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09.09.2013

Stadtumbau Bielefeld: Der Kesselbrink – Vom UnOrt zum InOrt
Der Kesselbrink, Bielefelds größter Innenstadtplatz, war in seiner über 600-jährigen Platzgeschichte schon Vieles: Viehweide, Heilbad, Exerzierfeld, Kundgebungsfläche, Volkspark, Fußballarena, Zirkusplatz, Sammelpunkt für Deportationen, Busbahnhof, Marktplatz, Skateanlage, Parkplatz. Kein Ort der Innenstadt hat so viele Identitäten besessen und Metamorphosen durchlebt. Nun hat sich der Kesselbrink als eines der vorbildhaften Bielefelder Stadtumbauprojekte erneut gewandelt und ist mit seinem urbanen Look der „jüngste“ und zugleich am flexibelsten nutzbare Platz der Innenstadt. Im Rahmen des diesjährigen Beitrags der Bielefeld Marketing GmbH zur City-Offensive NRW „Ab in die Mitte!“ sind alle Bielefelder eingeladen, diese neue Platzidentität zu entdecken und die Verwandlung des Kesselbrinks vom UnOrt zum InOrt mit zu erleben und mit zu gestalten. Das Ende der Veranstaltungsreihe ist dabei gleichzeitig auch der Start für den 100-Tage-Countdown bis zum 800 jährigen Bielefelder Stadtjubiläum. Ausführliche Informationen zu diesem beeindruckenden neuen Bielefelder InOrt und die dort anstehenden Veranstaltungen finden Sie hier.

Stadtumbau Hamm: „Hamm Fit für die Zukunft“ geht in die nächste Runde
Mit Unterstützung durch das Landesprogramm „Ab in die Mitte! Die City-Offensive NRW“ geht auch in Hamm der Beteiligungsprozess für eine nachhaltige Entwicklung und Stärkung der City nach dem Ende der Sommerferien in die nächste Runde: Am Montag, den 23. September 2013, findet um 19.15h im Technischen Rathaus der Stadt Hamm ein Workshop zum Thema „Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleistungen“ statt. Ziele dieses Workshops sind unter anderem die Identifikation und Motivation von Teilnehmern einer möglichen „Gesellschaftlichen Allianz für die Innenstadt Hamm“ und die gemeinsame Entwicklung von konkreten Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität der Innenstadt. Schon vor dieser Veranstaltung, am 14. September 2014, sind alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen, sich im Rahmen einer Präsentation und Mitmach-Veranstaltung im Heinrich-von-Kleist-Forum über die aktuellen Entwicklungen in ihrer Innenstadt und die nächsten Etappen der Initiative „Hamm fit für die Zukunft“ zu informieren. Ausführliche Informationen zu diesen Aktivitäten in Hamm finden Sie hier.

Stadtumbau Dorsten: Der Stadtumbau in Barkenberg ist fast abgeschlossen
„Wir sind auf der Zielgeraden“, freuen sich die Projektverantwortlichen für den Stadtumbau im Dorstener Programmgebiet Barkenberg: „Der Stadtumbau Barkenberg ist zu gut 96 % abgeschlossen.“ Im Herbst sollen alle Teilprojekte der dortigen Stadtumbaumaßnahme beendet sein: Bei einem Gespräch über die letzten Arbeiten auf den Freiflächen rings um den dortigen Himmelsberg wurde aber eine wichtige Botschaft vermittelt, die sicherlich nicht nur für die Dorstener Stadtumbaumaßnahme Gültigkeit hat: „Das Projekt ist beendet, der Stadtumbau aber geht immer weiter.“ Ausführliche Informationen zu den zahlreichen im Rahmen dieses Stadtumbauprojektes realisierten Maßnahmen und den dabei erzielten Erfolge finden Sie hier.

