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08.06.2009

Modellprojekt: Abschlussdokumentation des Interkommunalen Modellprojektes „Stadtumbau in Südwestfalen“ online
Die Ergebnisse der interkommunalen Zusammenarbeit der acht südwestfälischen Kommunen [Altena, Arnsberg, Brilon, Iserlohn, Kreuztal, Lippstadt, Marsberg und Siegen] zu den Herausforderungen des demographischen Wandels sind von der Innovationsagentur Stadtumbau NRW in einer umfassenden Abschlussdokumentation zusammengefasst worden. Das Dokument erläutert die bearbeiteten Themenbereiche und die daraus resultierenden ersten Lösungsansätze im Detail. Zusätzlich konnten Leitlinien zu den Handlungsfeldern abgestimmt werden, die dazu beitragen sollen, das zukünftige Handeln in der Region zu strukturieren. Darüber hinaus zeigt die Dokumentation die bereits existierenden innovativen Ansätze in den acht Kommunen in Form ausführlicher Projektbeschreibungen, wie mit den neuen Anforderungen, die durch den demographischen Wandel entstanden sind, umgegangen werden kann. Das umfangreiche Dokument erhalten Sie hier auf unserer Homepage.

Reportage: Fünf Jahre Stadtumbau West – Eine Zwischenbilanz
Das „jüngste Mitglied“ der Stadterneuerungsfamilie wird langsam erwachsen. Als das Programm 2004 startete konnte noch niemand die Durchschlagskraft und den Umfang des Programms erahnen. Mittlerweile haben über 300 Kommunen aus Westdeutschland Projekte und Maßnahmen zur Förderung aus dem Programm Stadtumbau West angemeldet. Zeit also, um eine ausführliche Zwischenbilanz zu ziehen. Das facettenreiche Programm des Kongresses zum Stadtumbau am 2. Juni in Dortmund wagte einen Rückblick auf bestehende Projekte und Initiativen, aber auch einen Ausblick auf noch anstehende Aufgaben und Herausforderungen. Bundesminister Tiefensee und NRW-Landesminister Lienenkämper gaben dem Programm gute Zwischennoten und schauten zuversichtlich in die Zukunft. Die Innovationsagentur war für Sie vor Ort, um die zentralen Aspekte des Tages zu dokumentieren. Die ausführliche Reportage zum Kongress erhalten Sie hier.

Blitzlicht: Fassadeninstallationen als Chance im Stadtumbau
In vielen Städten, die sich mit dem Thema Stadtumbau auseinandersetzen, existieren problematische Gebäudestrukturen, die sich negativ auf ihr Umfeld auswirken. In erster Linien entsteht dieser negative Eindruck durch den Leerstand der Immobilien und durch ihren schlechten baulichen Erhaltungszustand. Dieses negative Erscheinungsbild überträgt sich massiv auf die angrenzenden Nutzungen und Entwicklungen. Problematisch wirkt sich zusätzlich die Tatsache aus, dass die Eigentümer dieser Immobilien teilweise nicht mehr ausfindig zu machen sind. Häufig investieren sie kaum noch in ihre Bestände und hoffen darauf, dass ihre Immobilien im Rahmen des Stadtumbaus mit ‘entsorgt’ werden. Kurz und knapp erhalten Sie hier unterschiedliche Möglichkeiten, mit Hilfe von Fassadeninstallationen den öffentlichen Raum und die entsprechenden Gebäude aufzuwerten, um weitergehende negative Entwicklungen von den entsprechenden Quartieren abzuwenden.

Projekt der Woche: Probewohnen in Görlitz
In vielen ostdeutschen Städten ist ein überdurchschnittlich hoher Leerstand gründerzeitlicher Altbauwohnungen und ein vergleichweise niedriger Leerstand in den Großwohnsiedlungen am Stadtrand zu verzeichnen. Die Wohnqualität der gründerzeitlich geprägten Stadtteile in Görlitz wird noch immer deutlich schlechter bewertet als die der Altstadt oder der Großwohnsiedlungen. Das Konzept „Probewohnen“, von der TU Dresden entwickelt, bietet auch für schwer vermittelbare Wohneinheiten in westdeutschen Bundesländern eine innovative Möglichkeit, das Interesse an diesem Wohnungsmarktsegment zu steigern. Denn im Rahmen des Vorhabens werden zwei Gründerzeitwohnungen zum Wohnen auf Probe für interessierte Stadtrand- und Umlandbewohner geöffnet. Die weiteren Details zu diesem spannenden und vorbildhaften Ansatz können Sie wie immer hier auf unserer Homepage im Projekt der Woche nachlesen.

Symposium: Städtebauliche Verträge und Vergaberecht
Das Kartellvergaberecht ist auf städtebauliche Verträge anzuwenden, wenn diese öffentliche Aufträge gemäß § 99 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen [GWB] darstellen. Insbesondere kommunale Grundstücksverkäufe müssen daher europaweit ausgeschrieben werden, sofern aus städtebaulichem Interesse der Gemeinde eine Bauverpflichtung des Investors vereinbart wird. Vor dem Hintergrund der GWB-Novelle 2009 erlangt diese Problematik erneut besondere Aktualität. Das Zentralinstitut für Raumplanung widmet sich im Rahmen seines Symposiums am 24. Juni 2009 in Münster dem Spannungsfeld zwischen Planungsrecht und Vergaberecht. Es werden die vergaberechtlichen Probleme im Zusammenhang mit städtebaulichen Verträgen dargestellt und Lösungen gesucht, damit die Gemeinden trotz der bestehenden Unsicherheit bei städtebaulichen Entwicklungsmaßnahmen handlungsfähig bleiben. Zudem wird auf die Ausschreibungspflicht bei Verträgen über Business Improvement Districts und bei Erschließungsverträgen eingegangen. Weitere Details zur Veranstaltung erfahren Sie hier.

Baukultur Salon: Vilnius 2009 und Tallinn 2011 – Wie antwortet Kulturhauptstadt auf den öffentlichen Raum?
Der elfte Baukultur Salon beschäftigt sich mit der parallel zu Linz stattfindenden Kulturhauptstadt Europas Vilnius 2009 sowie dem estländischen Nachbarn Tallinn 2011. Die beiden unter UNESCO-Weltkulturerbe stehenden baltischen Städte sind im Jahre 2004 Mitglieder der EU geworden. Sie stellen sich nun in den Jahren 2009 und 2011 der Herausforderung, den Titel „Kulturhauptstadt Europas“ mit Leben zu füllen. Der öffentliche Raum bietet für die Bewohner, die Besucher und die Kulturlandschaften dabei eine besondere Bühne. Projekte wie „Kunst an ungewöhnlichen Orten“, „Das neue Gesicht“ oder „Urbane Geschichten“ in Vilnius versuchen, dem kulturellem Anspruch ein einprägsames Bild und eine spürbare Festlichkeit zu verleihen. Weitere Informationen zur Veranstaltung am 25. Juni 2009 im stadtbauraum Gelsenkirchen erhalten Sie hier.