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12.08.2013

Stadtumbau Bochum: Bauarbeiten am „Zentralmassiv“ schreiten voran
Die ehemalige Bunkeranlage „Zentralmassiv“ am Springerplatz in Bochum ist kaum noch wiederzuerkennen. Die Bunkeranlage wurde mit Fördermitteln des Programms Stadtumbau West erneuert, ausgebaut und aufgestockt und bietet nun sowohl Eigentumswohnungen und Gewerberäume als auch ein Café. Bereits Mitte 2012 zog darüber hinaus die private Medienhochschule SAE als erster Mieter ein. Nun werden zeitnah auch die kleineren Wohnungen sowie der „Gipfel“ des „Zentralmassivs – eine 245qm große Wohnung im obersten Stockwerk des Gebäudes – fertig gestellt. Verzögerungen gibt es noch bei der Aufwertung des angrenzenden Springerplatzes, die bis Ende 2013 abgeschlossen sein soll. Weitere Informationen zu diesem bemerktenswerten Projekt im Bochumer Stadtumbau finden Sie hier.

Stadtumbau Leverkusen: „Familien“-Besuch im Zeichen der neuen Campusbrücke
Am 8. September lädt die neue bahnstadt opladen auch in diesem Jahr wieder zum Familien-Besuch in die „neue bahnstadt“ ein, um Besucher über dieses Großprojekt des Stadtumbaus zu informieren und dabei gleichzeitig ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm zu bieten. In diesem Jahr lautet das Motto „Brückenfest“ und im Fokus steht damit die neu eröffnete Campusbrücke, die beide Seiten Opladens verbindet. Für die Besucher werden dann auch wieder Führungen über das bahnstadt-Areal angeboten und fachkundige Informationen zum Stadtumbauprojekt vermittelt. Weitere Informationen zum Brückentag finden Sie hier.

Stadtumbau Hamm: Wohnungen im Museumsquartier heiß begehrt
Bis 2016 soll das Museumsquartier in Hamm fertig gestellt werden und damit eine Fläche in zentraler Innenstadtlage, die mit Mitteln des Programms Stadtumbau West geräumt wurde, mit neuem Leben füllen. Nun haben die Tiefbauarbeiten des Vorzeigeprojektes begonnen und damit liegen die Bauarbeiten voll im Zeitplan. Das Quartier soll dann nicht nur städtebaulich neue Maßstäbe setzen, sondern die „Niedrigenergiehäuser“ mit insgesamt 100 Wohnungen sind auch nach modernen Energiestandards konzipiert. Sämtliche Wohnungen sind zudem senioren- und behindertengerecht eingerichtet. Entsprechend groß ist die Nachfrage nach den Wohnungen, Interessenten aus der gesamten Region haben sich bereits gemeldet. Die ersten Wohnungen sollen dann im Herbst 2014 bezugsfertig sein. Ausführliche Informationen zu diesem nächsten Meilenstein in der außergewöhnlich erfolgreichen nachhaltigen Revitalisierung der Hammer Innenstadt finden Sie hier.

Stadtumbau Bielefeld: Türkisch-Islamischer Kulturverein reaktiviert des leer stehende Postgebäude in der Sennestadt
Im Rahmen des Stadtumbaus West in der Sennestadt konnten in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Aufwertungsmaßnahmen – auch im Bereich des Sennestadtteichs – realisiert werden. Das Jugendzentrum LUNA wurde saniert, der Uferbereich und Wege aufgewertet, Tretboote angeschafft und in einem der beiden legendären Reichow-Pavillons ist mit dem Stadtteilbüro eine Anlaufstelle für den Stadtumbau in der Bielefelder Sennestadt etabliert worden. Nun soll auch das alte Postgebäude, das seit einigen Jahren leer steht, reaktiviert werden. Diesem Gebäude war bereits im Rahmen des von der Innovationsagentur Stadtumbau NRW erarbeiteten „Integrierten Handlungsprogramms Bielefeld-Sennestadt" großes Potenzial für eine Stärkung des Zentrums in der Sennestadt zugeschrieben worden. Nun will der Türkisch-Islamische Kulturverein Sennestadt, der das Gebäude gekauft hat, nicht nur die Immobilie baulich aufwerten und einen Fahrstuhl für ältere Menschen und Behinderte einbauen, sondern auch sein Angebot in der Sennstadt für Jugendliche, Frauen und Ältere erweitern. Der Vorsitzende Hikmet Baykan betont in Hinblick auf das geplante Angebot: „Wichtig ist, dass wir mehr Jugendarbeit leisten, nicht nur für die muslimische, sondern für die ganze Bevölkerung". Weitere Informationen zu diesem sicherlich vorbildhaften Projekt finden Sie hier.

