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08.03.2010

Reportage zur Tagung „Gemeinsam den demographischen Wandel gestalten!"
Der demographische Wandel stellt die Städte des Bergischen Städtedreiecks, wie auch viele andere Kommunen in Deutschland, vor neue Herausforderungen. Um dauerhaft eine gute Versorgung der Bevölkerung in den Städten sicherzustellen und um Kosten zu senken, ist ein abgestimmtes Handeln in der Bergischen Region notwendig. Mit der gemeinsam von der Bergischen Entwicklungsagentur und der Innovationsagentur Stadtumbau NRW durchgeführten Tagung “Gemeinsam den demographischen Wandel gestalten!”, die am 23. Februar 2010 in der Alten Papierfabrik in Wuppertal stattfand, wurde jetzt ein kontinuierlicher Kooperations- und Austauschprozess zu Themen des demographischen Wandels im Bergischen Städtedreieck eingeleitet. Die Tagung sollte das Bewusstsein für das Thema in der Region schärfen und dem Aufbau eines strukturierten Dialogs zu Fragen des Umgangs mit den Herausforderungen des demographischen Wandels auf der kommunalen Ebene dienen. Die wichtigsten Statements und Ergebnisse der Tagung haben wir in einer Reportage aufbereitet, die hier zum Download bereitsteht. Einen ersten visuellen Eindruck von den Diskussionen der Tagung können Sie in unserem Video der Woche hier erhalten.

Seminar: “Spielhallen: Trends – Probleme - Steuerungspotenziale”
Seit der Novellierung der Spielverordnung im Jahr 2006 nimmt die Zahl der Spielhallen sowie die Zahl der Genehmigungsanträge für gewerbliche Spielstätten in den unteren Baurechtsbehörden wieder deutlich zu. Der Boom der Spielhallen rückt daher vermehrt in den Fokus von Politik und Verwaltung. Neben den sozialpolitischen Fragestellungen hat die Zunahme von Spielhallen auch negative Auswirkungen auf ihre Umgebung. So verstärken und beschleunigen sie vielfach Trading-Down-Prozesse in Stadtteilzentren und Nebenlagen. Den Fragen, wie sich die Ansiedlung von Spielhallen planerisch steuern lässt und welches die geeigneten Instrumente sind, geht am 12. April 2010 die Veranstaltung “Spielhallen: Trends – Probleme – Steuerungspotenziale” des Deutschen Instituts für Urbanistik [DIfU] nach. Weitere Informationen sowie das Veranstaltungsprogramm stehen Ihnen hier zum Download zur Verfügung.

Projekt der Woche: Gesundheits- und Pflegenetzwerk
Die Stadt Selb hat ein Konzept für den Auf- bzw. Ausbau eines Gesundheits- und Pflegenetzwerks mit zentralen fachlichen Einrichtungen entwickelt. In einem ersten Schritt wurden Fragen zur Auslastung und Wirtschaftlichkeit vorhandener Einrichtungen, zur Personalsituation, zur Zusammenarbeit der Dienstleister, zum zukünftigen Bedarf sowie Problemen und guten Erfahrungen wurden erörtert und geklärt. Den Kern des Netzwerkes bildet eine zentrale Beratungsstelle, die Informationsangebote rund um die Pflege alter Menschen bietet. Sie verfügt über eine Datenbank aller Anbieter in Stadt und Region, koordiniert Aktivitäten, vernetzt die angebotene Versorgung und vermittelt Hilfsleistungen. Auch kleine Dienstleistungen wie Hilfen beim Einkauf, bei der Wäsche oder der Wohnungsreinigung, werden vermittelt. Die Einrichtungen des Netzwerks wurden vorrangig in leer stehenden Gebäuden untergebracht, um so einen innovativen Umgang mit sozialen und städtebaulichen Herausforderungen zu verknüpfen. Weitere Informationen zu diesem Projekt finden Sie hier.

Modellprojekt „Urbane Strategien zum Klimawandel: Immobilien- und wohnungswirtschaftliche Strategien und Potenziale zum Klimawandel“
Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung [BBSR] sucht gegenwärtig geeignete Pilotprojekte für das neue ExWoSt-Forschungsvorhaben „Immobilien- und wohnungswirtschaftliche Strategien und Potenziale zum Klimawandel“. Gesucht werden Wohnimmobilien, gemischt genutzten und gewerblich genutzten Immobilien mit Klimaschutzstrategien, die über die Betrachtung der Gebäudeebene hinausgehen und weitere räumliche Ebenen beispielsweise das Umfeld, das Quartier sowie die Konzepte der Stadt oder Region einbeziehen. Bewerben können sich privatwirtschaftliche und kommunale unternehmerisch tätige Akteure der Immobilien- und Wohnungswirtschaft zusammen mit ihren Kooperationspartnern aus Energiewirtschaft, Bauwirtschaft, Kommunalverwaltung, Regionalplanung etc. Weitere Informationen zum Forschungsprojekt sowie zur finanziellen Förderung der Pilotstädte finden Sie hier.