Stadterneuerung Köln: ISG-Gründung in Kalk knapp gescheitert
Die Um- und Neugestaltung der Kalker Hauptstraße in Köln ist schon seit längerer Zeit ein viel diskutiertes Thema. Eine Immobilien- und Standortgemeinschaft sollte dort die Maßnahmen voranbringen. Dazu hatte man sich zu einem gesetzlichen ISG-Verfahren entschieden, um so alle Eigentümer gleichermaßen in die Pflicht nehmen zu können, sich an den geplanten Aufwertungsmaßnahmen zu beteiligen. Doch dieser Plan ist nun leider gescheitert: Wäre es nur nach Köpfen gegangen, hätte es für das Zustandekommen gereicht, denn weniger als 25 Prozent der Eigentümer haben widersprochen. Da aber die Grundstücksflächen zusätzlich für das Quorum herangezogen werden und die durch die Widersprüche betroffenen Grundstücksflächen im Satzungsgebiet einen Anteil von knapp 28 Prozent ausmachen, ist die Initiative an der im ISGG NRW festgelegten 25 %-Hürde gescheitert. Nun wird in Köln erwogen, wie in vielen anderen Städten auch, an diesem Standort durch die Gründung einer freiwilligen Standortgemeinschaft zumindest die Umsetzung einzelner, ausgewählter Punkte des Konzeptes zu ermöglichen. Ausführliche Informationen und Links zu diesem Planungsfall und den dort entwickelten ISG-Plänen finden Sie hier.

Stadterneuerung Rescheid: Die Gründung der ISG-Alleestraße stockt
Bei der geplanten Gründung einer ISG für den Standort Remscheid-Alleestraße tauchen Probleme bereits in einem früheren Entwicklungsstadium auf: Eigentlich sollten die Immobilienbesitzer am 30. September zu einer weiteren Veranstaltung eingeladen werden. Weil die Informationen zur Berechnung der Mitgliedsbeiträge aber noch fehlen, muss dieser Termin nun um voraussichtlich sechs bis acht Wochen verschoben werden. Denn der Verein ISG hat sich auf die Fahnen geschrieben, für eine gerechte Berechnungsgrundlage zu sorgen, wozu der Einheitswert der Gebäude als Maßstab herangezogen werden soll. Auf Seiten der Remscheider Stadtverwaltung ist aber noch nicht geklärt, welche datenschutzrechtlichen Einschränkungen bei der Weitergabe solcher Daten an Dritte zu berücksichtigen sind. Für die ISG-Gründer drängt die Zeit: Nicht nur, weil längst zahlreiche konkrete Maßnahmen gemeinschaftlich definiert wurden, mit deren Umsetzung man beginnen möchte. Zusätzlicher Zeitdruck entsteht dadurch, dass den Akteuren an diesem Standort allmählich die Mittel für die professionelle Beratung zur ISG-Gründung ausgehen. Ausführliche Informationen zu dieser geplanten ISG-Gründung in Remscheid und den dazu bisher unternommenen Aktivitäten finden Sie hier.

Städtebauförderung in NRW: Auch weiterhin verlässlicher Partner der Städte und Gemeinden im Land
Im NewsService der vorletzten Woche haben wir über einen Artikel der WAZ berichtet, der am Beispiel der Stadtumbauförderung in Hagen den Eindruck erweckte, die nordrhein-westfälische Landesregierung überprüfe aktuell bereits bewilligte Förderprojekte erneut im Hinblick auf ihre Förderwürdigkeit, um auf diese Weise einen Beitrag zu den im Landeshaushalt notwendigen Sparzielen zu leisten. Diese Meldung hat nicht nur in der Redaktion des NewsService für Irritation gesorgt. Glücklicherweise hat aber eine in der Zwischenzeit vorgenommene Klärung mit dem zuständigen Landesministerium diese Irritationen ausgeräumt und für Erleichterung gesorgt: Richtig ist, dass bereits bewilligte Fördermittel für Projekte der gebietsbezogenen Stadterneuerung von Seiten des MBWSV NRW nicht erneut auf ihre Förderwürdigkeit überprüft werden, um dadurch öffentliche Mittel einzuparen. Ganz im Gegenteil ist das Ministerium auch weiterhin bemüht, die Städte und Gemeinden des Landes in ihrer ja oft schwierigen finanziellen Situation und ihrer dadurch stark eingeschränkten Handlungsfähigkeit engagiert darin zu unterstützen, dass notwendige und bewilligte Maßnahmen der gebietsbezogenen Stadterneuerung so vollständig und so zügig wie möglich umgesetzt werden können. Eine erfreuliche Klarstellung und Entwarnung also im Hinblick auf die Verlässlichkeit der Städtebauförderung des Landes Nordrhein-Westfalen als Partner der Kommunen in der gebietsbezogenen Stadterneuerung, deren Veröffentlichung an dieser Stelle uns wichtig ist, um in diesen aktuell für viele Städte und Gemeinden ohnehin schwierigen Zeiten nicht zu grundloser weiterer Verunsicherung beizutragen.

