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10.01.2011

Workshop-Dokumentation „Nach dem Niedergang der Warenhäuser: Neue Frequenzbringer für die Zentren“ online
Ein verändertes Konsumentenverhalten hat in den vergangenen Jahren zu einem sukzessiven Niedergang von Kaufhäusern und Warenhäusern in den Innenstädten und Nebenzentren geführt. Viele Mittel- und kleinere Oberzentren, vor allem aber auch Neben- und Stadtteilzentren, sind spürbar von den Folgen der Schließung solcher Kauf- und Warenhäuser betroffen. Gerade an diesen Handelsstandorten mangelt es oft an anderen attraktiven Magnetbetrieben, so dass nach dem Verlust der Kaufhäuser vielfach Trading-Down-Prozesse aufgrund eines Rückgangs der Kundenfrequenz einsetzten. Im Rahmen eines Workshop hat sich die Innovationsagentur Stadtumbau NRW im Dezember 2010 mit der Frage befasst, was erfolgreiche neue Frequenzbringer für solche Lagen sein können und wie Kommunen hier selbst aktiv und steuernd eingreifen können. Die Dokumentation dieses Workshops steht hier zum Download für Sie bereit.

Über 100 Millionen Fördermittel im Regierungsbezirk Arnsberg bewilligt
Nachdem das Bewilligungsgeschäft für das Jahr 2010, wie immer mit einem kräftezehrenden Endspurt für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei den Bezirksregierungen, abgeschlossen ist, kann man im Regierungsbezirk Arnsberg auf eine stolze Bilanz verweisen: Von Ausbildungsmaßnahmen in Dortmund über die Breitbandversorgung in Soest bis zur Umgestaltung der Blücherkaserne Hemer: Fast 104 Millionen Euro Fördermittel hat die Bezirksregierung Arnsberg im Jahr 2010 bewilligt. Und zwar insgesamt in den Bereichen ländliche Entwicklung, gewerbliche Wirtschaft, Städtebau, Denkmäler und Integration sind diese Fördergelder geflossen. Für den Städtebau wurden fast 57 Millionen Euro verteilt. Größter Einzelposten war mit 7,31 Millionen Euro die Neugestaltung des Bahnhofsquartiers in Hamm. Von besonderer Bedeutung in dieser Bewilligungsrunde ist sicher die Meldung, dass nun auch große Projekte der REGIONALE 2013 in Südwestfalen durch Bewilligungsbescheide auf den Weg gebracht werden konnten. Einzelheiten zu den geförderten Projekten finden Sie hier.

Projekt der Woche: Multimediales Beteiligungsprojekt für benachteiligte Jugendliche in Fürth
Die Fürther Innenstadt besitzt den Doppelcharakter eines innerstädtischen Zentrums und eines Wohnquartiers für sozial Benachteiligte. Jugendliche und ihre Belange spielten in vielen Planungsprozessen keine große Rolle. Im Kreis der Entscheidungsträger hatten sie keine Lobby und somit wenig Einfluss. Es fehlte ihnen gerade im städtischen Zentrum an jugendgemäßen (Frei-)Räumen, um dort ihre altersgemäßen Bedürfnisse zu leben. Um der starken sozialen Segregation in der Fürther Innenstadt entgegenzuwirken, wurden in diesem Modellvorhaben Jugendliche unterschiedlicher ethnischer Herkunft, sozialer Hintergründe und verschiedener Bildungsniveaus für Themen der Quartierserneuerung interessiert und aktiviert. Das modellhafte Projekt, das zahlreiche konkrete Anregungen für eine innovative Praxis bietet, beinhaltete sowohl professionelle Marktanalysen nach den Bedürfnissen der Jugendlichen, wie auch Marketingkampagnen zu ihrer Aktivierung und das Angebot zahlreicher Medien, mit deren Hilfe die Jugendlichen sich auf für sie spannende Weise mit der Zukunft Ihrer Stadtteils auseinandersetzen konnten. Eine ausführliche Beschreibung des Projektes und einen Link zu seiner Internetpräsenz finden Sie hier.

BBSR-Online-Publikation „Vielfalt des demografischen Wandels. Eine Herausforderung für Stadt und Land“ erschienen
Aktuelle Prognoseergebnisse des BBSR lassen auch künftig vielfältige und räumlich sehr differenzierte demografische Strukturen und Trends erwarten. Mittel- und langfristige Herausforderungen für fast alle Aufgabenfelder der regionalen und kommunalen Daseinsvorsorge resultieren dabei in erster Linie aus den Prozessen der Schrumpfung, der Alterung, der Internationalisierung und der Veränderungen der Haushaltsstrukturen. Insbesondere die Bereiche Bildung und Ausbildung, Arbeiten und Wohnen, Jugend und Familie, Zuwanderung und Integration, soziale Sicherung, soziale und technische Infrastruktur und deren Finanzierung, Verwaltung, Personalwirtschaft und Kultur sind betroffen. Die Beiträge einer Tagung zu diesem Thema wurden im Dezember 2010 als BBSR-Online-Publikation zugänglich gemacht. Den Link zum Download dieser interessanten Veröffentlichung finden Sie hier.