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10.10.2016

Quartierserneuerung NRW: Heimatwerker Nieheim – Innovatives Bauprojekt zur Integration von Flüchtlingen 
Mit „Heimatwerker Nieheim“ ist vor wenigen Wochen ein ungewöhnliches Pilotprojekt in der Stadt Nieheim [Landkreis Höxter] gestartet. Ein altes, von Leerstand bedrohtes Ackerbürgerhaus im historischen Stadtkern wird dort nun mit vereinten Kräften von Flüchtlingen, Studierenden und Anwohnern saniert. Nach dem Umbau soll es gemeinschaftlich betrieben und genutzt werden. Im ersten Schritt haben die rund 60 Beteiligten die spätere Nutzung geplant und im Rahmen eines Workshops entschieden, wie das Haus zukünftig zu einem Ort für die ganze Stadt werden kann. Bis Ende 2018 soll dann der Umbau erfolgen. Bei der Planung und der Sanierung werden die Heimatwerker fachkundig angeleitet. Das Projekt Heimatwerker ist aber mehr als die Wiederherstellung eines Hauses und der Erhalt von historischer und stadtbildprägender Bausubstanz. Das gemeinsame Bauen bietet den Geflüchteten, die in Nieheim ein neues Zuhause suchen, die Möglichkeit, einer sinnvollen Beschäftigung nachzugehen und sich beruflich zu qualifizieren, Kontakte mit anderen Menschen zu knüpfen und sich besser zu integrieren. Ausführliche und regelmäßig aktualisierte Informationen zu diesem sicherlich ausgesprochen vorbildhaften und innovativen Projekt finden Sie hier.

Quartiersakademie NRW: Förderung für 15 Bürgerwerkstätten im Modellprojekt „Bürger vernetzen Nachbarschaften“   
Bürgerwerkstätten, die digitale Anwendungen in ihrer Nachbarschaft erproben, werden jetzt vom Land gefördert. Sie bekommen vom Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr Nordrhein-Westfalen [MBWSV NRW] und von externen Partnern sowohl durch Online-Angebote als auch mit einer Fortbildung vor Ort Unterstützung. Gefördert wird Weiterbildung und Schulung in Fragen der Organisation von Treffen, Methoden zur Ideenfindung, Problemlösung, Partizipation und Mobilisierung, der Nutzung digitaler Angebote wie zum Beispiel Crowdsourcing oder Crowdfunding, der Gestaltung von Blogs und anderen sozialen Medien. 45 Nachbarschaftsinitiativen aus ganz Nordrhein-Westfalen hatten sich für das Modellprojekt „Bürger vernetzen Nachbarschaften. Quartiersentwicklung nutzt digitalen Wandel“ beworben. 15 Bürgerwerkstätten hat der Projektbeirat beim NRW-Stadtentwicklungsministerium jetzt für die Förderung ausgewählt. Diese ausgewählten Initiativen kommen aus Aachen, Dortmund, Gelsenkirchen, Hamminkeln-Brünen, Köln, Kranenburg, Lemgo, Lippstadt, Lüdenscheid, Mettmann, Mülheim/Ruhr, Neuss, Siegen, Solingen, Tecklenburg-Ledde. Ausführliche Informationen zu diesen Modellprojekten finden Sie hier.

Netzwerktagung 2016: „WOHNEN IN DER STADT“ | Wie wollen wir wohnen? Wie werden wir wohnen?“ 
Die Jahrestagung der Netzwerke und Arbeitsgemeinschaften in der gebietsbezogenen Stadterneuerung Nordrhein-Westfalens wird in diesem Jahr durch die Innovationsagentur Stadtumbau NRW organisiert. Sie findet am 10. November 2016 im Textilwerk Bocholt statt und widmet sich dem Thema „WOHNEN IN DER STADT | Wie wollen wir wohnen? Wie werden wir wohnen?“. Neben einem Ausblick auf mögliche zukünftige Trends und Herausforderungen im Hinblick auf Wohnwünsche und Wohnungsmarktentwicklungen wird sich die Tagung mit der Leistungsfähigkeit der Instrumente nordrhein-westfälischer Städtebau- und Wohnraumförderpolitik befassen. Der Schwerpunkt des Tages liegt auf der Präsentation von Beispielen „Guter Praxis“ und ihrer Diskussion zwischen Praktikerinnen und Praktikern aus den Städten, Gemeinden, Planungsbehörden und Wohnungsunternehmen Nordrhein-Westfalens. Das Programm zu dieser Tagung haben wir hier zum Download für Sie bereitgestellt. Ab sofort ist auch eine Online-Anmeldung möglich, zu dieser Sie über diesen Link gelangen.

