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11.08.2008

Projekt der Woche: Das Konzept des Sproutbaus in Bremen-Tenever
Große Wohnhochhäuser, die vorwiegend in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts als städtebauliche Innovation aufgrund von neuen Leitbildern errichtet wurden, haben sich im Laufe der Jahrzehnte zumeist negativ entwickelt. Viele dieser Hochhäuser sind ungeliebte Objekte im städtischen Kontext, häufig in den Problemgebieten der Städte. Eine neue Sichtweise auf diese Objekte tut Not, um sie auch für die Zukunft fit zu machen. Der Abriss dieser Gebäude kann nicht das ausschließliche Mittel im Umgang mit ihnen sein. Das Projekt dieser Woche zeigt die innovative Herangehensweise bei einem Hochhaus in Bremen-Tenever, wo mit Hilfe des Projektes „Sproutbau“ alternative Nutzungskonzepte ausprobiert wurden. Die Details zu diesem spannenden Ansatz können Sie wie immer hier nachlesen. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Innovationsagentur am 24. September dazu auch eine Stadtumbaulounge durchführen wird, auf der in lockerer Atmosphäre weitere Beispiele dieser Thematik kontrovers diskutiert werden sollen.

Wechselwirkungen in der Stadt – große Investitionsprojekte verbinden Quartiere. Neue Qualitäten mit Genderperspektive
An Orten des Strukturwandels sind mit großen Investitionsprojekten vielfältige Erwartungen verknüpft. Sie sollen vor Ort eine Verbesserung der ursprünglichen Situation herstellen und gleichzeitig Impulse für Stadt und Region ausstrahlen. Spätestens bei der Realisierung stellt sich unter anderem die Frage, wie es nun um die Einbettung der geförderten Projekte in die Stadt steht und welche Impulse die Projekte aus den Stadtteilen aufnehmen. Im Wettbewerb kommt es vermehrt darauf an, zukunftsorientierte Unternehmen und hochqualifizierte Arbeitskräfte zu gewinnen und diese nachhaltig an den Standort zu binden. Im Stadtmarketing werden Verwertbarkeit, Erfolg, Lebensqualität und Identität des Raumes beworben. Ausgehend von den Erfahrungen großer Projekte der postindustriellen Flächennutzung tragen Leitfragen und Impulse aus der Genderperspektive dazu bei, alle Kräfte zu bündeln und der gesellschaftlichen Entwicklung auf der räumlichen Ebene Rechnung zu tragen. Die Veranstaltung des Zentrums Frau in Beruf und Technik am 2. September in Dortmund richtet sich an diejenigen, die das NRW-Ziel 2-Programm [EFRE] 2007-2013 umsetzen, an Verantwortliche in Wirtschaftsförderung, Immobilienwirtschaft, Kommunen, Projektentwicklung, Planungsämtern und -büros sowie Förderreferaten. Weitere Informationen zum Programm finden Sie hier.

Lernen aus neuen Stadtquartieren – qualifizierte städtebauliche Dichten
Städte sind die Keimzelle von wirtschaftlicher und sozialer Innovation und damit der Motor für die wirtschaftliche Entwicklung insgesamt. Im Hinblick darauf wird die Renaissance der Städte als programmatisches Ziel ausgerufen. Der Trend zur Suburbanisierung ist aus ökonomischen wie ökologischen und sozialpolitischen Gründen zu durchbrechen. Städte müssen also zugleich hoch verdichtete, an der Bodenrendite ausgerichtete Nutzungskonzepte haben sowie attraktive Wohn- und Lebenswelten schaffen. Eine solche qualifizierte Dichte stellt Anforderungen an die soziale und technische Infrastruktur, genauso wie an die Entwicklung der Landschaft in der Stadt und die Vermeidung von Umweltbelastungen. In der Vergangenheit sind vielfach "Leuchtturmprojekte" im Hinblick auf eine maßstabsgerechte, stadt- und umweltverträgliche Gestaltung vorwiegend im Wohnbereich entstanden. Mit einem dezidierten [inner]städtischen Gegengewicht zu herkömmlichen Einfamilienhausgebieten werden trotz höherer Dichten städtebauliche Qualitäten geschaffen, die für die gesamtstädtische Entwicklung richtungsweisend sein können. Aufgabe des Seminars vom 8. bis 10. September in Berlin wird es sein, aus diesen Erfahrungen zu lernen und die Leitlinien qualitätvoller Dichte weiter zu entwickeln. Weitere Informationen zur Veranstaltung des difu erhalten Sie hier.

