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10.02.2014

Stadtumbau Leverkusen: Die neue bahnstadt opladen wächst
Im Februar haben die ersten neuen Bahnstädter ihre Häuser und Wohnungen im Leverkusener Stadtumbaugebiet bezogen – und auch das erste Kind wurde hier bereits geboren. 95 Einwohner sind nach Angaben von Vera Rottes, Geschäftsführerin der nbso GmbH, derzeit in dem neuen Wohngebiet gemeldet. Die 60 Plätze in der neuen Kindertagesstätte an der Kolberger Straße, die in diesem Frühjahr eröffnet werden soll, sind alle vergeben. Man sieht: Ein Stadtteil entsteht. „Zehn Jahre nach dem Ende des Bahnausbesserungswerks wurde jetzt mit einer neuen Generation ein neuer Anfang gemacht. Das ist gelungener Stadtumbau“, lautet die Wertung von Paul Hebbel, dem Aufsichtsratsvorsitzenden der nbso GmbH. Mehr Informationen zum aktuellen Stand in diesem ausgesprochen erfolgreichen nordrhein-westfälischen Stadtumbauprojekt finden Sie hier.

Stadtumbau Hamm: Die Stadt erwirbt Schrottimmobilien und plant Abriss

In der Waldenburger Straße in Hamm brodelte es seit Wochen: Mehrere Schrottimmobilien standen hier weitgehend leer – und sollten nun reaktiviert werden, um geballt „Wanderarbeiter“ unterzubringen, die in einer Fleischfabrik in der Region beschäftigt werden sollten. Die Stadt Hamm hat nun die zu erwartende Entstehung eines „sozialen Brennpunktes“ mit allen weithin bekannten Folgen für die späteren Bewohner wie auch deren Umfeld durch engagiertes Handeln verhindert: Sie erwirbt die Gebäude und plant einen zügigen Abriss. Inzwischen gibt es eine Vielzahl von Reaktionen auf die Ankaufoperation durch die Stadt. Es sei das erste Mal, dass eine Kommune gezielt eine Schrottimmobilie aufkauft, um sie aus Gründen der Stadtentwicklung abzureißen. „Das zieht Kreise, zumindest im Ruhrgebiet“, sagte Hamms Oberbürgermeister Hunsteger-Petermann. Denn hier hätten viele Städte verfügbaren billigen Wohnraum, der auch zu unerwünschten Belegungen genutzt werde. Mehr Informationen zu diesem Ansatz der Stadt Hamm finden Sie hier.

Stadtumbau Bochum: Lichtkunsttore für die Innenstadt
Das Projekt „Lichtkunsttore“ verfolgt die Stadt Bochum seit zwölf Jahren. Damit soll eine städtebauliche Empfangskultur auf allen Haupteinfahrtsstraßen gepflegt werden. Die Stadt greift mit diesem Projekt die Bochumer Besonderheit auf, dass die Innenstadt in Form eines Dreiecks komplett von Bahngleisen umschlossen wird. An der Rottstraße wurde nun das neunte Kunstlichttor eingeweiht. In eisigem Wind unter der Brücke gab es sogar mit Kandelabern dekorierte Tische zur Feier des Abends – und eine Tasse Tee bot eine willkommene Wärmequelle für die zahlreich erschienenen Gäste. 16 Bahnbrücken sind es insgesamt, die die Innenstadt umschließen. Und bis Ende des Jahres sollen weitere drei der verbliebenen fünf die Blicke mit Lichtkunst-Elementen auf sich ziehen. Mehr Informationen zu diesem bemerkenswerten Projekt der Stadt Bochum finden Sie hier.

Stadtumbau Hagen: Förderzusage für das Eilper Zentrum und den Volmeblick
Nach der Verunsicherung in Sachen „Stadtumbau West Förderung“, die im letzten Jahr entstanden war, macht sich in Hagen nun Erleichterung breit: In der Zwischenzeit hat die Stadt eine Förderzusage für zwei ihrer beantragten Projekte erhalten: Im Eilper Zentrum und im Projekt „Volmeblick“ kann nun mit den geplanten Maßnahmen zur Steigerung von städtebaulicher Attraktivität und Aufenthaltsqualität begonnen werden. Mehr Informationen zum aktuellen Stand und den Perspektiven des Stadtumbaus in Hagen finden Sie hier.

