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10.05.2010

Wuppertalbewegung e.V. – Bürger sorgen für Bewegung!
Die Wuppertalbewegung ist ein Verein mit inzwischen rund 2.000 Mitgliedern, der das Ziel der Reaktivierung der Nordbahntrasse, einer stillgelegten Eisenbahntrasse in Wuppertal, zu einem Rad- und Fußweg verfolgt. Inzwischen ist es der Wuppertalbewegung gelungen, über 15 Mio. Euro Fördermittel sowie Spenden in Höhe von 3,3 Mio. Euro zu organisieren. Durch dieses einzigartige bürgerschaftliche Engagement ist es gelungen, ein Großprojekt innerhalb von nur vier Jahren von der Planung bis zum Baubeginn voranzubringen. Was die Wuppertalbewegung geleistet hat, wie die Zusammenarbeit mit der Stadt funktionierte sowie umfassende Informationen zu den Potenzialen und Entwicklungschancen dieses einmaligen Projekts, das durchaus Anregungs- und Lernpotenzial für viele Städte im nordrhein-westfälischen Stadtumbau hat, bietet unsere aktuelle Reportage zur Wuppertalbewegung und der Revitalisierung der Nordbahntrasse. Die Reportage finden Sie hier, das dazugehörige Video steht Ihnen hier als zweiteiliger Film zur Verfügung.

Starttreffen der Siegerstädte im Wettbewerb „Ab in die Mitte! 2010“
Mit dem traditionellen Städtetreffen der im Landeswettbewerb erfolgreichen Städte ist der Wettbewerb „Ab in die Mitte! 2010“ am 7. Mai 2010 seine diesjährige „heiße Phase“ gestartet. Vertreterinnen und Vertreter aller 20 siegreichen Kommunen trafen sich mit den Initiatoren und Sponsoren der City-Offensive NRW in der Hauptverwaltung der GALERIA Kaufhof GmbH in Köln. Die Präsentationen der Siegerprojekte zeigten ein hohes Maß an Ideenreichtum und Innovationspotenzial, das für viele Städte im nordrhein-westfälischen Stadtumbau wichtige Anregungen bieten kann. David R. Froessler, Leiter der Innovationsagentur Stadtumbau NRW, fasste in einem Einführungsvortrag wichtige Voraussetzungen, Ziele und Empfehlungen für einen erfolgreichen Stadtumbau in Zentren und Nebenzentren aus Sicht der Innovationsagentur zusammen. Die Präsentation der Innovationsagentur finden Sie hier, zur Internetseite des Wettbewerbs mit zahlreichen interessanten Informationen und Anregungen gelangen Sie hier.

Zukunftssicheres Wohnleben – Immobilienwirtschaftliche Strategien für schwierige Quartiere
Neben den bereits hohen energetischen und demographisch bedingten Anforderungen an die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft stellen auch strukturelle Finanzschwierigkeiten zahlreicher Kommunen sowie das Auseinanderdriften der Regionen neue Herausforderungen für die Wohnungswirtschaft dar. Vor diesem Hintergrund werden am 15. und 16. Juni 2010 im „9. Forum Wohnungswirtschaft“ des vdw Rheinland Westfalen die wirtschaftlichen, sozialen und infrastrukturellen Entwicklungen in den Städten als Rahmenbedingungen für das wohnungswirtschaftliche Handeln näher beleuchtet. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob und wie die immobilienwirtschaftlichen Strategien der Wohnungsunternehmen gegebenenfalls neu zu justieren sind, um komplexe Quartiersentwicklungen weiterhin steuern und gestalten zu können. Das Veranstaltungsprogramm steht hier zum Download bereit.

Projekt der Woche: „Prinzessinnengarten“ - Urbane soziale Landwirtschaft zur Zwischennutzung von innerstädtischen Brachflächen
Innerstädtische Brachflächen sind zumeist versiegelte und triste Orte ohne Aufenthaltqualität und ohne Nutzen für die Bewohner der angrenzenden Quartiere. Welche Potenziale solche Brachflächen bieten, zeigt unser aktuelles Projekt der Woche, der Prinzessinnengarten in Berlin-Kreuzberg. Ziel dieses Projekts ist es zunächst, eine seit Jahrzehnten ungenutzte Brachfläche in zentraler Lage zum biologischen Anbau von Gemüse zu nutzen, also urbane Landwirtschaft zu betreiben. Darüber hinaus soll der Prinzessinnengarten aber auch als alternative innerstädtische Grünfläche und als Instrument genutzt werden, um die Nachbarschaft in einem sozial schwierigen Quartier zu stärken und zu aktivieren. Dies geschieht u. a. in Form von kollektiven Gartenbauaktionen, an denen mehrere hundert Interessierte und Nachbarn teilnehmen, einem „Gartenarbeitstag“ und verschiedenen Bildungs- und Kulturangeboten, bei denen die unterschiedlichen städtischen Kulturen, Milieus und Lebensformen aktiv in das Projekt miteinbezogen werden. Eine ausführliche Darstellung dieses spannenden Projekts finden Sie hier.

Projektaufruf: Gute Beispiele der Lärmminderungsplanung zur Stärkung integrierter Standorte gesucht
Bei den Minderungsmaßnahmen in Lärmaktionsplänen stehen bisher passive und verkehrsplanerische Maßnahmen stark im Vordergrund, während Lösungen in den Bereichen Stadtentwicklung, Stadtplanung und Architektur selten zu finden sind. Vor diesem Hintergrund sucht das BBSR städtebauliche Lösungen, bei denen der Schutz vor Lärm, insbesondere in Wohnquartieren, vorbildlich gelöst ist. Gefragt sind Maßnahmen, bei denen durch städtebauliche Gestaltung vorhandener Lärm von Innenräumen und Aufenthaltsflächen ferngehalten oder gar nicht erst erzeugt wird. Alle eingereichten Beispiele werden von einem interdisziplinär zusammengesetzten Team von Fachleuten bewertet. Gute Beispiele werden anschließend prämiert und veröffentlicht. Weitere Informationen zu diesem Aufruf und zu den Teilnahmebedingungen finden Sie hier.