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08.10.2012

Neues Modellprojekt der Innovationsagentur Stadtumbau NRW: „Kulturentwicklungsplanung Bielefeld Sennestadt“
Gemeinsam mit der Stadt Bielefeld und einer Vielzahl lokaler Akteure hat die Innovationsagentur Stadtumbau NRW ein neues Modellprojekt zum Thema „Kulturentwicklungsplanung Bielefeld-Sennestadt“ begonnen. Als Teil der „Kulturentwicklungsplanung Bielefeld 2013“ soll dieses Modellprojekt einen beispielhaften Ansatz entwickeln und erproben, um innovative kulturelle Aktionen und Angebote gemeinsam mit interessierten Künstlern und Kulturschaffenden in der Sennestadt zu realisieren, die einen Beitrag zur nachhaltigen Quartiersentwicklung leisten können. Das Konzeptpapier zu diesem neuen Modellprojekt haben wir hier für Sie zum Download bereitgestellt.

Stadtumbau Remscheid: Dokumentation der Planungswerkstatt Remscheid Alleestraße veröffentlicht
In Zusammenarbeit mit der Stadt Remscheid hat die Innovationsagentur Stadtumbau NRW eine Dokumentation der Beteiligungs- und Arbeitsergebnisse der Planungswerkstatt Remscheid Alleestraße erstellt, die nun online verfügbar ist. Im Rahmen dieser Planungswerkstatt wurden mit den Gründungsmitgliedern einer zukünftigen ISG, weiteren interessierten Akteuren aus Remscheid und externen Experten in einem kooperativen Arbeitsprozess Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken der Entwicklung des Einzelhandels- und Versorgungsstandortes ‚Alleestraße’ in der Remscheider Innenstadt analysiert und bewertet. Damit wurde eine fundierte Basis geschaffen, die nun als Grundlage für die Entwicklung von kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen zur nachhaltigen Standortentwicklung genutzt werden kann. Die Dokumentation haben wir hier für Sie zum Download bereitgestellt.

Stadtumbau Bochum: „Bürgermilizionäre“ bepflanzen gemeinsam mit Bewohnern Stadtpark
Um „ihren“ Stadtpark aufzuwerten, haben in Bochum so genannte „Bürgermilizionäre“ gemeinsam mit Anwohnern den Stadtpark in Bochum-Grumme in Eigenregie neu bepflanzt. Die engagierten Bürgerinnen und Bürger haben sich dabei von der „Bürgermiliz“ in der Bochumer Innenstadt inspirieren lassen, die ebenfalls städtische Grünflächen in ehrenamtlicher Tätigkeit aufwertet und verschönert. Langfristiges Ziel ist es, Paten für die Blumenbeete zu finden, die sich um regelmäßige Pflege kümmern und so dazu beitragen, eine nachhaltige Aufwertung der Grünflächen zu erreichen. Die konkreten Maßnahmen werden dabei immer in Abstimmung mit dem städtischen Grünflächenamt geplant und umgesetzt. Weitere Informationen zu diesem vorbildhaften bürgerschaftlichen Engagement finden Sie hier.

Stadtumbau Lünen: Neue City-Managerin für den Innenstadtbereich vorgestellt
Mittlerweile ist es zum Trend in den Städten und Gemeinden Nordrhein-Westfalens und einer beliebten Maßnahme des Stadtumbaus geworden: die Einstellung von City-Managerinnen und Managern. Auch die Stadt Lünen hat nun die neue City-Managerin Nicole Pudwell vorgestellt, die zukünftig als Schnittstelle und Koordinatorin aller betroffenen Verwaltungsbereiche agieren wird. Darüber hinaus wird sie für das Stadtmarketing zuständig sein. Nicole Pudwell selbst sieht für die Stadt Lünen großes Potenzial und „hervorragende Strukturen und Akteure“ sowie „eine hohe Naherholungsqualität“. Auf der Grundlage dieser Standortpotenziale will sie in Zukunft das Stadtmarketing in Lünen professionalisieren und so zu einer Stärkung des Innenstadtbereiches beitragen und einen Beitrag zur Erreichung der Ziele des Stadtumbaus in Lünen leisten. Ausführlichere Information finden Sie hier.

