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13.02.2017

Stadtumbau Bielefeld: Eine Zwischenbilanz in der Sennestadt    
Trotz des jahrelangen Stadtumbaus mit seinen zahlreichen Einzelprojekten hakt es noch an vielen Stellen im Stadtbezirk. Das ist das Ergebnis des Bürgerforums, zu dem das städtische Bauamt zum Abschluss der ersten Phase ins Sennestadthaus eingeladen hatte. Die rund 50 Besucher kritisierten aber nicht nur, sie wiesen in vier Arbeitsgruppen auch auf bestehende Mängel hin und machten Vorschläge für die neue Planungsphase. "Seit 2005 haben wir uns mit Stadtumbau beschäftigt", sagte Sven Dodenhoff vom Bauamt, Team Stadtentwicklung, zum Auftakt. Allein in Sennestadt seien 7,2 Millionen Euro investiert worden, "und man muss davon ausgehen, dass jeder Euro Förderung 8 Euro an privaten Investitionen nach sich zieht". Geplant gewesen sei aber kein "kompletter Umbau, sondern Akupunktur, die übertragbar ist". In der zweiten Umbauphase sollten jetzt nicht mehr "kleine Stellen" geheilt werden, ergänzte Rainer Sachse von der Landschaftsarchitektur Scape. Nun gehe es um die Frage: "Wie mache ich Sennestadt zukunftsfähig?" Herausforderungen seien dabei etwa die sich ändernde Altersstruktur, die Migration und die "Stadtanlage an sich". Ausführliche Informationen zu den Zukunftsplänen des Stadtumbaus in der Bielefelder Sennestadt finden Sie hier.

Stadtumbau Ratingen: Bürgerforum zum „Konzept öffentlicher Raum“   
Im Jahr 2013 wurde zur Aufwertung und Weiterentwicklung der Ratinger Innenstadt das Integrierte Handlungskonzept Ratingen-Zentrum [INTEK] mit dem Leitbild der "Generationengerechten Stadt" vom Rat der Stadt beschlossen. Für eine Vielzahl der Bau- und Planungsmaßnahmen erhält die Stadt seit Dezember 2014 Investitionszuschüsse aus Städtebaufördermitteln des Bundes und des Landes aus dem Programm "Stadtumbau West". Seitdem werden die planerischen und baulichen Maßnahmen des Integrierten Handlungskonzeptes in der Innenstadt umgesetzt. Mit einem Bürgerforum zum "Konzept öffentlicher Raum" möchten die Akteure des Innenstadtbüros und die Stadtverwaltung Ratingen nun mit interessierten Ratingern ins Gespräch kommen. Das Bürgerforum findet am Dienstag, den 14. Februar 2017 um 18.30 Uhr im Funktionsgebäude des Stadions Ratingen [VIP-Bereich] statt. Ausführlichere Informationen zu dieser noch relativ jungen Stadtumbaumaßnahme finden Sie hier.

Stadtumbau Hagen: Eigentümer beraten Eigentümer   
Die Aktivierung privater Eigentümer zu Investitionen in ihren Wohnungsbestand gehört seit vielen Jahren zu einer der nur schwer lösbaren Daueraufgaben in der gebietsbezogenen Stadterneuerung. Im Hagener Stadterneuerungsgebiet Wehringhausen wird dazu nun ein neuer Ansatz erprobt. Eine Reihe von Immobilienbesitzern und immobilienwirtschaftlich Interessierten trifft sich jeden ersten Donnerstag eines Monats beim Quartiersmanagement zum „Eigentümer-Stammtisch Wehringhausen“. Dort informieren sie sich über Entwicklungen im Stadtteil, sie tauschen sich aus über konkrete Probleme bei der Vermietung oder Erneuerung, sie diskutieren akute Probleme und entwickeln Strategien, wie die Bausubstanz in Wehringhausen erneuert werden kann. Die engagierten Eigentümer gehen nun noch einen Schritt weiter und unterstützen aktiv die Eigentümerberatung beim Quartiersmanagement und bei der Stadt: Insbesondere unerfahrene und in Immobiliendingen unsichere Immobilienbesitzer sollen durch informelle Beratungsgespräche „auf Augenhöhe“ angesprochen werden. Die „alten Hasen“ bieten ihre Hilfe an. Sie geben ihre Erfahrungen, ihr Wissen und ihren Rat im Rahmen individueller Beratungsgespräche an die Interessierten weiter. Ausführliche Informationen zu diesem interessanten Ansatz finden Sie hier.

Werkstattreihe: Sozialraumorientierung und ressortübergreifende Handlungsansätze in der Stadtentwicklung und im Quartier   
Gerade in Hinblick auf die aktuell bestehende Förderlandschaft erscheint eine tiefergehende Betrachtung der Handlungsmöglichkeiten und der ressortübergreifenden Zusammenarbeit in der kommunalen Verwaltung, auch auf Landes- und Bundesebene, angebracht. Zunächst als Handlungsprinzip zur Entwicklung sogenannter „Stadtteile mit besonderem Erneuerungsbedarf“ aufgestellt, hat sich die Ausrichtung auf das Quartier und auf integrierte Planungs- und Umsetzungsverfahren als wegweisend für Stadt- und Kommunalentwicklung insgesamt erwiesen. Die Prinzipien, Handlungsweisen und Wirkungen der Sozialen Stadt sollen mit einer neuen Veranstaltungsreihe des Städtenetz Soziale Stadt NRW vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen und Rahmenbedingungen nun in Werkstattform diskutiert und überprüft werden. In neun ausgewählten Themenwerkstätten sollen Impulse zur Weiterentwicklung erarbeitet und zusammenfassend ausgewertet werden. Ausführliche Informationen zu dieser sicherlich auch für die anderen Programme der gebietsbezogenen Stadterneuerung in Nordrhein-Westfalen interessanten Veranstaltungsreihe des Städtenetz Soziale Stadt NRW haben wir hier zum Download für Sie bereitgestellt.