Die Website „Sehen lernen“ ist online
Die Kampagne „Sehen lernen“ hat sich zum Ziel gesetzt, die Öffentlichkeit für die gebaute Umwelt zu sensibilisieren und die Bevölkerung stärker für die Belange der Baukultur zu gewinnen. Ziel der Kampagne ist es, die Städte Nordrhein-Westfalens für den internationalen Wettbewerb in Zeiten des demographischen und strukturellen Wandels zu stärken und für die Bewohner der Region mehr Lebensqualität zu erreichen.
Die Seite „Sehen lernen“ besteht aus vier Bausteinen: dem digitalen BAUKULTUR ABC im Internet, den SEHSTATIONEN in Städten des Landes NRW, Broschüren und Faltblättern für interessierte Bewohner, Kinder und Jugendliche sowie einer begleitenden Plakatkampagne. Getragen wird die Kampagne vom europäischen Haus der Stadtkultur und dem Ministerium für Bauen und Verkehr NRW. Weitere Details zur Kampagne können Sie hier auf der neu eingerichteten Website nachlesen.

44. Tagung des Deutsch-Österreichischen URBAN-Netzwerkes: „Quartiersentwicklung durch engagierte lokaleAkteure“
Im Fokus der 44. Tagung steht diesmal das Thema: „Aktivierung und Beteiligung in der Quartiersentwicklung“. In diesem Rahmen werden am ersten Veranstaltungstag die Erfahrungen von zahlreichen Berliner Initiativen und Aktivitäten vorgestellt und erörtert. Am zweiten Tag wird dann rückblickend auf die Ergebnisse und Wirkungen der URBAN-Programme geschaut, vor allem auch mit der Überlegung auf welche Weise die Weiterführung des URBAN-Ansatzes in den EFRE-Programmen der Länder sowie in den entsprechenden konkreten Stadtentwicklungsmaßnahmen der Städte erfolgen kann. Das URBAN-Netzwerk hat zu diesem Thema bereits eine Auswertung der verschiedenen deutschen EFRE-Programme erarbeitet, die in Berlin präsentiert werden soll. Zum Abschluss der Tagung soll außerdem mit den Teilnehmern und Teilnehmerinnen der Veranstaltung die konkrete Fortführung des Netzwerks erörtert werden. Die Anmeldefrist für die URBAN-Tagung ist der 1. September. Weitere Details zur Tagung vom 11. bis zum 12. September in Berlin finden Sie hier.

Vorankündigung: vhw-Herbsttagung – Engagement und die Rolle der Kommunen. Ermöglichen und fördern, aber wie? Erfahrungen und Folgerungen
Das lokale Engagement der Bürgerinnen und Bürger in der Quartiersentwicklung ist ein zentrales Element. Daneben gibt es aber nach wie vor viele unbeantwortete Fragen für die Kommunen. Die Tagung soll aus diesem Grunde unter anderem der Fragestellung nachgehen, wie dieses Engagement überhaupt genau entsteht, und wie die Kommune eventuell fördernd eingreifen kann. Darüber hinaus sollen Erfahrungen ausgetauscht werden, die sich mit dieser Thematik beschäftigen. Die Herbsttagung wird diesen Fragestellungen in Form einer Werkstattveranstaltung nachgehen. Weitere Details zur Veranstaltung am 21. November in Hannover werden noch zeitnah zur Verfügung gestellt. Erste Details zur Tagung, die in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Planungstheorie und Stadtentwicklung der RWTH Aachen stattfinden wird, bekommen Sie in Kürze hier.