Wohnungsversorgung in NRW: Minister Groschek hat zum Erfahrungsaustausch eingeladen
Auf Einladung von Minister Groschek haben sich in der vergangenen Woche zahlreiche Vertreter nordrhein-westfälischer Großstädte im Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen [MBWSV] zu einem Austausch über das Thema „bezahlbarer Wohnraum“ getroffen. An diesem Erfahrungsaustausch haben neben den Städten auch Vertreter der Wohnungswirtschaft, der Architektenkammer, der NRW.BANK und des deutschen Mieterbundes teilgenommen. Hintergrund der Einladung war die Mitte Juli im Auftrag der Bertelsmann Stiftung veröffentlichte Studie „Wohnungsangebot für arme Familien in Großstädten“. Im Anschluss an das Treffen sagte Minister Groschek: „Es geht mir vor allem darum, bei den Städten die Werbetrommel für den geförderten Wohnungsbau zu rühren. Ich wünsche mir, dass das Thema nicht nur in meinem Ministerium, sondern auch in den Rathäusern zur Chefsache gemacht wird. Gerade in den Boomstädten suchen immer mehr Familien mit Kindern händeringend bezahlbaren Wohnraum. Dieses Problem können wir nur gemeinsam lösen.“ Mehr Informationen zu diesem Treffen finden Sie hier, den Link zum Download der Studie der Bertelsmann Stiftung haben wir hier für Sie hinterlegt.

Wohnungsmarktentwicklung: Zweigeteilter Wohnungsmarkt in Deutschland –Mietenexplosion und Leerstand
Wie groß die Herausforderungen in diesem Politikfeld sind und wie wichtig entschiedenes und abgestimmtes Handeln ist, macht auch eine Veröffentlichung deutlich, die in der vergangenen Woche vom Institut der Deutschen Wirtschaft [IW] vorgelegt wurde: Eine Kernaussage dieser Studie lautet, dass explodierende Mieten in den Großstädten und massenhafter Leerstand vor allem – aber nicht nur – „im Osten“ den Wohnungsmarkt in Deutschland weiter auseinanderdriften lassen. In den meisten Großstädten werden danach hohe Mieten und lange Schlangen bei der Wohnungssuche ein Problem bleiben, das nach Aussagen dieser Studie derzeit etwa 15 der 80 Millionen Menschen in Deutschland betrifft. Viele andere Regionen und Städte stehen langfristig vor ganz anderen Problemen: Steigende Leerstände werden hier vielerorts nicht nur zu negativer Standortentwicklung, Verödung und Desinvestition führen, sondern auch dafür sorgen, dass die Infrastruktur vieler Städte und ländlicher Gemeinden zu groß wird. Müll oder Abwasser würden dann pro Kopf teurer. Hier lautet die Empfehlung der Gutachter: In schrumpfenden Städten müsse man die Innenstädte wiederbeleben und Leerstände nutzen, statt neue Bauflächen auszuweisen. So könnten Zersiedelung und verwahrloste Stadtviertel verhindert werden. Für schrumpfende ländliche Teilräume gelte es, mit einer Vielzahl langfristiger finanzieller Maßnahmen die Potenziale zu bündeln. Ausführliche und differenziertere Informationen zu den Ergebnissen dieser Studie finden Sie hier.

