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08.09.2008

Projekt der Woche: Wir lassen die Kirche im Dorf
Die Umnutzung und Neunutzung von nicht mehr benötigten Kirchengebäuden wird in Zukunft nicht nur für das Ruhrgebiet immer wichtiger. Zahlreiche Gemeinden können aufgrund sinkender Mitgliedszahlen ihre Gotteshäuser nicht mehr erhalten. Mit dem Verschwinden eines Kirchengebäudes geht aber meist nicht nur ein geistlicher Mittelpunkt im Quartier verloren, sondern auch ein sozialer und architektonischer. Das Projekt der Woche zeigt diesmal eine Initiative aus Dortmund-Deusen, die in Form eines Vereins die Kirche sprichwörtlich im Dorf lassen will. Neue Nutzungskonzepte und innovative Bauweisen ermöglichen ein weitestgehend selbständiges Umbauen und Betreiben der ehemaligen Kirche. Starke Partner, wie z.B. die Stadt Dortmund oder die Emschergenossenschaft haben bei der finanziellen Unterstützung für das Projekt mitgewirkt. Die Details zu diesem spannenden Ansatz können Sie wie immer hier auf unserer Homepage nachlesen.

Fachtagung: Stadtumbau für Klimaschutz und Energiewende
Die Städte werden in Zukunft tief greifende Einschnitte vornehmen müssen, um den Herausforderungen des Klimawandels begegnen zu können. Es geht dabei um die Anpassung der bestehenden Strukturen und um die Vermeidung weiterer klimaschädigender Entwicklungen. Wie nie zuvor wird das urbane System auf den Prüfstand gestellt und ein neues zukunftsfähiges Modell von Stadt gefordert, wie die „Zero-Carbon-City“, die keine CO2-Emmissionen mehr produziert. Diese Vision nimmt derzeit in den Vereinigten Emiraten in dem Neubau der Stadt Masdar konkrete Gestalt an. Städte spielen als Brennpunkte politischer, kultureller, sozialer und wirtschaftlicher Kräfte eine zentrale Rolle im Kampf gegen den Klimawandel. Sie sind gewissermaßen das Labor für die Zukunft. Deutschland hat sich international in ehrgeizige Klimaschutzprogramme eingebunden, die auch auf EU-Ebene einklagbar und mit Sanktionen belegt sind. 90% der Städte in Deutschland sind jedoch fertig gebaut. Sollen die Klimaschutzziele erreicht werden, muss der Bestand und sein Umbau ins Zentrum der Strategien rücken. Auf dieser Fachtagung am 25.09. in München sprechen Experten über ihre Erfahrungen und stellen sich den Fragen und Diskussionen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Weitere Informationen zur Veranstaltung des isw finden Sie hier.

Interkommunale Kooperation im Stadtumbau
Gegenstand dieser Veranstaltung ist die Vorstellung und Diskussion von Möglichkeiten und konkreten Ansätzen interkommunaler Kooperation als ein wichtiges Themenfeld im Rahmen von Aufwertungsstrategien des Stadtumbaus. Stadtumbauspezifische Themenfelder sind dabei unter anderem die Stärkung der Wohnfunktion in den Innenstädten durch koordinierte Maßnahmen der kooperierenden Städte in den Bereichen Abriss und Aufwertung sowie die gemeinsame Entwicklung einer bedarfsgerechten sozialen und technischen Infrastruktur. In den Blick genommen werden auch Kooperationshemmnisse und Interessenkonflikte auf den unterschiedlichen Interaktionsebenen. Als Veranstaltungsort wurde mit dem Thüringer „Städtedreieck Saalebogen“ eine Region gewählt, die bereits seit mehreren Jahren ein erfolgreiches Regionalmanagement betreibt und dementsprechend auch ihre Stadtumbauprojekte am Leitziel der interkommunalen Kooperation ausrichtet. Um einen möglichst umfassenden Einblick in die Projekte vor Ort zu ermöglichen, stehen am ersten Tag der Veranstaltung in Saalfeld der Wissenstransfer und die fachliche Diskussion im Vordergrund und am zweiten Tag eine Exkursion zu unterschiedlichen Stadtumbau-Projekten der Region. Weitere Informationen zur Veranstaltung der Bundestransferstelle Stadtumbau Ost vom 25.09. bis zum 26.09.2008 erhalten Sie hier.

