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10.10.2011

Eröffnung des Public Living Room in Siegen Geisweid
Am kommenden Samstag um 9:30 Uhr [15. Oktober 2011] wird im Siegener Stadtteil Geisweid der „Public Living Room“ für Jugendliche eröffnet. Im Rahmen des Stadtumbaus in Geisweid hat die Innovationsagentur gemeinsam mit der Stadt Siegen einen mehrgleisigen Jugendbeteiligungsprozess initiiert. Der „Public Living Room, der als Modellprojekt im Rahmen des ExWost-Forschungsschwerpunktes „Jugend belebt Leerstand“ gefördert wird, ist einer der Bausteine dieses ambitionierten Projektes. In einem leerstehenden Ladenlokal im Rathaus Geisweid zeigen Jugendliche und junge Erwachsene aus dem Stadtteil bis einschließlich 27. November 2011, wie sie ihre Freizeit mit verschiedenen Aktivitäten verbringen, was sie können und was sie dafür brauchen: Einen Raum für diese Aktivitäten. Ziel des Projektes ist die aktive Integration der Jugendlichen in den laufenden Stadtumbauprozess, außerdem soll ihnen durch das öffentliche Wohnzimmer die Möglichkeit gegeben werden sich einmal ganz anders in der Geisweider Öffentlichkeit zu präsentieren. Ein äußerst interessanter Angebotsmix, bestehend aus Schülernachhilfe, Tanzkursen und -aufführungen, einem Jugendcafe sowie Musik- und Kulturprojekten, lassen eine vielseitige Veranstaltung erwarten. Das Ankündigungsposter zum Public Living Room Geisweid finden Sie hier, das detaillierte Programm der Aktivitäten und Angebote von Jugendlichen für Jugendliche im Public Living Room Geisweid hier.

Rinteln – Stadtentwicklung im Dialog
Die historisch geprägte Kleinstadt Rinteln im niedersächsischen Weserbergland ist trotz ihres attraktiven Erscheinungsbildes von den Auswirkungen des demographischen Wandels betroffen. Auch wenn die Situation momentan noch nicht dramatisch ist, zeichnen sich bereits heute vermehrte Ladenleerstände innerhalb des Stadtgebietes ab. Der Arbeitskreis Denkmalschutz hat sich bereits im vergangenen Jahr an die Innovationsagentur Stadtumbau NRW gewandt und um Rat gebeten. In der Zwischenzeit hat die Innovationsagentur gemeinsam mit Vertretern des Arbeitskreises ein Beteiligungskonzept erarbeitet, das jetzt umgesetzt werden soll. Am kommenden Donnerstag [13. Oktober 2011] lädt der Arbeitskreis Denkmalschutz nun zu einer Prozessauftaktveranstaltung in Rinteln ein. Unter dem Motto „Stadtentwicklung im Dialog – Wie soll es mit unserer historischen Altstadt weitergehen?“ will der Arbeitskreis alle beteiligten Akteure an einen Tisch bringen und die zukünftige Entwicklung diskutieren. Auch die Innovationsagentur wird dabei sein und die Moderation der Veranstaltung übernehmen und somit ehrenamtlich zu einem länderübergreifenden Erfahrungsaustausch beitragen. Ein ausführliches Interview mit dem Leiter der Innovationsagentur Stadtumbau NRW, David R. Froessler, zu den Herausforderungen und Chancen eines aktiven Standortmarketings für kleine und mittlere Gemeinden finden Sie hier.

Projekt der Woche: Aufbruch in den Äther – Radioprojekt im ländlichen Raum Tirols
Das Radio ist aufgrund eines vielfältigen Programms und ständiger Verfügbarkeit, trotz der steigenden Beliebtheit des Internets und anderer neuer Medien, das Medium, das täglich die meisten Menschen erreicht. Da das Programm jedoch aufgrund von Kommerzialisierung und marktwirtschaftlichen Verdrängungsprozessen nach zu lassen droht, hat der österreichische Freie Radiosender FREIRAD 105,9 ein Radioprojekt im ländlichen Raum Tirols gestartet, das zum einen die Programmvielfalt stärken, zum anderen den medialen Interessen der ländlichen Bevölkerung gerecht werden soll. Aufgrund der einfachen technischen Voraussetzungen konnte die Initiative mit zahlreichen Projektgruppen ein interessantes Radioprogramm erstellen, kulturelle Projekte im ländlichen Raum vernetzen und die Kooperation zwischen dem ländlichen Raum und der Stadt ausbauen. Wie der Radiosender das geschafft hat, lesen Sie hier in unserem Projekt der Woche.

