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13.11.2017

Stadtumbau Wuppertal: Eine Kirche im Quartier – ein Quartier in der Kirche
Die Kreuzkirche heißt seit 1850 alle willkommen, die von Süden her das Wuppertaler Quartier Mirke betreten. Seit 2006 ist das Kirchengebäude im Besitz der Diakonie. Nun soll die Kirche in eine neue Trägerschaft übergeben werden. Eine Initiative aus Nachbarn, aktuellen Nutzern der Kirche und Betreibern des Inselgartens um die Kirche, haben hat sich darum beworben, die Trägerschaft für diesen Kirchenbau zu übernehmen. Im Rahmen einer Veranstaltung am 17. November 2017 bemüht sich die Initiative nun darum, mit breiter Beteiligung ein tragfähiges Konzept zu erarbeiten, um diesen Ort als wichtigen offenen Raum für das Quartier und seine Bewohner zu erhalten. Ausführlichere Informationen zu diesem bemerkenswerten Projekt und zur geplanten Veranstaltung finden Sie hier.

Engagement vor Ort: Bürger spenden Haus für Flüchtlinge      
Die Bürger der Gemeinde Roetgen haben gerade auf sehr eindrucksvolle Weise bewiesen, was bürgerschaftliches Engagement vor Ort bewirken kann: Der Gemeinde Roetgen haben die Mittel für einen Neubau gefehlt - also gaben Bürger und Unternehmen Geld. Das Engagement ist bundesweit einzigartig. Die erste Familie ist nun eingezogen – ihr neues Zuhause wurde mit Hilfe von Spenden durch Bürger und Unternehmen finanziert. Um das Projekt letztendlich umzusetzen und Wohnungen nach modernem Qualitätsstandard zu errichten, stellte die Förderbank für Nordrhein-Westfalen [NRW.Bank] ein Darlehen zur Verfügung und einen Zuschuss - insgesamt mehr als 500.000 Euro. Ausführlichere Informationen zu diesem bemerkenswerten Projekt finden Sie hier.

Ausschreibung: „Stadtfinder“-Stipendium      
Der bundesweit aktive wohnungspolitische Verband wohnbund e.V. vergibt in diesem Jahr zum ersten Mal drei sogenannte „Stadtfinder-Stipendien“ mit dem räumlichen Schwerpunkt Nordrhein-Westfalen an engagierte Menschen unter 30 Jahren. Die Stipendiaten sollen sich von Anfang bis Mitte 2018 auf die Suche nach jungen Aktivisten machen, die in Nordrhein-Westfalen Quartiers-, Wohn- und Stadtentwicklungsprojekte auf die Beine gestellt haben und die Verantwortung für ihre Stadt und ihre Nachbarschaft übernehmen. Eine Jury wählt Anfang Dezember drei Stipendiaten aus. Diese bekommen jeweils 3.000 Euro, reisen durch NRW und treffen Engagierte vor Ort in Städten und Dörfern, auf dem flachen Land und in den Bergen. Damit sollen junge Menschen gefördert werden, die sich für eine kooperativere, am Gemeinwohl orientierte Stadtentwicklung einsetzen. Ausführliche Informationen zu dieser Ausschreibung, zu der noch bis zum 30. November 2017 Bewerbungen angenommen werden, finden Sie hier.

Veranstaltung: Maximale Starkregenrückhaltung als Klimapotential der Liegenschaft      
Ein neues Forschungsprojekt des BBSR entwickelt ein Modell für eine abwasserlose Liegenschaft, die gegenüber Starkregenfolgen weitestgehend resistent ist. Untersucht werden bautechnische Möglichkeiten, Starkregen am Gebäude zu binden und die Gebäudeumgebung so zu gestalten, dass Niederschlag gespeichert und sukzessive abgegeben wird. Mulden und unterirdische Speicher [Rigolen], aber auch Dachbegrünungen spielen dabei eine große Rolle. Welche Bausteine braucht es für eine abwasserlose Liegenschaft? Was ist rechtlich zu beachten und wie steht es um die Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen? Welche Klima- und Umweltwirkungen haben sie? Diese und weitere Fragen sollen im Rahmen einer Auftaktveranstaltung des Forschungsprojekts diskutiert werden, die am 14. November in Bonn stattfindet. Ausführlichere Informationen zum Programm dieser Veranstaltung wie auch die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

Veranstaltung: Gleichwertige Lebensverhältnisse im Spiegel demografischer Indikatoren 
Der Arbeitskreis Städte und Regionen der Deutschen Gesellschaft für Demographie [DGD] und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt und Raumforschung [BBSR] laden unter dem Motto "Gleichwertige Lebensverhältnisse im Spiegel demografischer Indikatoren" am 30. November 2017 und 1. Dezember 2017 zu einer Tagung nach Berlin ein.  Die Sicherung gleichwertiger Lebensbedingungen ist ein wichtiges Ziel der Politik, das in der Öffentlichkeit aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln diskutiert wird. Im Kontext der demografischen Entwicklung lässt sich beobachten, dass sowohl peripher gelegene beziehungsweise strukturschwache Schrumpfungsregionen als auch Wachstumsregionen vor vielen ökonomischen, sozialen und demografischen Herausforderungen stehen. Gerade die demografischen Herausforderungen hinterlassen tiefgreifende Spuren auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt, in den Bereichen Mobilität, Bildung, Versorgung, Gesundheit und Pflege. Messen kann man das mit Hilfe von Indikatoren. Im zweiten Teil der Tagung werden ausgewählte regionale Themen der demografischen Entwicklung präsentiert. Ausführlichere Informationen zu dieser Veranstaltung und auch die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

Veranstaltung: Ressortübergreifende Ansätze und Lokale Entwicklungspartnerschaften    
Das Städtenetz Soziale Stadt NRW veranstaltet am 12. Dezember 2017 in Hamm seine sechste Werkstatt in der Reihe „Sozialraumorientierung und ressortübergreifende Handlungsansätze in der Stadtentwicklung und im Quartier“. Sie widmet sich dem Thema „Lokale Entwicklungspartnerschaften“ und den Fragen, welche Partnerschaften sinnvoll und produktiv sind, welche Bedingungen für ihr erfolgreiches Handeln erfüllt sein müssen und wo in dieser Hinsicht noch Weiterentwicklungsbedarfe gesehen werden. Das Programm zu dieser Veranstaltung haben wir hier zum Download für Sie bereitgestellt.

