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07.12.2009

Neuer Good Practice Reader ‚Strategisches Leerstandsmanagement’ online
In zahlreichen Kommunen und Stadtumbau West Projekt des Landes wird gewerblicher Leerstand – insbesondere im Bereich von Ladenlokalen – zum immer größeren Problem. Die Innovationsagentur Stadtumbau NRW führt in ihren Mitgliedsstädten verschiedene Projekte zum Leerstandsmanagement durch und hat dabei die Erkenntnis gewonnen, dass entsprechende Ansätze in der Praxis vielfach zu verkürzt sind und dass ein Erfolg nur dann erzielt werden kann, wenn Leerstandsmanagement in eine umfassende lokale Strategie eingebunden ist und auf aktive Unterstützung vor Ort trifft. In einem neuen Good Practice Reader mit dem Titel „Strategisches Leerstandsmanagement - Erfolgreiche Strategien und Projekte zur Reaktivierung von gewerblichen Leerständen und zur nachhaltigen Standortentwicklung“ hat das Team der Innovationsagentur Stadtumbau NRW nicht nur zahlreiche anschauliche und innovative Beispiele präsentiert, sondern auch konzeptionelle und strategische Empfehlungen für entsprechende Projekte verfasst und in übersichtlicher Weise als Arbeitsgrundlage für kommunale Projekte und Akteure aufbereitet. Dieser umfassende neue Good Practice Reader steht hier zum Download für Sie bereit.

Projekt der Woche: Das Pixelhotel in Linz
Die Mitgliedsstädte der Innovationsagentur Stadtumbau NRW, die an der diesjährigen Exkursion zu Projekten des Stadtumbau Ost teilgenommen haben, wissen bereits, dass „Pixelierung der Stadt“ ein interessanter und zukunftsweisender Ansatz im Stadtumbau sein kann. In Linz haben wir nun auch ein Pixelhotel entdeckt: Es besteht aus über das gesamte Stadtgebiet verteilten Zimmern an ungewöhnlichen Orten. Trotz ihrer Umnutzung sollten die Räume ihren eigenen Charakter bewahren, weshalb sehr unterschiedliche Konzepte realisiert wurden. Die Beispiele sind sehr vielfältig: In einem Arbeiterviertel wurde eine Wohnung mit daran angeschlossenem Ladenlokal sowie Garten zum Hotelzimmer umfunktioniert. Auf einem ausrangierten Schleppschiff im Industriehafen wurde ein Zimmer in drei originalgetreu restaurierten Kabinen geschaffen, das den Gästen einen guten Einblick in den historischen Industriestandort ermöglicht. Wichtiger Bestandteil des kreativen Gesamtkonzepts ist die „fliegende Rezeption”, durch die Gäste irgendwo im Stadtgebiet ihren Zimmerschlüssel erhalten. Dadurch müssen Besucher ihr Zimmer selbst suchen, wobei sie – sozusagen vollautomatisch – die Stadt selbständig erkunden. Mehr zu diesem spannenden Projekt finden Sie hier.

Aufnahme des „InnenstadtForums Gladbeck“ in die Projektdatenbank Werkstatt-Stadt
Die vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung getragenen Projektdatenbank „Werkstatt-Stadt“ präsentiert im Internet eine Sammlung erfolgreicher und vor allem innovativer Projekte aus der Städtebaupraxis. Im Oktober 2009 wurde das Gladbecker Projekt „InnenstadtForum“ als vorbildhaftes Projekt zur verstärkten inhaltlichen Positionierung und Attraktivierung eines innerstädtischen Geschäftsstandortes, in die Datenbank aufgenommen. Beim „InnenstadtForum“ handelt es sich um eine Gruppe öffentlicher und privater Akteure, die mit der Projektsteuerung von Maßnahmen und Aktivitäten in der Innenstadt beauftragt wurden. Grundlage für die Arbeit des „InnenstadtForums“ ist ein bereits 1998 erarbeitetes Konzept mit umfangreichen Maßnahmen zur Stärkung des Standorts Innenstadt. Weitere Informationen zu diesem äußerst spannenden Projekt können Sie hier nachlesen.

Modellvorhaben: Jugendliche im Stadtquartier
Bereits im Juni 2009 haben wir Ihnen von dem Projektaufruf „Jugendliche im Stadtquartier“ berichtet, bei dem beispielhafte Konzepte gesucht wurden, mit denen Jugendliche in besonders innovativer Art und Weise in die Entwicklung ihres Stadtquartiers einbezogen werden. Insgesamt haben sich mehr als 20 Projektträger mit einer Vielzahl interessanter Vorschläge für das Modellvorhaben des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung beworben. Die starke Resonanz zeigt den hohen Stellenwert des Themas und bestätigt gleichzeitig den besonderen Bedarf an Innovation in diesem Bereich. Inzwischen wurden 25 Modellvorhaben, in denen experimentelle Strategien zur Einbeziehung Jugendlicher auf den verschiedenen Ebenen der Stadtentwicklung erprobt werden ausgewählt. Nähere Informationen zum Modellverfahren und den ausgewählten Projekten können Sie hier nachlesen.