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07.04.2008

Ein Monitoring-System für den nordrhein-westfälischen Stadtumbau
Die Entwicklung eines Monitoring-Systems für die nordrhein-westfälischen Stadtumbau-Projekte nimmt konkrete Formen an: Am Montag, den 31. März 2008 haben verschiedene Stadtumbau-Kommunen an einem ersten Arbeitstreffen in den Räumen der Innovationsagentur Stadtumbau NRW teilgenommen, in dessen Rahmen die Grundzüge und Elemente dieses Systems festgelegt wurden, das nun von der Innovationsagentur entwickelt und voraussichtlich im 2. Halbjahr 2008 in ausgewählten Städten experimentell eingesetzt wird. Wir werden Sie im NewsService über die weitere Entwicklung des Systems und die ersten Erfahrungen mit seiner Anwendung regelmäßig informieren.

Engagierter Auftakt zum kooperativen Quartiersentwicklungsprozess in Moosfelde
Der Auftakt des kooperativen Quartiersentwicklungsprozesses in Neheim-Moosfelde, eines der Modellprojekte der Innovationsagentur Stadtumbau NRW, konnte am 3. April einen sehr erfolgreichen und engagierten Start verbuchen. Fast 30 Vertreter aus allen gesellschaftlichen Bereichen des Stadtteils demonstrierten in einer sehr sachlichen und fachlich fundierten Diskussion ihr Interesse an ihrem Stadtteil. Innerhalb der Diskussion ergaben sich schon erste deutliche Themenschwerpunkte, wie Wohnen/Wohnumfeld, Integration, Soziales Miteinander und Image, die im weiteren Prozess gemeinsam bearbeitet werden müssen. In der nächsten Sitzung des so genannten Begleitgremiums wird es vor allem darum gehen, gemeinsam mit der Stadt Arnsberg und der Innovationsagentur Stadtumbau NRW die thematischen Workshops vorzubereiten. Sie sollen letztendlich Aufschluss über Stärken und Schwächen des Stadtteils geben und eine Grundlage für spätere Maßnahmen im Stadtumbau bilden.

Remscheid präsentiert erste Ausgabe der Stadtumbau West-Zeitung
Die Aufgaben der Innovationsagentur sind vielfältig. In enger Kooperation mit der Stadt Remscheid und unterschiedlichen Stadtteilinitiativen in den Stadtumbau-Quartieren Kremenholl, Honsberg und Stachelhausen entstand die erste Ausgabe einer Stadtumbauzeitung. Diese erste Ausgabe mit dem Titel „Blickpunkte“ konnte nun der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Neben allgemeinen Informationen über den Stadtumbau West und seinen Auswirkungen auf die Stadt Remscheid, nutzten die Stadtteile die Möglichkeit, sich ausführlich zu präsentieren. Die Innovationsagentur zeigt sich mit dieser neuen Form der Kooperation sowie mit dem gelungenen Produkt sehr zufrieden. Remscheid verfügt aber nicht nur über dieses neue Informationsmedium zum Stadtumbau, sondern auch über ein ansprechendes, ebenfalls durch die Innovationsagentur Stadtumbau NRW entworfenes Logo, das künftig die Arbeit in den drei Stadtteilen ergänzt. Die Erstausgabe der Stadtumbauzeitung können Sie sich in Ruhe auch auf unserer Homepage hier ansehen.

Die Innovationsagentur in Iserlohn: Informationsstand und Moderationen im Rahmen des Aktionstages „Demographischer Wandel“
Bereits zum dritten Mal in Folge veranstaltet die ARD eine Themenwoche, die in diesem Jahr unter dem Titel “Demographischer Wandel - Mehr Zeit zu leben” steht. Den Auftakt zu dieser Woche bildet ein bundesweiter Aktionstag am 19.04.2008, an dem sich in diesem Jahr erstmalig auch die Stadt Iserlohn beteiligt. Die Iserlohner Veranstaltung steht unter dem ergänzten Motto: “Mehr Zeit zu leben - mehr Zeit zu wohnen”. Ziel der Veranstaltung an diesem Tag wird es sein, zukunftweisende Projekte und Fragestellungen der Stadtentwicklung/Wohnungsbestandsentwicklung unter den Vorzeichen des demographischen Wandels vorzustellen und mit einer breiten Öffentlichkeit sowie Experten unterschiedlichster Fachdisziplinen zu diskutieren. Die Veranstaltung bietet unter anderem auch die Möglichkeit, zu ergründen, wie in anderen europäischen Ländern mit dieser Problematik umgegangen wird. Diskussionen mit Studierenden werden ebenso möglich sein, wie mit Wohnungsgesellschaften und anderen Dienstleistern rund um das Thema Wohnen. Die Innovationsagentur wird sich ebenfalls vor Ort präsentieren und neben der Moderation der Diskussionsforen auch einen Input zum Thema „Stadtumbau – zwischen Aufwertung und Abriss – wie werden unsere Städte für die Zukunft fit?“ geben. Weiterführende Informationen zur Anmeldung finden Sie hier.

