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09.06.2008

Dokumentation: Die Sennestadt hat Zukunft!
Der erfolgreiche aktivierende kooperative Leitbildprozess in der Bielefelder Sennestadt ist nun als Gesamtdokumentation bei uns auf der Homepage verfügbar. Knapp ein Jahr hat die Innovationsagentur das Modellprojekt zur kooperativen Leitbildentwicklung in Sennestadt aktiv begleitet. Die engagierten Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers haben in drei thematischen Workshops und in sechs dezentralen Veranstaltungen am Aktionstag ein sehr detailliertes Bild ihres Stadtteils mit Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken gezeichnet. Nicht zu kurz gekommen sind dabei aber auch erste Visionen und konkrete Projektvorschläge zu Aufwertung des Quartiers. Die Dokumentation veranschaulicht den Gesamtprozess und leitet daraus erste Handlungsempfehlungen für die weitere Arbeit mit einem neu einzurichtenden Stadtteilmanagement in Sennestadt ab. Die ausführliche Dokumentation finden Sie hier auf unserer Homepage.

Projekt der Woche: Seniorenspielplatz in Nürnberg
Auch wenn der Begriff „Seniorenspielplatz“ noch merkwürdig in unseren Ohren klingt, zeigen erste Modellprojekte, dass die Nachfrage nach derartigen Freizeitflächen für ältere Menschen durchaus vorhanden ist. In Nürnberg wurden im Rahmen der Einrichtung eines „Seniorenspielplatzes“ einfache Sportgeräte aufgestellt sowie Möglichkeiten zum Schach- oder Bocciaspielen verwirklicht. Die Geräte sind so gestaltet, dass jeder ohne viel Aufwand sie benutzen kann, auch Generationen übergreifende Aktivitäten sind durchaus erwünscht. Viele ältere Menschen können so in ihrem Quartier wieder sportlichen Aktivitäten nachgehen und sich mit anderen Altersgenossen unter freiem Himmel treffen. Weitere Details zu diesem spannenden Ansatz können Sie wie immer hier im Projekt der Woche nachlesen.

Bundestransferstelle Stadtumbau West eingerichtet
In Anlehnung an die für die Programmbereiche „Soziale Stadt“, „Städtebaulicher Denkmalschutz“ und „Stadtumbau Ost“ bestehenden Transferstellen und in Anknüpfung an die wissenschaftliche Begleitung des ExWoSt-Forschungsfeldes Stadtumbau West wurde im Auftrag des BMVBS und des BBR eine Bundestransferstelle zum Programmbereich „Stadtumbau West“ eingerichtet. Damit wird zur Begleitung und Betreuung des Programms Stadtumbau West ein programmspezifisches Kompetenzzentrum geschaffen, das wie die Forschungsagentur von der FORUM GmbH in Oldenburg ausgestaltet wird. Weitere Bausteine der Begleitforschung sind die Durchführung einer Befragung von Kommunen im Programm Stadtumbau West und eine Fortschrittsuntersuchung zu den Pilotvorhaben aus dem ExWoSt-Forschungsfeld Stadtumbau West. Weitere Details, auch zu Beispielen zur „Guten Praxis“ im Stadtumbau, bekommen Sie hier auf der aktualisierten Internetseite zum Stadtumbau West in Deutschland.

Auslobung des neuen Landespreises zum Thema „Energieeffizientes Bauen für die Zukunft“
Nordrhein-Westfalens Bauminister Oliver Wittke lobte zum 1. Juni 2008 erstmals einen neuen Landespreis für Architektur, Wohnungs- und Städtebau als Themenpreis aus. Die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen ist ständiger Kooperationspartner dieses neuen Auszeichnungsverfahrens. Mit dem Landespreis sollen künftig in regelmäßigen Abständen aktuelle Bauthemen aufgegriffen und ausgeführte Bauprojekte mit Vorbildcharakter in Nordrhein-Westfalen gewürdigt werden. Das Thema in diesem Jahr konzentriert sich auf die Frage, wie sich anspruchsvolle, zukunftweisende Architektur mit energieeffizienten Baukonzepten verknüpfen lässt. Der Titel „Energieeffizientes Bauen für die Zukunft“ macht diesen zentralen Aspekt deutlich. Gesucht werden vorbildliche Häuser oder Siedlungsprojekte. Prämiert werden bis zu 15 gestalterisch wertvolle, besonders energieeffiziente und intelligente Gebäude- und Siedlungskonzepte mit Vorbildcharakter. Der Themenpreis soll künftig in regelmäßigen Abständen unterschiedliche Bauthemen aufgreifen und vorbildliche Gebäude würdigen. Bauherren, Investoren und Auftraggeber erhalten daraus Impulse für künftige Bauvorhaben. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Land schließt Investitionspakt zur energetischen Sanierung
Mit einem Investitionspakt zur energetischen Sanierung der sozialen Infrastruktur unterstützt das Land gemeinsam mit dem Bund die Kommunen darin, öffentliche Gebäude wie Schulen und Kindergärten unter Gesichtspunkten des Klimaschutzes zu modernisieren. Das verbessert nicht nur die CO2-Bilanz, sondern ermöglicht es auch den Kommunen damit auch langfristig Betriebskosten einzusparen. Gleichzeitig profitieren auch Mittelstand und Handwerk von diesen Investitionen. Zielgruppe sind insbesondere die Städte und Gemeinden, deren Investitionsstau infolge schwieriger Haushaltslagen besonders hoch ist und deren Infrastruktur in Stadterneuerungsgebieten mit strukturellen und sozialen Problemen liegt. Weitere Informationsmaterialien sowie Antragsformulare finden Sie hier auf der Homepage des Ministeriums für Bauen und Verkehr [MBV].

Buch: Großstädte von morgen – Internationale Strategien des Stadtumbaus
Großstädte sind heute Labore eines harten gesellschaftlichen Strukturwandels. Sie sind zum Stadtumbau gezwungen, um sich im weltweiten ökonomischen Wettbewerb behaupten zu können. Sie versuchen ihre Zentren zu stärken, den öffentlichen Raum attraktiver zu gestalten und neue Formen des urbanen Wohnungsbaus zu entwickeln, um kreative „Klassen“ anzulocken. In vielen Großstädten ist geradezu ein städtebaulicher Boom zu verzeichnen. Das hier genannte Buch des Schinkel-Zentrums für Architektur, Stadtforschung und Denkmalpflege der Technischen Universität Berlin stellt internationale Erfahrungen mit Stadtumbaustrategien von Barcelona bis Tokio exemplarisch zur Diskussion. Das Buch von Harald Bodenschatz und Ulrike Laible [Hg.] „Großstädte von morgen. Internationale Strategien des Stadtumbaus“ vom Berliner Verlagshaus Braus kann unter der ISBN 978-3-938780-70-1 für 24,90€ bestellt werden.