Wettbewerb: 10 Jahre Stadtumbau in Nordrhein-Westfalen
Erstmals sollen in diesem Jahr herausragende Stadtteilprojekte und Quartiere in Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet werden. Um die besten Projekte zu finden, hat Städtebauminister Michael Groschek jetzt den Wettbewerb „Zehn Jahre Stadtumbau in Nordrhein-Westfalen. Beispiele erfolgreicher Quartierserneuerung im Rahmen von Stadtumbau West und Wohnraumförderung“ ausgelobt. Gesucht werden innovative Projekte des Stadtumbaus in den Kategorien „Brachen“, „Zentren“ sowie „Wohnen“. Darüber hinaus werden noch Sonderauszeichnungen unter anderem in den Bereichen „Umgang mit Schrottimmobilien“ und „klimagerechte Stadtentwicklung“ vergeben. Die Projektauswahl wird durch eine Jury vorgenommen, die aus Vertretern von Verbänden, der Wissenschaft und der Initiatoren des Wettbewerbs besteht. Die ausgewählten Projekte werden im Rahmen der am 25. und 26. September 2014 stattfindenden Tagung „Zehn Jahre Stadtumbau in Nordrhein-Westfalen“ ausgezeichnet und der Öffentlichkeit vorgestellt. Einsendeschluss für die Bewerbungen ist der 31. März 2014. Ausführliche Informationen zu diesem Wettbewerb, den Bewerbungsbogen und auch eine Liste mit häufig gestellten Fragen zum Wettbewerb finden Sie hier.

Veranstaltung: Nachhaltige Entwicklung in NRW und der Beitrag der Kirchen
Die Kirchen engagieren sich vielfältig für die Zukunft Nordrhein-Westfalens und bringen sich auf verschiedenen Ebenen in unterschiedliche Entwicklungsprozesse ein. Sie begleiten Menschen im Strukturwandel, z. B. in den Betrieben, sie engagieren sich in Stadtteilen für sozialen Zusammenhalt, sie beteiligen sich an gesellschaftlichen und politischen Diskursen in der Sozial- und Familienpolitik, um Klimaschutz und eine sozial gerechte Energiewende. Im Rahmen der Tagung „Nachhaltige Entwicklung in NRW und der Beitrag der Kirchen“ sollen mit Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft Ziele, Wege, Maßnahmen und Schlüsselprojekte für eine nachhaltige Entwicklung in Nordrhein-Westfalen diskutiert werden. Ausführliche Informationen zu dieser Tagung, die am 21. und 22. März 2014 in Haus Villigst in Schwerte stattfindet, haben wir hier zum Download für Sie bereit gestellt.

Veröffentlichung: STADT STÄRKEN – Die Robustheit des Städtischen
Das Buch „STADT STÄRKEN – Die Robustheit des Städtischen“ ist als Band 17 der Schriftenreihe Stadtentwicklung und Denkmalpflege im Jovis Verlag Berlin erschienen und wurde durch finanzielle Unterstützung der Sto-Stiftung und der Wüstenrot Stiftung ermöglicht. Internationale Experten erörtern in diesem 
Band neue Ideen zur Nutzungsvielfalt auf engstem Raum und diskutieren, wie Governance gestärkt und produktive Unsicherheiten erzeugt werden
können, die zu neuen Allianzen führen. Sie skizzieren Lösungsansätze zur Stadtbaugestaltung, zur Qualität städtischen Lebens und zu städtischen Energien, um die Stadt zu fördern und ihre Schönheit auch in Zukunft zu wahren. Mehr Informationen zu dieser Veröffentlichung und auch die Möglichkeit einer Online-Bestellung finden Sie hier.