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12.10.2009

Neulandfest in Remscheid-Honsberg ein großer Erfolg!

Der „lange Atem“ der zahlreichen engagierten Akteure in Remscheid-Honsberg hat sich ausgezahlt: Die erste Häuserzeile wurde abgerissen und macht nur allen Honsbergern und Besuchern des Stadtteils deutlich, dass es vorwärts geht im Stadtumbau. Die Planungen für die „Neue Mitte“ sind weitestgehend abgeschlossen und nun geht es darum, dass diesem Stadtteil auch in Zeiten finanzieller Krise nicht seine Zukunftsperspektiven genommen werden. Die Honsberger haben es sich auf jeden Fall nicht nehmen lassen, dass „Neuland“, das durch den Abriss entstanden ist, mit einem lebhaften Fest zu begrüßen und zu feiern. Die Reportage zu diesem Fest finden Sie hier.

Nächstes Treffen der Austauschplattform für QuartiersmanagerInnen
Die Austauschplattform für QuartiersmanagerInnen in Nordrhein-Westfalen, die von der Innovationsagentur Stadtumbau NRW organisiert und betreut wird, hat sich mittlerweile gut im Arbeitsalltag nicht nur der im Stadtumbau West tätigen QuartiersmanagerInnen etabliert. Auch verschiedene Mitarbeiter aus Projekten der Sozialen Stadt und von frei finanzierten Quartiersmanagements nehmen mittlerweile regelmäßig an den Treffen dieser Gruppe teil. So wird denn auch die nächste Veranstaltung von einer Wohnungsgenossenschaft ausgerichtet: Die Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft Troisdorf, die selbst Quartiersmanagement betreibt, lädt zur Präsentation der eigenen Arbeit ein. Thematischer Schwerpunkt dieses Treffens ist die Frage, wie die Schnittstelle zwischen den beautragten Quartiersmanagements und den beauftragenden städtischen Verwaltungen gestaltet werden kann. Zu diesem Thema sollen gemeinsam Erfahrungen ausgetauscht und Empfehlungen formuliert werden. Das Programm zu dieser Veranstaltung finden Sie hier, es wird um Anmeldung bis zum Freitag, den 16. Oktober 2009 gebeten.

Ausstellung in Remscheid: „Freiheitstraße – Vom Transitraum zur Drehscheibe“
Auch der Stadtumbauprozess im Remscheider Quartier Stachelhausen schreitet weiterhin zügig voran. In der Zeit von Juni bis August 2009 wurde, mit großer Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger sowie weiterer lokaler Akteure, engagiert an der Weiterentwicklung der städtebaulichen Ziele auch für diesen Stadtteil gearbeitet. Im Rahmen einer Planungswerkstatt wurden auch mehrere Bürgerveranstaltungen durchgeführt, deren Ergebnisse schließlich in die Entwürfe von vier Planerteams einflossen. Die unterschiedlichen Entwürfe sowie weitere Informationen zum Quartier Stachelhausen werden seit dem 1. Oktober 2009 in der Ausstellung „Freiheitstraße – Vom Transitraum zur Drehscheibe“ sehr anschaulich präsentiert. Die Ausstellung im Dienstleistungszentrum (Ämterhaus) der Stadt Remscheid läuft bis zum 30. Oktober 2009. Nähere Informationen zur Veranstaltung sowie eine Dokumentation der Planungswerkstatt erhalten Sie hier.

Projekt der Woche: Gesund und fein für Groß und Klein
Brebach ist ein klassisches Arbeiterquartier im strukturellen Umbruch, mit einem überdurchschnittlichen Anteil an Menschen, die von der Zahlung staatlicher Transferleistungen abhängig sind und einer hohen Anzahl an Wohnbevölkerung mit Migrationshintergrund. Beim „Runden Tisch Brebach“ wurde das Thema „Gesundheit im Quartier" diskutiert. Vor allem die Grundschule, die Kindertagesstätten und die Schülerhilfe der Gemeinwesenarbeit gaben Rückmeldungen über einen zunehmend schlechten Ernährungsstand der Kinder in ihren Einrichtungen. So wurde die Idee entwickelt, ein Projekt zu starten, bei dem Kinder gemeinsam mit ihren Müttern kochen und dabei ohne erhobenen Zeigefinger lernen, wie wichtig aber auch schmackhaft gesunde Ernährung ist. Die Mütter erhalten gleichzeitig Tipps und Anleitung für eine alltägliche Umsetzung. In den Räumen eines Interkulturellen Stadtteiltreffs kocht und isst nun einmal wöchentlich eine Gruppe aus türkischen, italienischen und deutschen BewohnerInnen gemeinsam. Weitere Informationen zu diesem innovativen Projekt finden Sie hier.

Europäische Strukturfonds – Finanzierungsinstrumente für Projekte und Maßnahmen der Stadtentwicklung
In den vergangenen Jahren haben die Europäschen Strukturfonds bei der Akquisition von Fördermitteln und der Finanzierung von Projekten der Stadterneuerung, in erster Linie vor dem Hintergrund fehlender öffentlicher Gelder, erheblich an Bedeutung gewonnen. Eine große Anzahl an Städten und Gemeinden nutzt dieses Instrument bereits bei der Finanzierung von Stadtentwicklungsprojekten. Schwierigkeiten entstehen jedoch verstärkt durch die teilweise sehr komplexen Vorschriften zur Mittelbewirtschaftung und -abrechnung. Aus diesem Grund thematisiert die Tagung „Europäische Strukturfonds – Finanzierungsinstrumente für Projekte und Maßnahmen der Stadtentwicklung“ die Reichweite förderbarer Projekte, wobei die einzelnen Schritte vom Projektantrag bis zur erfolgreichen Projektgenehmigung erläutert werden. Ein Programm der vom 26. bis zum 28. Oktober 2009 vom Institut für Städtebau Berlin durchgeführten Veranstaltung finden Sie hier.

Seminar: Interkommunale Kooperation in der Einzelhandelsentwicklung
In Zeiten des wachsenden Standortwettbewerbs zwischen Städten und Gemeinden ist die Einzelhandelsentwicklung zu einem zentralen Thema der Stadtentwicklung geworden. Trotz der Konkurrenzsituation haben sich, als Folge des gesetzlich vorgeschriebenen Abstimmungsgebotes bei der Ansiedlung von Einzelhandelsbetrieben, verstärkt interkommunale Kooperationen auf freiwilliger Basis entwickelt. Allerdings unterscheiden sich diese Kooperationsformen oftmals grundlegend im Hinblick auf ihre Rechtsform, Verbindlichkeit und Kooperationsstrukturen. Das vom Institut für Städtebau und Wohnungswesen angebotene Seminar „Interkommunale Kooperation in der Einzelhandelsentwicklung“ präsentiert den Teilnehmenden mit Hilfe von Praxisbeispielen konkrete Handlungsansätze zur sinnvollen Gestaltung solcher Projekte. Ein detailliertes Programm zur Veranstaltung am 27. Oktober 2009 in München steht Ihnen hier zur Verfügung.