Gutachten zu Wohnungsnachfrage und Wohnungsangebot bis 2030
Das wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Beratungsinstitut empirica hat im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes NRW das „Gutachten zur Veränderung der Wohnungsnachfrage und Reaktion des Wohnungsangebots in Nordrhein-Westfalen bis 2025“, das das Pestel-Institut im Jahr 2006 im Auftrag des damaligen MBV NRW erstellt hatte, fortentwickelt. Die Erkenntnisse über den zukünftigen Wohnungsbedarf in den einzelnen Regionen sollen der inhaltlichen Weiterentwicklung der Wohnraumförderpolitik des Landes dienen. Abweichend von der klassischen Methode berechnet empirica nicht den Bedarf, sondern die Nachfrage. Dabei wird Nachfrage als der Bedarf verstanden, der durch eine Kauf- und Mietentscheidung am Markt wirksam wird. Die Studie entwickelt insofern eine neue Methodik, als dass neben einer quantitativen Neubau-Nachfrage erstmals eine qualitative Neubau-Nachfrage prognostiziert wird. Während unter der quantitativen Neubau-Nachfrage eine demografisch bedingte Veränderung der Zahl wohnungsnachfragender Haushalte verstanden wird, entsteht eine qualitative Neubau-Nachfrage über das demografisch bedingte Maß hinaus, wenn die Qualität des Wohnungsbestandes nicht mehr den Anforderungen der Nachfrager entspricht. Dies ist dann der Fall, wenn Wohnungssuchende im vorhandenen Bestand nicht mehr die Qualität vorfinden, die ihren Ansprüchen genügt. Das Gutachten zeigt neue Trends auf den regionalen Wohnungsmärkten in NRW auf und stellt dabei fest, dass sich die Regionen auseinander entwickeln. Den Link zum Download dieses Gutachtens haben wir hier für Sie hinterlegt.

Gemeinsame Stellungnahme des Städte- und Gemeindebundes NRW und des Städtetags NRW zur Städtebauförderung
Am 27.09.2011 hat der Ausschuss für Bauen, Wohnen und Verkehr des Landtags NRW eine Anhörung zur geplanten Kürzung von Bundeszuschüssen für die Städtebauförderung durchgeführt. Nach einem Mittelansatz von 535 Mio. Euro im Jahr 2010 sind im Haushalt des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung 2011 455 Mio. Euro an Investitionszuschüssen für die Städtebauförderprogramme eingestellt. Nach einem Kabinettsbeschluss der Bundesregierung vom 06.07.2011 sollen die Mittel auf 410 Mio. Euro im Haushaltsjahr 2012 reduziert werden. Von den Kürzungen sind fast alle Teilprogramme der Städtebauförderung betroffen. Im Rahmen der Anhörung haben der Städte- und Gemeindebund NRW und der Städtetag NRW in einer gemeinsamen Stellungnahme auf die bedeutende Aufgabe der Städtebauförderung als ein zentrales Instrument nachhaltiger Stadtentwicklung hingewiesen, dem zugleich ein hoher, städtebaulicher, ökonomischer, ökologischer und sozialpolitischer Stellenwert zukommt. Die städtebauliche Sanierung und Entwicklung als gemeinsame Aufgabe von Bund, Ländern und Gemeinden sei gerade in Zeiten angespannter Haushalte eine strategische Zukunftsaufgabe. Dies gelte insbesondere für die Zukunftsthemen des energetischen Stadtumbaus, der demographischen Entwicklung und der Sicherung sozialer Stabilität in den Quartieren. Details der gemeinsamen Stellungnahme und der Forderungen der beiden verfassenden Verbände an die Landesregierung finden Sie hier.

Ab auf die Brache! Künstler setzen sich für Aneignung und temporäre Nutzung von Brachen in der Stadt ein
Das Bremer Projekt AufAuf setzt sich mit innerstädtischen Brachflächen auseinander. Diese entstehen inmitten der Städte durch Strukturwandel und veränderte Ansprüche an den Stadtraum. Vielfach befinden sie sich außerhalb der Wahrnehmung der BewohnerInnen der Stadt und werden alleine von StadtplanerInnen und Immobilienentwicklern als Flächenreserve für neue Stadtentwicklungsprojekte vorgehalten. Dabei bilden sie als Räume ohne festgeschriebene Nutzung einen Rückzugsraum vor der determinierten Stadt und bieten verschiedenste Möglichkeiten der temporären Aneigung. In unserem heute empfohlenen Video sehen Sie verschiedene Künstler, die sich vier Wochen Zeit genommen haben, um auf einer Brache hinter dem Bremer Bahnhof durch verschiedene Aktionen und Werke eine kleine kreative Stadt zu errichten.