Stadtumbau Krefeld: Neubau in der Friedrichstraße als Tor zur Innenstadt
An der südöstlichen Ecke [Friedrichsplatz/Friedrichstraße] des Krefelder Stadtumbaugebietes errichtet die Krefelder Wohnstätte AG einen Neubau, der nach seiner Fertigstellung 2015 ein neues „Tor“ zur Innenstadt bilden und den Bereich deutlich aufwerten soll. Insgesamt sollen hier 23 neue Wohnungen entstehen, darunter im Erdgeschoss drei rollstuhlgerechte Wohneinheiten. Auch die angrenzenden Gebäude werden energetisch und architektonisch aufgewertet, um so einen in sich stimmigen und hochwertigen Eingangsbereich zur Innenstadt zu schaffen. Weitere Informationen zu diesen neuen Plänen im Rahmen der umfassenden Aufwertung der Krefelder Innenstadt finden Sie hier.

Problemimmobilien I: Streit um Zahlungen für Problemimmobilie in Neukirchen-Vluyn
Ein Schreiben der „Enni Stadt & Service Niederrhein AÖR" hat in Neukirchen-Vluyn für einen Konflikt zwischen der Stadt und dem Mieterschutzbund geführt. In dem Schreiben an die Mieter der Problemimmobilien kündigt die Enni die Sperrung von Strom und Wasser an. Hintergrund der Androhung: Bereits vor 4 Jahren hatten sich die Stadt und der Mieterschutzbund zu einem ungewöhnlichen Schritt entschlossen, um den Betrieb der Häuser des Berliner Unternehmers Ottmar Nau zu sichern und die bereits damals drohende Schließung der Wohngebäude zu verhindern: Seitdem werden seitdem Kaltmieten und Nebenkosten auf ein durch den Mieterschutzbund eingerichtetes Treuhandkonto eingezahlt, der daraus für den Unterhalt und Betrieb des Gebäudes notwendige Kosten und Abgaben zahlt. Laut Peter Heß vom Mieterschutzbund können die Zahlungen nun allerdings nicht mehr begleichen werden, denn es stünden „unzureichende Mittel" auf dem Konto zur Verfügung. Laut Heß habe die Stadt zur Begleichung weiterer Nau-Schulden statt der ihr hier zustehenden 34.000 Euro in den vergangenen 11 Monaten 80.000 Euro gepfändet. Laut Jörg Geulmann von der Stadtverwaltung müssten die Zahlungen auf dem Treuhandkonto dennoch ausreichen und die erfolgte Pfändung der Kaltmieten sei juristisch einwandfrei. Die weiteren Entwicklungen bleiben nun abzuwarten. Weitere Informationen zu diesem Streit finden Sie hier.

Problemimmobilien II: Beispielhafter Ansatz im Kampf gegen eine Problemimmobilie in Dortmund
In der Dortmunder Nordstadt hat eine Projektgemeinschaft mit einem bislang einzigartigen Ansatz den Kampf gegen Problemimmobilien im Quartier aufgenommen. Gemeinsam wollen die Stiftung "Soziale Stadt", das Jobcenter Dortmund, die Grünbau gGmbH, DOGEWO21 und die Stadt Dortmund sowie weitere Akteure Problemimmobilien im Quartier aufwerten und anschließend nachhaltig bewirtschaften. Auch das Land NRW zeigt großes Interesse an dem Modellprojekt und hat Wohnraumfördermittel in Höhe von 600.000 Euro zur Verfügung gestellt. Die Stiftung „Soziale Stadt“ kauft mit finanzieller Unterstützung die Immobilien auf und lässt sie in Kooperation mit lokalen Handwerksbetrieben aufwerten und die Grundrisse der Wohnungen an moderne Bedürfnisse anpassen. Nach abgeschlossener Sanierung wird die Immobilie von DOGEWO21 erworben und bewirtschaftet, mit dem Erlös plant die Stiftung „Soziale Stadt“ dann den Kauf weiterer Problemimmobilien. Weitere Informationen zu diesem sicherlich wichtigen und beispielhaften Modellprojekt in Dortmund finden Sie hier.

