerstag, den 28. Februar 2011 um 18.30 Uhr im Kunstmuseum Gelsenkirchen einen Vortrag zum Thema „Herkules und seine Vorgänger – Kunst im öffentlichen Raum in Gelsenkirchen“ halten. Die Broschüre „Stadtprofile Gelsenkirchen – Kunst im öffentlichen Raum“ haben wir hier als Download für Sie bereitgestellt.

Gründung der ISG im Wittener Quartier Obere Bahnhofstraße gescheitert
Im Beratungsgeschäft der Innovationsagentur Stadtumbau NRW wird immer wieder die Frage aufgeworfen, ob die Gründung einer formalen ISG nach dem entsprechenden, noch relativ jungen Gesetz dem Aufbau einer informellen ISG, die auf Freiwilligkeit beruht, vorzuziehen sei. In Witten ist nun der Versuch, eine formale ISG für das Quartier „Obere Bahnhofsstraße“ zu gründen, offensichtlich gescheitert. Mehr als 25% der Immobilieneigentümer haben hier, wie dies vielfach befürchtet wird, durch ihren Widerspruch das Gründungsverfahren zum Erliegen gebracht. Damit wird es nun wohl auch in Witten darauf hinauslaufen, dass die drei geplanten Interessenstandortgemeinschaften eher als freiwillige Zusammenschlüsse von engagierten und vorausschauend handelnden Immobilienbesitzern und Unternehmern gegründet werden. Nähere Informationen zur Situation in Witten finden Sie hier.

Halden-Hügel-Hopping und Bergwandern im Revier für die „Neuen Alten“
Die Gruppe der „Neuen Alten“, eine im Stadtumbau vieldiskutierte und wachsende Zielgruppe, wird nun im Ruhrgebiet mit einem neuen aufregenden Freizeitvergnügen bedacht: Das Projekt „Halden-Hügel-Hopping“ geht auf den Wettbewerb „Erlebnis NRW“ zurück, den das Wirtschaftsministerium ausgelobt hatte. Die Route wird über Halden und natürliche Berge im Revier führen, dabei aber nur ein Höhenprofil wie moderate Bergwanderungen haben, so dass es die Zielgruppe in keinem Fall überfordern oder gesundheitlich gefährden wird. Nähere Informationen zu dieser neuen Freizeitgestaltung für „Neue Alte“ oder all diejenigen, die unausweichlich in diese Zielgruppe hineinwachsen werden, finden sich hier.