Projekt der Woche: „Jung kauft Alt“ – Förderung des Erwerbs leer stehender Wohngebäude durch junge Familien
Das Projekt und Förderprogramm „Jung kauft Alt“ wurde in der Gemeinde Hiddenhausen entwickelt und realisiert, um mit einem integrierten Ansatz die Reaktivierung leer stehender Wohngebäude, die verstärkte Ansiedlung junger Familien und eine Reduzierung von Flächenverbrauch und Landschaftszersiedelung durch die Ausweisung neuer Baugebiete zu fördern. Aufbauend auf den Erkenntnissen einer Untersuchung der wichtigsten Hemmnisse, die einer solchen Neunutzung leer stehender Immobilien durch junge Familien im Wege stehen, wurde ein zielgenaues Unterstützungspaket geschnürt: Es beinhaltet unter anderem die Förderung von Altbaugutachten incl. Modernisierungsempfehlungen und Kostenschätzungen für Umbau und Sanierung, sowie eine direkte Förderung des Erwerbs solcher Immobilien durch Familien mit Kindern für die Dauer von 6 Jahren. Ein integriertes „Altbau-Kindergeld“ garantiert sogar eine Anpassung des Fördervolumens im Fall von Familienzuwachs während dieser Förderperiode. Der Erfolg des Projektes war in Form eines nach Jahren erstmals wieder positiven Wanderungssaldos bereits nach drei Jahren auch statistisch belegbar. Weitere Informationen zu diesem aus unserer Sicht sehr nachahmenswerten Projekt finden Sie hier.

Veranstaltung: Werkstatt-Seminar „Wohnen im Alter im ländlichen Raum“
Das Regionalbüro “Neue Wohnformen im Alter” Westfalen-Lippe veranstaltet in Kooperation mit der Stadt Fröndenberg am 30. November 2013 ein Werkstatt-Seminar zum Thema “Wohnen im Alter im ländlichen Raum”. Diese Tagesveranstaltung bietet einen Überblick über die Vielfalt der Wohnform „Neues Wohnen mit Nachbarschaft“, vom reinen Senioren-Wohnen bis hin zum Mehrgenerationen-Projekt, präsentiert Erfahrungen aus realisierten und in der Planung befindlichen Wohnprojekten und ermöglicht einen intensiven Austausch der Teilnehmenden über ihre jeweiligen Fragen und Interessen. Ausführliche Informationen zu dieser Veranstaltung finden Sie hier.

Video der Woche: Kampf den Schmuddelecken! Mettmanns Oberstadt wird schöner
Es tut sich was in Mettmanns Oberstadt: Seit drei Jahren treffen sich dort Geschäftsleute, Anwohner, Hauseigentümer und Stadtvertreter, die sich zur „Interessengemeinschaft Oberstadt“ zusammengeschlossen haben, um mit kleinen Verbesserungen das Lebens-, Wohn- und Geschäftsumfeld in ihrer Altstadt zu verbessern. Im Rahmen der Aktion "Kunst in der Oberstadt" etwa haben sich darüber hinaus elf Künstler leer stehender Räume in der Mettmanner Altstadt angenommen, um sie zurück ins öffentliche Leben zu holen. Sechs Wochen lang zeigten sich diese Räume in einem völlig anderen Licht: Nicht mehr als Zeichen von Funktionsverlust und Krise, sondern als kulturelle Hoffnungsträger eines Viertels im Umbruch. Und auch den „Schmuddelecken“ in ihrer Altstadt haben die engagierten Mitglieder dieser Interessengemeinschaft auf kreative Weise den Kampf angesagt: Sie verpflichteten die Künstlerin Bernadette Heckers, triste und schmuddelige Ecken, Wände und Durchgänge mit Motiven aus der Oberstadt zu bemalen. Ausführliche Informationen zu dieser bemerkenswerten privaten Initiative und ihren bisherigen Aktivitäten und Erfolgen finden Sie hier, den Link zu einem Filmbeitrag zu diesem Projekt haben wir hier für Sie hinterlegt.