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07.11.2011

Reportage der Innovationsagentur Stadtumbau NRW: Ergebnisse der Evaluierung zum Programm Stadtumbau West vorgestellt
Im Rahmen eines Kongresses, der den Titel “Stadtumbau West: Motor des Strukturwandels“ trug, wurden am vergangenen Donnerstag in Berlin erste Ergebnisse der in diesem Jahr durchgeführten Evaluierung des Programms Stadtumbau West der Fachöffentlichkeit vorgestellt. Die zentralen Botschaften der Forscher lauten: Das Programm Stadtumbau West hat sich als Leitprogramm der Städtebauförderung bewährt, es sollte mindestens bis zum Jahr 2019 fortgesetzt werden und, um seine volle Wirkung erzielen zu können, sollten von Seiten des Bundes mehr Mittel als aktuell bereitgestellt werden, mindestens das Niveau von 2009 sollte wieder erreicht werden. Mehr Einzelheiten zu den Ergebnissen dieser Evaluierung, die im Frühjahr 2012 als Bericht vollständig veröffentlicht wird, finden Sie hier in einer Reportage der Innovationsagentur Stadtumbau NRW.

Stadtumbau Bochum: Gemeinsam gegen geplante Kürzungen der Städtebauförderungsmittel
Ein Treffen in Bochum widmete sich in der letzten Woche dem gleichen Thema: Dort trafen Stadtbaurat Dr. Ernst Kratzsch und Planungsamtsleiter Eckart Kröck sich mit Abgeordneten des Deutschen Bundestags, um ganz konkret am Beispiel der Bochumer Projekte und Projektpläne deutlich zu machen, was die von Seiten des Bundes geplanten Kürzungen bei den Mitteln für Städtebauförderung konkret vor Ort bedeuten würden und welchen Schaden eine solche – aus Sicht der Kommunen und zahlreicher weiterer Akteure und Akteursgruppen – falsche Entscheidung in den Städten und Gemeinden anrichten würde. Weitere Informationen zu diesem Treffen in Bochum finden Sie hier.

Stadtumbau in Gelsenkirchen: Schöner Tunnelblick
In Gelsenkirchen widmet sich seit der letzten Woche der Graffiti-Künstler Beni Veltum einem Problem, das in der Mehrzahl der Städte und Gemeinden bekannt und vielfach noch ungelöst ist: Dunkle und unansehnliche Unterführungen – unter anderem bekannt und gefürchtet als Angsträume in der Stadt, aber auch ein Ärgernis für alle Akteure eines engagierten Standortmarketings, da sie nicht selten unansehnliche Visitenkarten und düstere erste Eindrücke einer Stadt für Besucher darstellen. In Gelsenkirchen soll in einer solchen Unterführung stattdessen in leuchtenden Farben eine Galerie von Gebäuden, die Gelsenkirchen prägen, entstehen. Mehr zu dieser nachahmenswerten Aktion finden Sie hier.

Öffentliche Expertenanhörung zum Stärkungspakt Stadtfinanzen
An einem aus rheinländischer Sicht für ein solches Thema sehr fragwürdigen Tag, dem 11.11. nämlich, findet in dieser Woche vor dem kommunalpolitischen Ausschuss und dem Haushalts- und Finanzausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags eine öffentliche Expertenanhörung zum Gesetzentwurf der Landesregierung zur Unterstützung der kommunalen Haushaltskonsolidierung im Rahmen des ‚Stärkungspakts Stadtfinanzen’ [Stärkungspaktgesetz] statt. Zur Vorbereitung dieser Anhörung hatte der Landtag einen umfangreichen Fragenkatalog erarbeitet, zu dem zahlreiche Verbände und Akteure nun Stellung nehmen. Die Innovationsagentur Stadtumbau NRW wird diese wichtige Debatte verfolgen und im Rahmen des NewsServices über Verlauf und Ergebnisse berichten.

Projekt der Woche: Zukunft Stadt – Azubis mitten drin!
Mit rund 170.000 Auszubildenden ist der Einzelhandel eine der ausbildungsstärksten Branchen in Deutschland. Viele der Auszubildenden beginnen ihre Lehre in ihrer Heimatstadt, weshalb sie oftmals sowohl über ein differenziertes Wissen über den Einkaufsstandort, als auch über die einkaufsbezogenen Wünsche und Vorstellungen vor allem junger Menschen verfügen. Vor diesem Hintergrund hat der Hauptverband des deutschen Einzelhandels den Ideenwettbewerb “Zukunft Stadt - Azubis mittendrin” ausgelobt, um dieses Wissen und das kreative Potenzial der Auszubildenden in den Einzelhandelsbetrieben zu aktivieren und für die Entwicklung der Städte und Einzelhandelsstandorte zu nutzen. Jeder Wettbewerbsbeitrag musste aus einer Projektbeschreibung sowie einem Umsetzungs- und Finanzierungsplan bestehen. In die Gestaltung des Beitrags durften die Auszubildenden Aktivitäten ihres Betriebes einbeziehen, zentrales Kriterium war jedoch die Kooperation mit anderen Akteuren am gemeinsamen Standort. Im Rahmen einer Jurysitzung wurden dann aus den eingesendeten Beiträgen vier Gewinner ausgewählt, die für die Umsetzung ihrer Projekte mit Geldpreisen unterstützt wurden. Mehr Informationen zu dieser interessanten Initiative finden Sie hier.

Veröffentlichung: Schwerpunktheft der Zeitschrift Städte- und Gemeinderat zum Thema Siedlungsentwicklung
Die Zeitschrift STÄDTE- UND GEMEINDERAT, das monatlich erscheinende Verbandsorgan des Städte- und Gemeindebundes Nordrhein-Westfalen, befasst sich in ihrer Novemberausgabe mit dem Thema „Siedlungsentwicklung“. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Reaktivierung von Brachflächen in Form von Gewerbebrachen und speziell auch Bahnhofsarealen und ihren Potenzialen als Beitrag zur Stadterneuerung. Auch einem aktuellen Stadtumbau West Projekt des Landes Nordrhein-Westfalen, dem „Aufzug zur Altenaer Burg“ als zentralem Baustein der Innenstadtrevitalisierung in Altena, ist ein Beitrag in diesem Heft gewidmet. Den Link zu dieser Veröffentlichung finden Sie hier.