Quartiersakademie: Bürger beleben und nutzen Leerstände in Quartieren 
Quartiere und Stadtteile wandeln sich zunehmend: demographischer Wandel, Effekte der Zuwanderung oder Digitalisierung verändern auch das Stadtbild und das Leben der Bewohner. Gleichzeitig ist die Partizipation von Bürgerinnen und Bürgern – Hand in Hand mit der Verwaltung – für die Vitalität der Städte und Gemeinden und für ihre nachhaltige Entwicklung besonders wichtig. Um Nachbarschaften und Quartiere in den Kommunen dauerhaft zu stärken sowie die Vernetzung und den Austausch zu fördern, hat das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW [MBWSV NRW] die „Quartiersakademie für NRW“ ins Leben gerufen. Die nächste Veranstaltung in dieser Reihe wird am 15. März 2017 in Mülheim/Ruhr stattfinden und sich mit dem Thema „Bürger beleben und nutzen Leerstände in Quartieren: Bürgerschaftliche und ehrenamtliche Initiativen zur [Zwischen-]Nutzung leerstehender Immobilien“ befassen. Ausführliche Informationen zu dieser Veranstaltung haben wir hier zum Download für Sie bereitgestellt.

Fachveranstaltung: Altbauaktivierung – Strategien und Erfahrungen    
Der Umgang mit leerstehenden und sanierungsbedürftigen Altbauten ist gerade in stagnierenden und schrumpfenden Kommunen eine Herausforderung für die Stärkung der Innenstädte. Im Rahmen des BBSR-Ressortforschungsvorhabens „Altbauaktivierung – Strategien und Erfahrungen“ wurden im zurückliegenden Jahr unter anderem in vier Fallstudienstädten zahlreiche Ansätze und Instrumente für die Altbauaktivierung untersucht und systematisiert sowie vor Ort angewandte Strategien und Erfahrungen ausgewertet. Zum Ende dieses Projektes werden nun zwei Fachveranstaltungen organisiert. Bei diesen Fachveranstaltungen werden in vier Fallstudienstädten Strategien und Erfahrungen präsentiert und Erkenntnisse diskutiert. Im Fokus stehen der Instrumenteneinsatz und die Akteurskonstellationen, die eine Altbauaktivierung fördern. Ausführliche Informationen zur Veranstaltung in NRW, die am 2. März 2017 in Hann. Münden stattfindet, stehen hier zum Download für Sie bereit.  

Veranstaltung: Stadtentwicklung und Einzelhandel in NRW    
In allen Bereichen des Handels findet ein dynamischer Strukturwandel statt, der die Standorte der Nahversorgung, der Stadtteilzentren, der Kernstädte und der peripheren Versorgungszentren unterschiedlich, aber nachhaltig beeinflusst. Der Bundesgesetzgeber und die Rechtsprechung reagieren mit neuen Gesetzen und Urteilen auf diese Veränderungen, die oftmals für Kommunen zu spät kommen, zu abstrakt oder zu wenig praxisorientiert sind. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich die Veranstaltung „Stadtentwicklung und Einzelhandel in NRW“, die am 8. Mai 2017 in Krefeld stattfinden wird, mit aktuellen rechtlichen und städtebaulichen Fragen der Ansiedlung und Steuerung des Einzel- und Fachhandels. Ein Schwerpunkt befasst sich mit typischen Fehlerquellen in Einzelhandelskonzepten und fehlerhaften Festsetzungen in hieraus abgeleiteten unterschiedlichen Bebauungsplantypen. Ausführliche Informationen zu dieser Veranstaltung des DISR stehen hier zum Download für Sie bereit.

Veröffentlichung: Leitfaden Gesunde Stadt – Hinweise für Stellungnahmen zur Stadtentwicklung aus dem Öffentlichen Gesundheitsdienst   
Der bebauten Umwelt und den Verhältnissen, in denen Menschen leben, wird seit langem ein großer Einfluss auf die menschliche Gesundheit zugeschrieben. Viele krankheitsverursachende Faktoren, vor allem Umweltlasten im Boden, im Wasser und in der Luft, konnten durch die modernen Entwicklungen im umweltbezogenen Gesundheitsschutz weitgehend eingegrenzt werden. Aus diesem Grund leistet das Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen [LZG.NRW] einen Beitrag zur Gesundheitsförderung ebenso wie zur Prävention akuter und chronischer Erkrankungen, indem die Möglichkeiten des Öffentlichen Gesundheitsdienstes [ÖGD] gestärkt werden, unsere städtischen Lebensumwelten gesundheitsförderlicher zu gestalten und zu erhalten. Der in diesem Zusammenhang nun veröffentlichte Leitfaden wurde ursprünglich in Australien von Expertinnen und Experten der Gesundheitsplanung [„Health Planners“] für den Bundesstaat New South Wales entwickelt und in der nun vorliegenden Form auf Nordrhein-Westfalen übertragen. Diese Veröffentlichung des Landeszentrums für Gesundheit Nordrhein-Westfalen steht hier zum Download für Sie bereit.