News Service Abstandshalter

07.03.2011

Programm zum Workshop „Förderung privater Immobilienbesitzer im Stadtumbau“ online
Mit diesem Workshop kommt die Innovationsagentur Stadtumbau NRW einer Anregung Ihres Lenkungskreises nach, einen praxisorientierten Erfahrungsaustausch zu Wegen, Instrumenten und Beispielen guter Praxis bei der Förderung von Engagement und Investitionsbereitschaft privater Immobilienbesitzer im Stadtumbau zwischen all den Kolleginnen und Kollegen zu organisieren, die in der gebietsbezogenen Stadterneuerung Nordrhein-Westfalens mit dieser nach wie vor schwierigen Aufgabe befasst sind. Auf der Basis dieses Austauschs und der praktischen Zwischenbilanz zu den Erfahrungen mit Förderprogrammen und Beratungsangeboten für private Immobilienbesitzer im nordrhein-westfälischen Stadtumbau werden im Anschluss an den Workshop durch das Team der Innovationsagentur Stadtumbau NRW Handlungsempfehlungen für die kommunale Praxis erstellt und den Kommunen zur Verfügung gestellt. Dieser Workshop ist bereits durch die Vorankündigung auf großes Interesse gestoßen, das sich durch zahlreiche Anmeldungen konkretisiert hat – es sind aber noch Plätze frei und eine Anmeldung [info@StadtumbauNRW.de] ist noch möglich. Das Programm zu diesem Workshop, der am 30. März 2011 in den Räumen der Innovationsagentur Stadtumbau NRW stattfindet, haben wir hier für Sie zum Download bereitgestellt.

Aktuelle Ernst & Young Umfrage bei 300 Kommunen zeigt Sparzwang trotz Aufschwung
Der Wirtschaftsaufschwung beschert den deutschen Kommunen zwar steigende Steuereinnahmen, dennoch setzen die Städte und Gemeinden weiter den Rotstift an und erhöhen zudem in großem Umfang Steuern und Gebühren: 86 Prozent der Kommunen wollen 2011 Steuern und Gebühren erhöhen. Und mehr als jede zweite Kommune [55 Prozent] plant, Leistungen zu reduzieren oder abzuschaffen, etwa im Bereich Straßenbeleuchtung oder bei der Kinder- und Seniorenbetreuung. Die Beseitigung von Schlaglöchern und anderen Frostschäden auf Deutschlands Straßen wird zudem wohl auf sich warten lassen: 45 Prozent der Kommunen planen, Instandhaltungsmaßnahmen für Straßen aufzuschieben. Neuinvestitionen im Straßenbau wollen 40 Prozent der Städte und Gemeinden zurückfahren. Das sind Ergebnisse einer Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young, die auf einer Umfrage unter 300 deutschen Kommunen beruht. Nähere Informationen zu dieser gerade vorgelegten Studie und den Link zum Download einer Kurzfassung der Ergebnisse finden Sie hier.

Projekt der Woche: Ladebalken – Kreative Nutzung und Reaktivierung von Leerständen und Brachen durch Jugendliche in Erfurt
Die Erfurter Stadtentwicklung ist in der Vergangenheit kaum bzw. nur indirekt auf die Wünsche und Vorstellungen ihrer jungen Bewohner eingegangen. So waren Jugendliche innerhalb der Stadtbevölkerung eher eine Randgruppe, die sich mühsam ihre eigenen Nischen erobern musste. Daher wurde das Projekt “ladebalken” durch den Erfurter Plattform e.V. initiiert, der damit die Jugendbeteiligungsstrukturen stärken will. Durch das Angebot von Film-, Audio-, Photo- und Architekturworkshops werden die Jugendlichen im Alter von 14 bis 18 Jahren qualifiziert, eigene kreative Projekte zu planen und durchzuführen. Die Umsetzung der zahlreichen Einzelprojekte wurde durch die Einrichtung eines Jugendfonds’ unterstützt, durch den die jungen Akteure relativ unkompliziert finanzielle Ressourcen nutzen und in die Verwirklichung ihrer Ideen investieren konnten. Die Bandbreite der dadurch ermöglichten Projekte reichte von kulturellen Veranstaltungen über Selbsthilfewerkstätten bis hin zur baulichen Unterstützung eines selbstverwalteten Jugendmusikzentrums. Das Einzelprojekt “ladenhopping”, bei dem leerstehende Ladenlokale umgenutzt wurden, konnte in den zahlreich vorhandenen Leerständen innerhalb der Viertel umgesetzt werden. Das Projekt “Stadtteilgarten” reaktivierte sogar temporär eine große Brachfläche im Erfurter Norden. Eine ausführliche Beschreibung dieses spannenden und anregenden Projektes haben wir hier für Sie bereitgestellt.

