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12.12.2011

Neuer Good Practice Reader: Dezentrale Versorgung im ländlichen Raum
Demographischer Wandel, wirtschaftlicher Strukturwandel, kommunale Finanznot, eine zunehmend globalisierte Welt – allesamt Herausforderungen, mit denen Planer tagein tagaus zu kämpfen haben. Eine besonders große Herausforderung bedeuten diese Probleme für die Planer in ländlichen Gemeinden, die von diesen Entwicklungen in besonderem Maße betroffen sind. Aus diesem Grund widmet sich ein neuer Good Practice Reader der Innovationsagentur Stadtumbau NRW schwerpunktmäßig der dezentralen Versorgung im ländlichen Raum. Nach einem Überblick über die verschiedenen Themenfelder, in denen sich besondere Probleme entwickeln, präsentiert der Reader eine Vielzahl von innovativen Projekten, die zur Bewältigung dieser Herausforderungen in der Praxis erfolgreich entwickelt und realisiert wurden. Den Link zum Download dieses neuen Good Practice Readers finden Sie hier.

Stadtumbau in Bochum: Erfolgreiche Grundschulsanierung im Stadtumbaugebiete Goldhamme
Für knapp 1,3 Millionen Euro wurde das Gebäude der Grundschule An der Maarbrücke im Bochumer Stadtumbaugebiet Goldhamme komplett isoliert und mit einer neuen Beleuchtung versehen. Diese Erneuerung, die aus Mitteln des „Investitionspaketes zur Erneuerung sozialer Infrastruktur“ finanziert wurde, bewirkt zum einen deutliche Energieeinsparungen von 70% – dies sind rund 140 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr und damit etwa soviel, wie ein Auto bei einer Fahrtstrecke von 100 000 Kilometern in die Umwelt abgibt. Die umfassende Erneuerung dieses Schulgebäudes gilt auch als wichtiger Standortfaktor und wichtiger Entwicklungsimpuls für die Erneuerung und Entwicklung des gesamten Stadtteils. Mehr Informationen zu diesem erfolgreichen Projekt finden Sie hier.

Stadtumbau in Bochum II: Idee für gemeinsame Anlaufstelle für Menschen aller Religionen verbessert das Westend-Image
Die evangelische Kirchengemeinde und die Ifak – Verein für multikulturelle Kinder- und Jugendhilfe – sind ihrem Ziel, in Bochum-Stahlhausen ein Stadtteilzentrum zu gründen, ein Stück näher gekommen. In der Friedenskirche wollen die evangelische Gemeinde Bochum und der Verein für Migrationsarbeit im Rahmen des Stadtumbauprojektes Westend gemeinsam eine Anlaufstelle für Menschen aller Religionen in Stahlhausen, Griesenbruch und Goldhamme bilden. Dazu wird das Gotteshaus verkleinert und umstrukturiert: Ein Bereich am Altarraum bleibt für Gottesdienste, die heute noch von rund 40 Leuten besucht werden, erhalten. Der überwiegende Teil des Kirchenraums wird aber in den Stadtteiltreff integriert mit neuem Zugang, einem Café und neuem Kirchsaal. Eingebettet in den gesamten Veränderungsprozess des Stadtumbaus kann das Stadtteilzentrum so einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung zur Lebensqualität der Bewohner leisten, ohne dass sich dabei – wie in vielen anderen nordrhein-westfälischen Stadterneuerungsgebieten, die traditionelle Kirchengemeinde ganz aus einem solchen Gebiet zurückzieht. Mehr Informationen zu diesem vorbildhaften Projekt finden Sie hier.

Projekt der Woche: Die ‚Skyline Apartments’ in Frankfurt am Main
Das Projekt „Skyline Apartments“ ist ein erfolgreiches Beispiel für die Umnutzung von leer stehenden Büroeinheiten in hochwertigen Wohnraum in guter Lage. Das im Frankfurter Stadtteil Niederrad stehende 14-stöckige Bürogebäude in der Lyonerstraße wurde zu einem modernen Wohnkomplex komplett umgebaut und innerhalb kurzer Zeit fast komplett vermietet. Die 98 neuen Wohneinheiten bedienen hauptsächlich die Zielgruppe der „anspruchsvollen“ Mieter. Die Wohnungen sind luxuriös ausgestattet und verfügen über eine moderne Einrichtung. Es gibt sowohl kleinere Appartements als auch ganze Penthousesuiten mit großzügigen Terrassen. Mehr Details zu diesem erfolgreichen Umnutzungsprojekt finden Sie hier.

Tagung: Werterhalt von Wohnimmobilien und Quartieren durch gemeinschaftliches Handeln von Eigentümern
Private Immobilieneigentümer werden als Partner in der Quartiersentwicklung immer wichtiger. Privates Engagement kann einen wichtigen Beitrag leisten, um Wohnquartiere zu stabilisieren und aufzuwerten. Vieles kann jedoch von einzelnen Eigentümern nicht alleine gelöst werden. Ein abgestimmtes Handeln beziehungsweise eine Zusammenarbeit von Eigentümern ist nicht nur sinnvoll, sondern häufig auch eine Voraussetzung, um einen Abwärtstrend zu stoppen. Die Tagung, die am 31. Januar 2012 im Heilbronn stattfindet, widmet sich einer Präsentation und Diskussion bisheriger Erfahrungen in diesem Handlungsfeld. Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung finden Sie hier.