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10.12.2012

Stadtumbau Gladbeck: Netzwerk in Rentford-Nord will Arbeit fortsetzen
Auch wenn das mit Mitteln des Programms Stadtumbau West geförderte Stadtteilbüro in Rentford-Nord seine Arbeit einstellen muss – die Akteure im Viertel wollen die Stärkung des Viertels weiter vorantreiben. Nicht zuletzt durch die Arbeit des Quartiersmanagements ist in Rentford-Nord ein Netzwerk aus Akteuren etabliert worden, die auch ohne Förderung die bislang erreichten Erfolge fortführen wollen. So konnte die ehrenamtlich betriebene Stadtteilzeitung „Rentford-Nord“ etabliert werden, Grünanlagen wurden neu gestaltet und Stadtteilfeste organisiert. Auch zukünftig wollen sich die Akteure im Rahmen eines Runden Tisches treffen und neue Projekte entwickeln. Und auch wenn die Schrottimmobilie in der Schwechater Straße weiterhin ihren Schatten auf das Viertel wirft – die engagierten Akteure vor Ort wollen sich nicht entmutigen lassen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Werne: Stadt diskutiert um Anwendung des Konzeptes „Jung kauft Alt
Ursprünglich stammt der Ansatz „Jung kauft Alt“ aus dem ostwestfälischen Dorf Hiddinghausen und konnte dort erfolgreich umgesetzt werden. Im Rahmen dieses Ansatzes wurden junge Bürgerinnen und Bürger durch finanzielle Anreize der Gemeinde dazu motiviert, in Altbauten zu ziehen, anstatt sich für einen Neubau zu entscheiden. So konnte der Leerstand in Hiddinghausen verringert und die Schrumpfung der Gemeinde vorerst gestoppt werden. In Werne wird nun intensiv darüber diskutiert, ob sich dieser Ansatz auch dort erfolgreich umsetzen lässt. Insbesondere muss zunächst geklärt werden, ob ein Neubaugebiet oder eine Subventionierung günstiger ist und welche Bürger Zugang zu den Subventionen erhalten sollten. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Projekt der Woche: „Witzenhauser Familienhäuser
Das Projekt „Witzenhauser Familienhäuser“ ist ein beispielhafter Ansatz zur Stärkung von familien- und altengerechten Stadtquartieren. Im Rahmen des Projektes haben 13 Witzenhauser Kindestagesstätten ein Konzept entwickelt, um die städtischen Einrichtungen für das gesamte Quartier zu öffnen und Bürgern aller Generationen ein Begegnungs- und Nachbarschaftszentrum zu bieten. Durch eine umfassende Kooperation verschiedener lokaler Akteure und Träger wurde ein vielfältiges Programm geschaffen, das Kinder, Jugendliche, Familien und insbesondere auch ältere Menschen im Quartier zusammenbringen soll. Die „Witzenhauser Familienhäuser“ sind bereits über die Region hinaus bekannt und in naher Zukunft plant auch die Stadt Eschwege eine Erweiterung ihrer Kindertagesstätten nach dem Vorbild Witzenhausens. Damit zeigt das Projekt, dass durch einen gemeinsamen und innovativen Kooperationsprozess die Funktion und die Aufgabe kommunaler Bildungseinrichtungen erheblich erweitert und auf zukünftige Bedarfe ausgerichtet werden kann. Ausführliche Informationen zu diesem Projekt der Woche finden Sie hier.

Veranstaltung: „Urbane Künste Ruhr Salon“ in Gelsenkirchen
Der „Urbane Künste Ruhr Salon“ ist ein Veranstaltungsformat, das die regionale und internationale Diskussion über die künstlerische Auseinandersetzung mit dem urbanen Raum fördern möchte. Die Veranstaltung richtet sich sowohl an Künstler und Journalisten, als auch an interessierte Bürger. Der Schwerpunkt des Salons am 13. Dezember 2012 um 18 Uhr in Gelsenkirchen liegt auf dem Thema „Stadtlabore“. Im Rahmen der Veranstaltung sollen die unterschiedlichen Ansätze, die Bedeutung und der Effekt von Laboren für den urbanen Raum diskutiert werden. Dabei sollen aus den Erfahrungen anderer Laboranten und den Ergebnissen der Diskussionsrunde Rückschlüsse auf Chancen und Herausforderungen für Stadtlabore im Allgemeinen und darüber hinaus auch für das Labor „Urbane Künste Ruhr“ gezogen werden. Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung finden Sie hier.

Veranstaltung: „AMIQUS – Ältere Migrant(inn)en im Quartier: Nachhaltigkeit durch Selbstorganisation und Teilhabe“
Der aktuelle Diskurs über die demographische Entwicklung in Deutschland ist nach wie vor häufig durch die Problematisierung der Überalterung der Bevölkerung geprägt. Doch neben einem „Älter“ und einem „Weniger“ der Bevölkerung wird zukünftig auch ein „Bunter“ der Bevölkerung von immer größerer Bedeutung sein. Und auch die Gruppe der Zuwanderer steht vor zunehmenden Herausforderungen durch den demographischen Wandel. Diesem Thema widmet sich nun die zweitägige Fachtagung des Zentrums „Gesellschaft und Nachhaltigkeit" der Hochschule Fulda am 31. Januar und 1. Februar 2013. Im Rahmen der Tagung werden die Ergebnisse des Forschungsprojekts „AMIQUS – Ältere MigrantInnen im Quartier: Stützung und Initiierung von Netzwerken der Selbstorganisation und Selbsthilfe“ vorgestellt und diskutiert. Darüber hinaus werden auch verschiedene Pilotprojekte aus der Praxis vorgestellt. Weitere Informationen zu der Veranstaltung und das ausführliche Programm finden Sie hier.

Video der Woche: Jugendwettbewerb Stadtumbau Ost 2012 in Berlin
Unser Video der Woche bietet einen Überblick über Projekte aus Marzahn-Hellersdorf in Berlin, die im Rahmen des Wettbewerbs „Jugendwettbewerb Stadtumbau Ost 2012“ von Jugendlichen dort entwickelt und durchgeführt wurden. Der Wettbewerb ist ein vom Programm Stadtumbau Ost finanziertes Projekt in Kooperation mit dem Kinder- und Jugendbüro Marzahn-Hellersdorf. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche aktiv in die Aufwertung ihres Viertels einzubinden. Im Zuge des Wettbewerbs haben die jungen Teilnehmenden eine Vielzahl kreativer Projekte umgesetzt, wie beispielsweise den Bau eines Geschicklichkeitsparcours, das Anlegen von urbanen Gärten in Innenhöfen oder die Aufwertung von Schulhöfen. Den Link zum Video der Woche finden Sie hier.