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13.10.2008

Projekt der Woche: 100% Mode Klarendal, Arnheim
In dieser Woche wagen wir erneut einen Blick über die Landesgrenzen hinaus, um auch innovative Herangehensweisen unserer Nachbarn näher kennenzulernen. Das Beispiel Klarendal in Arnheim zeigt, wie die Profilierung eines ehemals benachteiligten Stadtteils Erfolge zeigen kann. Klarendal ist ein zentrumsnaher Stadtteil, der durch eine negative soziale und Bevölkerungsentwicklung gekennzeichnet war. Die Einrichtung mehrerer Stadtteilräte und die gezielte Vermarktung des Quartiers für junge Modeschöpfer haben Klarendal wieder neuen Schwung gegeben. Durch die aktive Unterstützung des örtlichen Wohnungsbauunternehmens konnten ideale Bedingungen für die jungen Kreativen geschaffen werden. Die Details zu diesem spannenden und vorbildhaften Ansatz können Sie wie immer hier auf unserer Homepage im Projekt der Woche nachlesen.

Städtebauliches Symposium: Temporäre Stadt an besonderen Orten
Die drei Kulturhauptstädte Europas im Jahr 2010 – Pécs, Istanbul und das Ruhrgebiet – führen ab 2008 zum ersten Mal eine gemeinsame Projektreihe durch, die sich mit der Zukunft des öffentlichen Raums befasst. Dieser Dialog der Kulturhauptstädte ist eine Fortsetzung der Reihe „Temporäre Stadt an besonderen Orten“ der Landesinitiative StadtBauKultur NRW. Die Projektreihe sucht nach neuen, experimentellen Ideen, die mit dem Verändern oder Inszenieren von [temporären] Stadträumen zu einer lebendigen und qualitätvollen Stadtbaukultur beitragen, und bietet Studierenden die Gelegenheit, ihre kreativen Fähigkeiten in der Realität des Bauens zu erproben und ein temporäres [Bau]-Projekt bis zur Umsetzung zu begleiten. Zum Auftakt findet am 31. Oktober 2008 ein international besetztes, öffentliches städtebauliches Symposium statt. Die Veranstaltung beschäftigt sich mit der Frage, welchen kulturellen Wert temporäre Events und zeitlich begrenzte räumliche Inszenierungen in den so unterschiedlichen Städten Europas besitzen können und legt dabei einmal mehr den Fokus auf die öffentlichen Räume der Stadt. An das Symposium schließt sich der internationale Studierendenworkshop zum ersten Projektstandort an. Weitere Details zur Veranstaltung im stadtbauraum Gelsenkirchen finden Sie hier.

Seminar: Wie werden Bürger zu Akteuren? Selbstorganisation und Bürgerinteressen – Training in Community Organizing
Selbstorganisation spielt in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen eine immer größere Rolle. Doch wie verschiedene Auswertungen gezeigt haben, scheitern viele Versuche der Selbstorganisation, Bürger wenden sich frustriert ab und hören auf, ihre Interessen zu vertreten. Deshalb ist es entscheidend, herauszufinden, wie Selbstorganisationsprozesse gelingen können, um Bürgergruppen gezielter anregen zu können und bei der dauerhaften Organisation ihrer Interessen wirkungsvoller zu unterstützen. Veränderungsprozesse können nur nachhaltig wirken, wenn sie auch von Bürgern getragen werden. Das Training hat seine Wurzeln in der erfolgreichen US-amerikanischen Praxis des Community Organizing. Die Durchführung zahlreicher Trainings in Deutschland und die Zusammenarbeit mit Professionellen aus der Gemeinwesenarbeit und mit Schlüsselpersonen aus den Stadtteilen hat dazu beigetragen, die Inhalte und Methoden erheblich weiterzuentwickeln und der deutschen Realität anzupassen. Weitere Informationen zur Veranstaltung des Burckhardt Hauses, der Stiftung Mitarbeit und dem Forum Community Organizing vom 3. bis 7. November in Gelnhausen erhalten Sie hier.