Stadtumbau Arnsberg: Planungschef will Bürgerinnen und Bürger stärker für Baukultur begeistern
Im Rahmen der Montagsrunde der Westfalenpost zum Thema „Baukultur“ hat der Arnsberger Planungschef Thomas Vielhaber für die stärkere Berücksichtigung baukultureller Aspekte im Stadtumbau plädiert. Dabei richtete er sein Plädoyer nicht zuletzt auch an die rund 80 Besucher und sagte, dass Baukultur kein Luxus-Thema ausschließlich für wohlhabende Bauherren sei. Laut Vielhaber würden Bürgerinnen und Bürger selbst auch finanziell profitieren, wenn sie auf Qualität und Nachhaltigkeit setzten – nicht immer sei die billigste Maßnahme auch langfristig die günstigste. Die Stadt Arnsberg ist seit Anfang 2012 eine von acht deutschen Kommunen, die sich am „Baukultur“-Forschungsprojekt des Bundesbauministeriums beteiligt. Weitere Information zu der Veranstaltung sowie zu den vielfältigen Diskussionsbeiträgen finden Sie hier.

Oberhausen: Kontroverse Debatte um das Einkaufszentrum „Centro“
In Oberhausen wird aktuell kontrovers darüber diskutiert, welche Auswirkungen das Einkaufszentrum „Centro“ auf die Entwicklung der Innenstadt und anderer Einzelhandelslagen hat. Während das „Centro“ kürzlich um 17.000 Quadratmeter erweitert wurde und der Bereich der „Neuen Mitte“ sich positiv entwickelt, gerät der Innenstadtbereich laut Ansicht des Oberhausener City-Managers Franz Muckel zunehmend in eine „Randlage“. Somit stellt sich in Oberhausen – wie in vielen Städten und Gemeinden – die Frage nach einem übergreifenden zukunftsfähigen Einzelhandelskonzept. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Lüdenscheid: Grünes Licht für die Ansiedlung von „Peek & Cloppenburg“ im Zentrum
Im Gegensatz zu Oberhausen konnte die Stadt Lüdenscheid in der letzten Woche einen Erfolg im Hinblick auf den innerstädtischen Handelsbesatz verbuchen: Mit der Ansiedlung einer neuen „Peek & Cloppenburg“-Filiale im Innenstadtbereich wird dort nun ein wichtiger neuer Frequenzbringen etabliert. Auch wenn es langer Verhandlungen über das Lichtkonzept und die Gestaltungsvorstellungen des Unternehmens bedurfte, ist nun der Weg frei. Letztlich war für die Stadt ausschlaggebend, dass die Ansiedlung an dieser städtebaulich markanten Stelle nun einen „hohen architektonischen Standard“ aufweist und dabei zugleich ein langfristiger Leerstand in exponierter Innenstadtlage verhindert werden kann. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Hattingen: Entwicklung des „Stadtentwicklungskonzeptes 2030“
Vor dem Hintergrund des fortschreitenden demographischen Wandels wurde für die Hattinger Innenstadt ein „Stadtentwicklungskonzept 2030“ erarbeitet, um die Stadt bereits heute auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten. Regine Hannappel, Demographie-Beauftragte der Stadt, verweist dabei unter anderem auf die erheblichen Schrumpfungsprozesse der vergangenen Jahre, die auch zukünftig anhalten werden. Dennoch sind im Rahmen der Stärken-Schwächen-Analyse durchaus positive Standortfaktoren für Hattingen-Mitte ermittelt worden. So verfügt der Innenstadtbereich über ein gutes Nahversorgungsangebot, eine attraktive ÖPNV-Anbindung und ein differenziertes und qualitativ hochwertiges Wohnraumangebot. Dennoch bleibt viel zu tun: Unter anderem mangelt es an barrierefreiem Wohnraum sowie an attraktiven Freiflächen für Jugendliche. Es gilt nun also, gezielte Maßnahmen zu ergreifen, um den Innenstadtbereich fit zu machen für eine attraktive Stadtmitte im Jahr 2030. Mehr Informationen hier.

