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12.07.2010

Neues Städtebauförderprogramm: „Kleinere Städte und Gemeinden – überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke“
Die Klein- und Mittelstädte in ländlichen, dünn besiedelten Räumen sind wichtige wirtschaftliche, soziale und kulturelle Zentren und Ankerpunkte für die Sicherung der öffentlichen Daseinsvorsorge. Sie erfüllen mit ihrem öffentlichen Infrastrukturangebot elementare zentralörtliche Versorgungsfunktionen für die Gemeinden und dörflich geprägten Orte im Umland. Diese Sicherung der Daseinsvorsorge ist jedoch aufgrund der Folgen des demographischen Wandels zunehmend gefährdet. Um solche notwendigen Versorgungsfunktionen dauerhaft und auf hohem Niveau für die Bevölkerung im ländlichen Raum zu sichern und zu stärken, hat das Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung das neue Städtebauförderungsprogramm "Kleinere Städte und Gemeinden - überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke", das Teil der "Initiative Ländliche Infrastruktur" ist, aufgelegt. Weitere Informationen zum Förderprogramm, für das im Jahr 2010 voraussichtlich rund 18 Mio. Euro zur Verfügung stehen werden, finden Sie hier.

Projekt t.a.i.b als temporäre Intervention zur Entwicklung des ViktoriaQuartiers gestartet
Für das innerstädtisch gelegene ViktoriaQuartier in Bochum ist in den kommenden Jahren eine kreativwirtschaftliche Entwicklung geplant. Erste Impulse aus der Kultur- und Kreativwirtschaft zur Entwicklung des ViktoriaQuartiers gibt die am 11. Juli 2010 eröffnete Aufstellung einer temporären architektonischen Intervention in Brachflächen [t.a.i.b.]. Auf dem Gelände vor dem „Katholikentagsbahnhof“ am Eingang des Quartiers bietet t.a.i.b. als temporärer Raum eine neue Plattform für Information und Diskussion über die zukünftige Entwicklung des „ViktoriaQuartiers“. Das Projekt verfolgt dabei die Idee, den Open-Source-Gedanken des Internets in die reale städtebauliche Welt zu holen. Jeder kann mitmachen und aktiv werden, beim Aufbau anpacken und t.a.i.b. nachher mit seinen Projekten und Veranstaltungen bespielen. Weitere Informationen zur Entwicklung des ViktoriaQuartiers und zu diesem innovativen Projekt finden Sie hier.

Projekt der Woche: Wohnungsgenossenschaft Am Beutelweg – Quartiersentwicklung durch bewohnerschaftliche Selbstorganisation
Unser in der vergangenen Woche erschienener Good-Practice-Reader zum Thema „Kommunale Handlungsfähigkeit in Zeiten der Krise“ zeigt eine Vielzahl möglicher Ansätze zur Quartiers- und Stadtentwicklung ohne Einsatz von kommunalen Finanzmitteln. Daran knüpft das aktuelle Projekt der Woche, die Wohnungsgenossenschaft Am Beutelweg, an. Durch die Organisation der Bewohner eines benachteiligten Stadtteils in einer Genossenschaft wurde ein Erwerb und die Sanierung von modernisierungsbedürftigen Immobilien durch die Bewohner möglich. Es konnte sowohl die Bindung an den Stadtteil erhöht als auch die soziale Lage der Genossenschaftsmitglieder erheblich verbessert werden. Zudem wurde im Rahmen der Sanierung eine Vielzahl an Arbeitsplätzen für die erwerbslosen Bewohner des Stadtteils geschaffen. Eine detaillierte Beschreibung dieses Projekts steht Ihnen hier in der gewohnten Form zur Verfügung.

Veranstaltung „Erfolgreich auf und mit Wochenmärkten“
Mehr als 3.300 Wochenmärkte beleben bundesweit die Fußgängerzonen und Marktplätze unserer Städte und sind wichtige Frequenzbringer für den stationären Handel. Sie stärken die Attraktivität und Zugkraft der Standorte, sind sozialer Knotenpunkt und damit ein starker Standortfaktor. Wochenmärkte stehen für Leben, für Frische, Qualität und Regionalität der Lebensmittel. Der Erfolg der Wochenmarkthändler stellt sich aber nicht automatisch ein. Oft fehlt die Zeit, sich mit veränderten Kundenbedürfnissen, neuen Verwaltungsvorschriften und Fragen der Verkaufspsychologie zu beschäftigen. Dabei könnten schon kleine Änderungen dazu beitragen, Qualität und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und den Wochenmarkt sowie den gesamten Handelsstandort attraktiver zu gestalten. Die Veranstaltung “Erfolgreich auf und mit Wochenmärkten”, die am 23. August 2010 in Bremen stattfindet, zielt vor diesem Hintergrund darauf ab, die generelle Bedeutung von Wochenmärkten und die Praxis des täglichen Geschäfts miteinander zu verknüpfen. Das Veranstaltungsprogramm haben wir hier für Sie bereitgestellt.