Wohnstandort Innenstadt – neue Lebensstile, neue Wohnformen, neue Anforderungen
Die Innenstadt als Wohnstandort erfreut sich zunehmender Beliebtheit – auch bei Bevölkerungsgruppen wie Familien, die früher ins Umland gezogen wären, oder den „jungen Alten“, die im Ruhestand ihr Einfamilienhaus für den Rückzug in die Stadt verlassen. Immer öfter veranstalten Städte öffentliche Workshops, um in ihrer Stadt das Bewusstsein für neue Möglichkeiten des Innenstadtwohnens zu wecken und die Bedingungen hierfür auszuloten. Die Ursachen und Einflussfaktoren für einen Verbleib bzw. eine Rückkehr in die Innenstädte sind vielfältig – so unter anderem ein sich wandelndes Wohnleitbild, steigende Mobilitätskosten, der Wunsch nach kurzen Wegen im Alter, ein zunehmender räumlicher Zusammenhang zwischen Wohnen und Arbeiten sowie die Erfolge der Umweltpolitik und Stadterneuerung. Der Trend zum Wohnen in den Innenstädten verläuft vielerorts in unterschiedlicher Intensität. Im Seminar des Difu am 3. und 4. November in Berlin sollen deshalb Faktoren identifiziert werden, die Einfluss auf die Entwicklung des Wohnstandortes Innenstadt ausüben. Dazu werden unter anderem aktuelle Forschungsergebnisse des Difu und des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung vorgestellt. Weitere Details zur Tagung erhalten Sie hier.

Was Freiwilligenagenturen BEwirken – 13. Fachtagung Freiwilligenagenturen
Freiwilligenagenturen haben ein breites Wirkungsspektrum. Sie aktivieren Einzelne zum Engagement, erreichen Gruppen von Menschen mit ihren Angeboten und verändern vielerorts die Engagementlandschaft. Vieles, was durch die kontinuierliche Beratungs- und Entwicklungsarbeit von Freiwilligenagenturen angestoßen wird, ist nur teilweise dokumentiert, wird aber von NutzerInnen oft als wirkungsvoll beschrieben. Zur 13. bundesweiten Fachtagung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen und der Stiftung MITARBEIT in Kooperation mit der Körber-Stiftung soll sich in vielfältigen Arbeitsformen mit erzielten und erwünschten Wirkungen von Freiwilligenagenturen beschäftigt werden. Die insgesamt noch junge Geschichte von Freiwilligenagenturen zeigt beachtliche Ergebnisse. Sie weist aber auch auf Potenziale hin, die noch nicht ausgeschöpft sind. Neben einer Bestandsaufnahme geht es daher auch darum festzustellen, welche Erfolgsfaktoren für die Arbeit von Agenturen gelten können. Um Wirkungen der bisherigen Arbeit von Freiwilligenagenturen beispielhaft sichtbar zu machen, werden bereits zu Beginn der Tagung die teilnehmenden Einrichtungen aktiv einbezogen. Weitere Details zur Tagung vom 3. bis 5. November erhalten Sie hier.

vhw-Symposium: Klima – Wohnen – Stadtentwicklung. Eine gemeinsame Herausforderung von Kommunen und Wohnungswirtschaft
Klimaschutz ist eine Aufgabe für alle gesellschaftlichen Akteure. Die Kommunen spielen hierbei jedoch eine besondere Rolle. Während es auf internationaler, europäischer und nationaler Ebene um den politischen Rahmen geht, muss dieser auf kommunaler Ebene in die Praxis umgesetzt werden. Erst hier wird Klimaschutz gelebte Realität. Die Klima- und Energiepolitik steht heute vor drei Herausforderungen: Dem Klimawandel, steigenden Energiepreisen und der Sicherung der Energieversorgung. Die Antworten auf diese Herausforderungen klingen ganz einfach: Steigerung der Energieeffizienz, Ausbau erneuerbarer Energien und Verminderung von CO2-Emissionen. In der Praxis rollt jedoch eine Welle von Gesetzen und Verordnungen auf die kommunalen Verwaltungen und die Wohnungswirtschaft zu, mit denen die Bundesregierung das in Meseberg im August letzten Jahres vereinbarte Ziel, bis 2020 die CO2-Emissionen um 40 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren, erreichen will. Deren Auswirkungen sind jedoch noch weitgehend unbekannt, die [wirtschaftliche] Bewältigung ungelöst. Nähere Informationen zum Symposium am 5. November in Bonn erhalten Sie hier.