Innovative Beteiligungskonzepte aus Mühlheim und Viersen
Zwei Konzepte aus Mühlheim und Viersen zeigen neue Wege der Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an Stadtentwicklungs- und stadtpolitischen Prozessen auf. In Mühlheim waren die Bürger aufgerufen, im Rahmen der „Ruhrzilla“-Wochen leerstandsbedingte Missstände zu benennen – sogenannte „Monster“. Begleitet wurde das Projekt von einem umfangreichen Aktions- und Informationsprogramm. Über 300 „Monster“ kamen so letztlich zusammen – eine umfassende Sammlung, auf deren Basis nun Maßnahmen zur Innenstadtaufwertung erarbeitet werden können. Drei Viersener Studenten dagegen haben einen anderen Beteiligungsansatz entwickelt und die interaktive Internetplattform „www.wutpunkte.de“ eingerichtet. Bürger haben auf der Seite die Möglichkeit, „Wutpunkte“ zu verteilen und somit Missstände in ihrer Stadt zu benennen und zu verorten. Die Studenten möchten auf diese Weise Bürger motivieren, sich aktiver in das „politische Geschehen in ihrer Stadt“ einzubringen. Ausführliche Informationen und Ergebnisse zu den „Ruhrzilla“-Wochen finden Sie hier, weitere Informationen über die „Wutpunkte“ und wie einzelne Städte dabei abschneiden, können Sie hier nachlesen.

Projekt der Woche: „Energetisches Quartierskonzept“ Nuthe/Burg
Das „Energetische Quartierskonzept Nuthe/Burg“ der Stadt Luckenwalde ist ein beispielhafter quartiersübergreifender Ansatz zur Erhöhung der Energieeffizienz und Verbesserung der Energiebilanz sowie ein umfassender und nachhaltiger Beitrag zum Klimaschutz. Dabei liegt der Fokus des Konzeptes insbesondere auf der energetischen Sanierung des Wohnbestandes. Im Rahmen der Entwicklung eines integrierten Konzeptes zur Zusammenführung von unsanierten und teilsanierten Gebäuden sowie Sanierungskonzepten für eine Kindertagesstätte und eine Einkaufszentrums wurde ein dreistufiges Verfahren angewendet: neben der energetischen Optimierung einzelner Maßnahmen innerhalb des Quartiers Nuthe/Burg, über räumliche Betrachtungen des gesamten Stadtteils bis hin zu einem langfristig angelegten flächendeckenden, nachhaltigen energetischen Umbaukonzept der Gesamtstadt Luckenwalde, um auf diese Weise eine umfassende Verbesserung der Energiebilanz zu gewährleisten. Näheres zu diesem Projekt der Woche finden Sie hier.

Veröffentlichung des BMVBS: „Zukunft der Städtebauförderung
Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung [BMVBS] hat eine Broschüre zur „Zukunft der Städtebauförderung“ veröffentlicht. Die Broschüre enthält die zentralen Ergebnisse der beiden Werkstattgespräche im Mai und im August diesen Jahres in Berlin, zu denen das BMVBS geladen hatte. Somit bietet die Broschüre einen kompakten Überblick über die Diskussion- und Arbeitsergebnisse der über 70 Vertreterinnen und Vertreter von Bund, Länder, Kommunen und den einschlägigen Verbänden bezüglich der Erfolgsfaktoren der Städtebauförderung sowie Möglichkeiten der Optimierung und Neuausrichtung vor dem Hintergrund neuer Herausforderungen. Die Broschüre können Sie hier herunterladen.

Video der Woche: Filmbeitrag über das Leben im Abrissviertel Duisburg-Bruckhausen
Dieser Filmbeitrag der WDR-Lokalzeit widmet sich dem Leben von Bürgerinnen und Bürgern in Duisburg-Bruckhausen. In dem Viertel werden im Rahmen der baulichen Maßnahmen zur Errichtung eines Grüngürtels aktuell umfassende Abrissarbeiten durchgeführt. Wie sich diese Maßnahmen auf das Leben der letzten im Viertel verbliebenen Bewohnerinnen und Bewohner auswirken, die zum Teil seit über 50 Jahren hier ihre Heimat haben und nun bald ihre Wohnungen verlassen müssen, zeigt der sehenswerte Beitrag des WDR, den Sie hier finden.