Quartiersakademie NRW: Quartierstagung Nordrhein-Westfalen – Zukunft der Quartiere in einer digitalen und lebenswerten Heimat 
Die „Quartiersakademie NRW. Heimat vor der Haustür“ lädt seit Ende 2015 Städte und Gemeinden und Initiativen in ihren Quartieren aus Nordrhein­Westfalen ein, sich über erfolgreiche Projekten auszutauschen und voneinander zu lernen. Mit der Quartierstagung, die am 24. November 2016 im RuhrCongress Bochum stattfindet, wird der Wunsch der Quartiersprojekte aufgegriffen, quer zu den eigenen Themen weitere Aspekte kennen zu lernen und im Sinne einer integrierten, teilhabeorientierten Quartiersentwicklung zu verbinden. Vorgestellt wird die digitale Plattform der Quartiersakademie, die zahlreiche Möglichkeiten bietet, lokale Konzepte der zivilgesellschaftlichen Quartiersarbeit digital untereinander und mit anderen örtlichen Initiativen zu vernetzen und zu verbessern. Das Programm zu dieser Veranstaltung haben wir hier zum Download für Sie bereitgestellt.  

Ausstellung: Gute Geschäfte – Was kommt nach dem Einzelhandel?  
Leere Ladenlokale, wohin man blickt. Der kleinteilige Einzelhandel in Nordrhein-Westfalen ist auf dem Rückzug. Neben dem Verlust der Nahversorgung bedeutet das einen Verlust von öffentlichem Leben im Quartier. Es gibt aber Projektideen in vielen Städten, die leere Ladenlokale nutzen und gleichzeitig wieder neues Leben in die Stadt bringen.
Mit der Ausstellung „Gute Geschäfte – Was kommt nach dem Einzelhandel?“ thematisiert StadtBauKultur NRW vom 20. Oktober bis zum 13. November 2016 in der Hertener Innenstadt Gründe für Leerstände in der Stadt und macht deutlich, wie verlorenes städtisches Leben durch neue Ideen zurückgewonnen werden kann. Ausführliche Informationen zu dieser Ausstellung und auch zu den in ihrem Kontext stattfindenden Veranstaltungen finden Sie hier.  

Veröffentlichung: Freiraumfibel – Wissenswertes über die selbstgemachte Stadt
Immer mehr Stadtbewohner gestalten ihre Stadt selbst. Sie bauen eigene Stadtmöbel und Skateparks oder legen urbane Gärten an. Doch was braucht man, um ein Straßenfest zu veranstalten? Wie lässt sich eine Brachfläche zum Abenteuerspielplatz umnutzen? Eine neue Publikation gibt jungen Stadtmachern Tipps. Die Fibel informiert über rechtliche Bedingungen – von Genehmigungsverfahren über Vertragsgestaltung bis hin zu Haftungsfragen – und gibt zahlreiche Tipps und Beispiele zum Stadtmachen. Sie soll all jenen eine Starthilfe sein, die sich aktiv in die Gestaltung ihrer Stadt einbringen wollen und Lust haben, ihren ganz eigenen Freiraum zu schaffen. Die Möglichkeit zum Download dieser Veröffentlichung oder auch zur Bestellung einer gedruckten Version finden Sie hier.

Veröffentlichung: Jugend.Stadt.Labor – Wie junge Menschen Stadt gestalten  
Das in dieser aktuellen BBSR-Sonderveröffentlichung vorgestellte Forschungsfeld bildet den Höhepunkt einer mehrjährigen Forschungsreihe. In ihm fließen viele Ansätze der vorangegangenen Forschungsprojekte zusammen: Die Stadtvisionen von "Young Energies", die Selbstorganisation und Raumaneignung aus "Jugend belebt Leerstand", die Aktivierung durch Impulsprojekte aus dem "Aktionsfonds" und die Verknüpfung mit der Stadtplanung aus "Jugend macht Stadt". Mit den acht Modellvorhaben, den Jugend.Stadt.Laboren, sind echte Reallabore entstanden, in denen erprobt wurde, wie junge Menschen sich für ein Mitwirken in der Stadtentwicklung zusammenfinden, ihre Ideen umsetzen und dadurch zu starken zivilgesellschaftlichen Akteuren werden können. Die zentralen Ergebnisse dieses bundesweiten Forschungsfeldes sind in dieser Publikation zusammengefasst, die Sie hier als gedruckte Veröffentlichung bestellen oder gleich als PDF-File herunterladen können.