Forum für Bürger/innenbeteiligung und kommunale Demokratie
Für Kommunen, die eine bürgernahe Politik machen wollen, ist eine aktive Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger an den politischen Entscheidungsprozessen unverzichtbar. Dies gilt umso mehr in Zeiten leerer öffentlicher Kassen, in denen der politische Handlungsspielraum der Kommunen schrumpft und die Unzufriedenheit der Bürgerschaft wächst. Untersuchungen zeigen, dass die Bürgerinnen und Bürger bereit sind, sich stärker in kommunale Belange einzubringen. Diese Bereitschaft findet in der kommunalpolitischen Praxis bisher allerdings nur wenig Widerhall. Das Forum vom 26.-28.09. in Rehburg Loccum untersucht, wie man diese lokale Demokratie erlebbar machen kann und welche Barrieren für eine breite Bürgerschaft existieren. In verschiedenen Werkstätten können die Teilnehmenden strategische Fragen der Bürger/innenbeteiligung erörtern und Lösungen entwickeln. Die Tagung knüpft an die langjährige Zusammenarbeit der Stiftung MITARBEIT und der Ev. Akademie Loccum im Rahmen der Tagung „Modelle und Methoden der lokalen Bürger/innenbeteiligung“ an und setzt diese Zusammenarbeit in neuer Form fort. Weitere Details zur Anmeldung erhalten Sie hier.

Konferenz: Ältere Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in Europa
Der Städtetag Nordrhein-Westfalen beteiligt sich als Partner an der Ersten Europäischen Konferenz "Ältere Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in Europa – von Herausforderungen zu Möglichkeiten". Die Konferenz findet vom 30. September bis 2. Oktober 2008 im World Conference Center in Bonn statt, dem ehemaligen Gebäude des Deutschen Bundestages. Es werden bis zu 500 Teilnehmer aus den Mitgliedsstaaten der EU, von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte und ein internationaler Personenkreis aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft erwartet. Dabei soll sowohl auf der theoretischen Ebene im Rahmen von Fachvorträgen von Expertinnen und Experten aus Politik und Wissenschaft sowie auf der praktischen Ebene durch gute Praxisbeispiele aus den Mitgliedsstaaten ein interessantes Konferenzprogramm geboten werden. In verschiedenen Diskussionsforen werden die unterschiedlichsten Bereiche zur Theorie und Praxis der Integration von älteren Menschen mit Zuwanderungsgeschichte erörtert werden. Weitere Details zur Anmeldung und zur Veranstaltung erhalten Sie hier.

Tagung: Stadtumbau Ost im Umbruch: Zwischen Leitbild und Rendite
Nach sechs arbeitsintensiven Jahren zeichnen sich im „Stadtumbau Ost“ sowohl die Meilensteine wie auch die Kernpunkte der künftigen Herausforderungen ab. Das Leitbild einer lebendigen, vielfältigen Innenstadt und die Strategie eines Rückbaus von außen nach innen finden grundsätzlich auf breiter Basis Zuspruch. Gleichwohl erfordert die Umsetzung verstärkte Anstrengungen zur Ausgestaltung von Prozessen, zur Mobilisierung von Potenzialen und zum Ausgleich von Interessen. Denn der Stadtumbau ab 2009 ist eine diffizile Gratwanderung – zwischen Leitbild und Rendite. Die Tagung „Stadtumbau Ost im Umbruch“ wirft Schlaglichter auf ein breites Spektrum von Problemen und Lösungen. Weitere Details zur Anmeldung zur Veranstaltung des vhw – Bundesverband für Wohneigentum und Stadtentwicklung e.V. - am 9.10. in Berlin erhalten Sie hier.