Veröffentlichung zum Thema „Partizipation junger Menschen: Nationale Perspektiven und europäischer Kontext
Zum aktuellen Schwerpunktthema der „Projekte der Woche“ und verschiedener Modellprojekte der Innovationsagentur Stadtumbau NRW ist eine interessante Veröffentlichung erschienen, die dieses Thema nun auch in einen europäischen Kontext setzt. Aufbauend auf den Inhalten und Ergebnissen einer Tagung zum Thema „Partizipation junger Menschen im europäischen Kontext“ haben die Veranstalter JUGEND für Europa und das Deutsche Jugendinstitut e.V. nun eine umfangreiche Veröffentlichung vorgelegt, die – als Reader konzipiert – der Vielfalt von Beteiligungsformen junger Menschen in Europa Rechnung trägt. Damit wird auch der Tatsache Rechnung getragen, dass dieses Thema auch auf der europäischen Ebene mit der neuen EU-Jugendstrategie [2010 – 2018] als eines der vorrangigen Aktionsthemen für politische Initiativen auf EU-Ebene definiert wurde. Informationen und eine Möglichkeit zum Download dieser sehr empfehlenswerten neuen Veröffentlichung finden Sie hier.

Neues Qualifizierungsnetz zur Stadtteilarbeit in Hannover mit interessanten Weiterbildungsangeboten
Das neu gegründete Qualifizierungsnetz Stadtteilarbeit Hannover ist ein Verbund aus verschiedenen Trägern, die eigenverantwortlich jeweils 2 Fortbildungsveranstaltungen pro Jahr zu Themen der integrierten Stadtteilarbeit/Stadtteilentwicklung organisieren und durchführen. Durch die geplante Kooperation werden Arbeit & Kosten auf mehrere Schultern verteilt und eine möglichst große Themenvielfalt gewährleistet. Die Teilnahme an den Angeboten ist für alle Interessierten kostenlos. Das erste Halbjahresprogramm dieses neuen Qualifizierungsverbundes zeigt eine ganze Reihe wirklich spannender und interessanter Themen, unter anderem zu den Erfahrungen, die an 7 Modellstandorten mit so genannten „StadtteilAktivKassen“ als gebietsbezogene Budgets zur Förderung bürgerschaftlichen Engagements gemacht werden konnten und zum Thema der „Mikrofinanzierung im Rahmen der Stadtentwicklung. Näheres zu diesem neuen Verbund und zu seinen Veranstaltungen im ersten Halbjahr 2011 finden Sie hier.

„Von Özil kommt der Ball zu Müller“: Dokumentarfilm über zwei multiethnische Stadtviertel während der Fußballweltmeisterschaft
Ein sehenswerter Film hatte kürzlich Premiere in Mannheim, von dem man hoffen kann, dass er – wie angekündigt – nun auch in den Programmkinos weiterer deutscher Großstädte zu sehen sein wird: „Transnationalmannschaft – Von Özil kommt der Ball zu Müller“ heißt der Film und in ihm erzählen 7 Protagonisten aus den in der Planerwelt weithin bekannten Mannheimer Stadtteilen Jungbusch und Filsbach über ihr Erleben der Weltmeisterschaft in ihren Quartieren. Der Film vermittelt über den Umweg „Fußball“ viel über das Leben in einem Stadtteil, in dem mehr als 60% der Bewohner über einen „Migrationshintergrund“ verfügen und wird damit sicher mit der Typisierung der Produzenten als „Heimatfilm, der den heutigen Realitäten in deutschen Großstädten gerecht wird und Fußball feiert“ gut beschrieben. Mehr zu diesem spannenden Filmprojekt und natürlich auch eine erste kleine Preview finden Sie hier.