Heiligenhaus: Stadt steht vor Finanzierungsproblem für ein notwendiges neues Asylheim
Die Stadt Heiligenhaus steht aktuell vor einem Finanzierungsproblem hinsichtlich der dauerhaften Unterbringung der 80 Asylbewerber, die aus den baufälligen Wohncontainern an der Friedhofsallee in die provisorische Unterkunft an der Ludgerusstraße umgezogen sind. Die ehemalige Schule an der Ludgerusstraße ist nur eine Übergangslösung, die Unterbringung in Mietwohnungen nicht praktikabel. Die Stadt ist verpflichtet, für eine angemessene Unterbringung zu sorgen und favorisiert in diesem Zusammenhang einen Neubau an der Ludgerusstraße. Trotz fehlender Eigenmittel und geltendem Haushalts-Sicherungskonzept muss die Stadt Heiligenhaus hier nun eine – sicherlich schwierige – Lösung finden. Weitere Informationen zu dieser Problematik finden Sie hier.

Bottrop: Eine Bürgerwerkstatt gegen die Überwärmung der Innenstadt
Bereits heute ist der fortschreitende Klimawandel in der dicht bebauten Bottroper „Wärmeinsel Innenstadt“ zu spüren und bis zum Jahr 2050 sagen Experten einen weiteren Anstieg der Durchschnittstemperaturen um 2 Grad voraus. Als Folge werden dann Tage mit über 30 Grad in der Innenstadt fünfmal häufiger auftreten als heute – mit erheblichen Folgen für [ältere] Bewohner und Vegetation. Um dieser Entwicklung frühzeitig entgegen zu wirken, wird im Auftrag der Stadt aktuell eine Studie zu möglichen Lösungen wie Dach- und Fassadenbegrünungen, Baumpflanzungen oder Flächen-Entsiegelung erstellt. In diesem Kontext plant die Stadt, am 1. Oktober 2013 die Bürgerwerkstatt „Gemeinsam gegen den Klimawandel“ zu organisieren, um gemeinsam mit Bürgern Ideen und Konzepte zu entwickeln, um einer weiteren Erwärmung der Innenstadt entgegen zu wirken. Weitere Informationen zu diesen Bottroper Planungen finden Sie hier.

Projekt der Woche: Gemeinschaftliche Reaktivierung einer Brachfläche zum quartiersbezogenen „Wandelgarten“
Es ist ein Trend, der in den vergangenen Jahren in innerstädtischen Quartieren und insbesondere auf ehemals trostlosen Brachflächen zunehmend für eine „Begrünung“ sorgt: das „Urban Gardening“. Dieses Konzept wird häufig in so genannten Bürgergärten realisiert, die auf Brachflächen als eine Zwischennutzung – manchmal sogar als dauerhafte Nachnutzung – entstehen und von Vereinen, Bürgern und Anwohnern, meist ehrenamtlich, betrieben bzw. bewirtschaftet werden. Auch das Projekt „Wandelgarten Wuppertal“ gehört zu dieser „Urban Gardening“-Bewegung und legt einen Schwerpunkt in der Umsetzung und Nutzung auf eine aktive Einbeziehung von Jugendlichen und auf interkulturelle Aspekte. Weitere Informationen zu diesem beispielhaften „Urban Gardening“-Projekt finden Sie hier.

Video der Woche: „Oschersleben – Stärkung der Innenstadt
Mit unserem Video der Woche setzen wir unsere Reihe von Videobeiträgen des Kompetenzzentrums Stadtumbau fort. In dieser Woche schauen wir nach Oschersleben [Bode] in Sachsen-Anhalt. Hier versuchen die Verantwortlichen der Stadt mit verschiedenen Projekten, die Stärkung ihrer Kernstadt voranzutreiben. Neben der Schaffung generationsübergreifender Wohnangebote und der Wiederbelebung des ungenutzten Bahnhofsgebäudes ist insbesondere die umfassende Sanierung der historischen Burg ein zentrales Projekt des Stadtumbaus in Oschersleben. Unser Video der Woche finden Sie hier.