Projekt der Woche: Koordinierungsstelle Flächenmanagement
Nach dem Motto „Eine Stelle – ein Anlaufpunkt – ein Vermittler“ wurde die Koordinierungsstelle Flächenmanagement in Berlin-Marzahn-Hellersdorf eingerichtet. Besonders in Marzahn und Hellerdorf ist nämlich der Rückgang der Bevölkerung deutlich zu spüren. Viele ehemals genutzte Flächen werden dadurch frei und benötigen zielgerichtete Unterstützung, um übergangsweise Zwischennutzungen zugeführt zu werden. Die neue Koordinierungsstelle ist dabei das neue, ergänzende Instrument zum Liegenschaftsfonds, das als Vermittler zwischen den einzelnen Akteuren fungiert. Neue Pilotprojekte, umfassende Beratungsleistungen und die Öffentlichkeitsarbeit werden von ihr federführend übernommen. Ausführlich können Sie über das Projekt der Woche wie gewohnt hier nachlesen.

Vorankündigung: Fachtagung zum Förderprogramm „Attraktive Stadt- und Ortsteilzentren“
Bund und Länder haben das neue Förderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ eingerichtet, um die Kommunen bei der Stärkung ihrer Innenstädte, Stadtteilzentren und Ortskerne zu unterstützen. Zum Auftakt dieses neuen Förderprogramms findet am 28.5.2008 in Berlin die Fachtagung „Attraktive Städte und Orte brauchen aktive Zentren“ statt. Für attraktive Innenstädte, lebenswerte Stadtteil- und Ortsteilzentren müssen viele Akteure aus Bürgerschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung zusammenarbeiten. Bund, Länder und Gemeinden tragen das neue Programm gemeinsam. Deshalb lädt das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung zu dieser Fachtagung zusammen mit der Bauministerkonferenz, dem Deutschen Städtetag, dem Deutschen Städte- und Gemeindebund und dem Deutschen Landkreistag ein. Die Veranstaltung dient der Information über Schwerpunkte, Inhalte und Förderbedingungen des neuen Programms. Das Tagungsprogramm und die Anmeldeunterlagen werden Mitte April verfügbar sein. Die Teilnahme ist kostenfrei, die Teilnehmerzahl jedoch begrenzt. Sie können sich aber bereits jetzt hier zur Veranstaltung anmelden. In jedem Fall wird die Innovationsagentur Stadtumbau NRW zu dieser Veranstaltung nach Berlin reisen und Sie anschließend über die Präsentationen und Ergebnisse informieren.

Interkommunale Kooperation – neue Impulse durch den demographischen Wandel?
Bereits jetzt zeichnet sich eine Verschärfung des interkommunalen Wettbewerbs um Einwohner durch den demographischen Wandel ab. Zahlreiche Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität der eigenen Stadt wie zum Beispiel die Profilierung als „Familienfreundliche Stadt“, das Inszenieren hochrangiger Events oder Maßnahmen des Standort- und Stadtmarketing weisen in diese Richtung. Zugleich müssen die Kommunen auch zukünftig ein möglichst breites Portfolio von Leistungen im Bereich der Daseinsvorsorge vorhalten. Dazu wird beispielsweise ein umfassenderes Angebot für ältere Menschen gehören, gerade im Bereich der sozialen Infrastruktur. Gleichzeitig müssen weiterhin ausreichende und ansprechende Angebote für Kinder und Jugendliche sowie für junge Erwachsene bereitgestellt werden. Vor allem unter Kostenaspekten ist dies vielfach nur in Kooperation mehrerer Kommunen leistbar. In diesem Spannungsfeld zwischen Konkurrenz und Kooperation gewinnt interkommunale Kooperation an Bedeutung. In diese Kooperationen müssen zukünftig, viel mehr als in der Vergangenheit, auch private Akteure, wie z.B. Unternehmen, einbezogen werden, ebenso die Bürgerinnen und Bürger sowie die bislang noch zu wenig genutzten Potenziale des bürgerschaftlichen Engagements. Das Seminar am 28. und 29. April in Berlin möchte diese Facetten weiter beleuchten und diskutieren. Weitere Informationen zur Veranstaltung des difu bekommen Sie hier.