Veranstaltung: Städtebau und Energie   
Die Bundesregierung hat zur Energiewende neue Rahmensetzungen beschlossen bzw. in Arbeit, die erhebliche Auswirkungen auf Stadtquartiere und Gebäude haben werden. Zudem werden Forschungsaktivitäten im Energiebereich weiter intensiviert und das KfW-Programm zur energetischen Stadtsanierung usw. weitergeführt. Kommunen und Privatwirtschaft stehen vor der Aufgabe, sich diesen veränderten Rahmenbedingungen zu stellen. Den Städten kommt dabei eine besondere Rolle zu. Für den Ausbau regenerativer Energien müssen u.a. Flächen neu ausgewiesen oder überplant werden. Ein Großteil des Gebäudebestandes ist zudem in dringend energetisch zu sanieren. Ab 2020 sollen Neubauten dem Niedrigstenergiestandard entsprechen. Die kommunalen Aufgaben reichen in diesem Kontext von der energetischen Optimierung von Gebäuden über die Ausarbeitung energetischer Quartierskonzepte bis hin zu kommunalen Klimaschutzkonzepten. Schwerpunkte der diesjährigen Herbsttagung des Instituts für Städtebau am 23. und 24. November 2017 in Berlin sind in diesem Kontext aktuelle Beiträge zu den neuen gesetzlichen Rahmensetzungen, zur Umsetzung energetischer Quartierskonzepte und zum energetischen Bauen und Modernisieren. Fachexkursionen werden diese Themen vor Ort weiter vertiefen. Ausführlichere Informationen zu dieser Veranstaltung und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier

Veranstaltung: Hausaufgaben – Gemeinsam für die Zukunft von Einfamilienhausgebieten   
Bei der Suche nach zukunftsfähigen Handlungsansätzen für alternde Einfamilienhausgebiete vermischen sich verschiedene Interessen und Bedürfnisse: Privates Eigentum, private Verantwortung und privates Engagement müssen in eine Balance gebracht werden mit dem Auftrag der Daseinsvorsorge der öffentlichen Hand. Auch bei der Finanzierung von Zukunftsstrategien müssen öffentliche Vorhaben und private Investitionsmöglichkeiten aufeinander abgestimmt werden. Dazu braucht es eine neue Kultur des Austauschs der Akteure in alternden Einfamilienhausgebieten, nicht nur, wenn es um den Zugang zu Fördermöglichkeiten geht. In einer gemeinsamen Veranstaltung, die am 27. November 2017 in Dorsten stattfinden wird, wollen StadtBauKultur NRW und die Regionale Zukunftsland 2016 zusammen mit Yasemin Utku (sds_utku, Dortmund) die Perspektiven von kommunalen Verantwortlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren zusammenbringen. Ausführlichere Informationen zu dieser Veranstaltung und auch die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

Veröffentlichung: Quartiere energieeffizient weiterentwickeln      
Vom Gebäude zum Quartier: Wie sich ganze Stadtquartiere klimagerecht und energieeffizient weiterentwickeln lassen, zeigt die aktuelle Ausgabe der vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung [BBSR] herausgegebenen Fachzeitschrift "Informationen zur Raumentwicklung" [IzR]. Ausgehend vom KfW-Programm "Energetische Stadtsanierung" berichten Wissenschaftler, Stadtplaner und Architekten in diesem Heft von Ansätzen für Quartiere, die sie in Initiativen und Projekten wie TransStadt, Sandy oder EnEff:Stadt über sechs Jahre hinweg getestet haben. Im Fokus der Vorhaben stehen integrierte Konzepte, innovative Technologien sowie Instrumente zur energetischen Sanierung und zur Beteiligung von Eigentümern. Das Heft mit dem Titel "Energie im Quartier" ist im Franz Steiner Verlag erschienen und kann für 19 Euro zuzüglich Versandkosten bestellt werden: service@steiner-verlag.de. Eine Leseprobe und Hintergrundinformationen zu den Autoren stehen hier zum Download für Sie bereit.

Veröffentlichung: Gestaltungsbeiräte unverzichtbar für qualitätsvolles Planen und Bauen in den Kommunen
Eine neue Publikation des Bundesbauministeriums und des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung [BBSR] bietet erstmals eine umfassende Bestandsaufnahme von Gestaltungsbeiräten in Deutschland. Immer mehr Städte richten diese Expertengremien ein, um sich bei architektonisch und städtebaulich wichtigen Bauvorhaben beraten zu lassen. Gestaltungsbeiräte bewerten beispielsweise die architektonische Qualität der Maßnahmen und deren Einbindung in den Stadtraum. Die Publikation zeigt, dass sich die Zahl der Beiräte seit 1994 mehr als verdoppelt hat – auf derzeit rund 130. Mehr als die Hälfte der Gremien sind in Baden-Württemberg und in Nordrhein-Westfalen aktiv. Sie entstehen vor allem in Großstädten. Ausführlichere Informationen zu dieser Veröffentlichung und die Möglichkeit zum Download finden Sie hier.