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14.02.2011

3. Internationale Kulturwochen Westend 2011 in Bochum
Aufgrund der positiven Resonanz der beiden Veranstaltungen in den vergangenen Jahren, finden auch in diesem Jahr wieder Internationale Kulturwochen im Bochumer Stadtumbaugebiet Westend statt. Im Zeitraum von März bis Juli werden unter dem diesjährigen Motto „Aktiv vital vielfältig – unser Westend ist ges und2 bunt“ zahlreiche Integrationsprojekte zum diesjährigen Schwerpunktthema Gesundheit durchgeführt und präsentiert. Die Veranstaltungen verdeutlichen, dass neben den baulichen Maßnahmen auch die soziokulturellen Projekte maßgeblich für den Erfolg des Stadtumbaus im Bochumer Westend sind. Der feierliche Auftakt der Internationalen Kulturwochen findet am Freitag, den 4. März 2011 um 13.30 Uhr in der Bochumer Friedenskirche statt. Um Ihnen bereits jetzt einen Einblick in das Projekt zu ermöglichen, haben wir hier die Dokumentation der letzten Kulturwochen im Jahr 2009 für Sie bereit gestellt.

Projekt der Woche: Youth Changemaker City - Städteübergreifendes Projekt zur Steigerung des Jugendengagements
Als heutiges Projekt der Woche stellen wir Ihnen die „Youth Changemaker City“ vor. Das von der weltweit operierenden Organisation Ashoka unterstützte Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, das Engagement von Jugendlichen für die Städte, in denen sie leben, zu stärken. Neben zahlreichen wissenschaftlichen Studien, die das ungenutzte Potenzial bestätigen, sehen vor allem auch viele junge Menschen selbst die geringe Jugendpartizipation als ein flächendeckendes Problem. Im Rahmen des vorgestellten Projekts haben nun Heranwachsende in Potsdam, Frankfurt am Main und Wuppertal in Eigeninitiative Projekte gestartet, um mehr Jugendliche dafür zu begeistern, selbst Initiative zu ergreifen. Die Ashoka Jugendinitiative verfolgt mit der Unterstützung dieser Projekte die Entwicklung einer neuen unkonventionellen Problemlöser-Kultur. Ausführlichere Informationen über die Umsetzung dieser Ziele und der Youth Changemaker City finden Sie hier.

Energetische Sanierung eines Kindergartens in der Fritz-Erler-Siedlung in Kreuztal
In unserer Mitgliedsstadt Kreuztal wird momentan im Rahmen des Stadtumbaus der Kindergarten im Fördergebiet Fritz-Erler-Siedlung energetisch saniert. Neben der langfristigen Entlastung des kommunalen Haushalts durch sinkende Energiekosten freut sich die Stadt auch über ein praktisch neues und an heutige Ansprüche angepasstes Kindergartengebäude. Langfristig soll es in Kreuztal nicht bei der Sanierung dieser Einrichtung bleiben. Vielmehr wird dieses Projekt als Auftakt einer umfassenden energetischen Sanierung der städtischen Gebäude gesehen. So steht das nächste große Energiesparprojekt der Stadt bereits fest: Das in den 1920er bzw. 1960er Jahren errichtete Rathaus entspricht nicht mehr den heutigen Standards und die Stadt will auch hier mit gutem Beispiel vorangehen und den jährlichen Energieverbrauch auf weniger als die Hälfte reduzieren. Neben den baulichen und technischen Maßnahmen zur Energieeinsparung will die Stadt Kreuztal aber auch auf das Verbraucherverhalten einwirken und Energieeinsparungen durch ein erhöhtes Umweltbewusstsein hervorrufen. Auch damit handelt Kreuztal richtungweisend für den Klimaschutz. Nähere Informationen zu diesen Stadtumbauaktivitäten in Kreuztal finden Sie hier.

Stadtumbau in mittel- und osteuropäischen Städten. Ergänzung der europäischen Vergleichsstudie zum Stadtumbau West
Mit den Stadtumbaustrategien und -prozessen in verschiedenen mittel- und osteuropäischen Ländern befasst sich eine aktuelle Veröffentlichung des BBSR. Im Rahmen der vorgestellten Studie wurden insgesamt zehn Stadtumbauprojekte in Polen, Ungarn, Rumänien und den baltischen Staaten untersucht und ausgewertet. Als Ergebnis präsentieren die Autoren eine Reihe von innovativen und engagierten Ansätzen städtischer Erneuerung, zeigen gleichzeitig aber auch Probleme und Schwierigkeiten des Stadtumbaus in Mittel- und Osteuropa. Neben vereinzelten wirtschaftlichen und sozialen Unterschieden fallen vor allem die Gemeinsamkeiten und ähnlichen Herausforderungen der Stadtumbaukommunen in Ost- und Westeuropa auf. So sind auch die Städte Mittel- und Osteuropas von Schließungen der Industriebetriebe und dem damit einhergehenden Wegbrechen der wirtschaftlichen Basis ebenso betroffen wie von der Konversion ehemaliger Militärflächen und der Abwanderung junger, gut ausgebildeter Menschen. Die Erkenntnisse der Veröffentlichung spiegeln demnach nicht nur die aktuellen Prozesse der mittel- und osteuropäischen Stadterneuerung, sondern leisten auch einen Beitrag zur aktuellen Stadtumbaudebatte in Deutschland. Den Link zum Download dieser Veröffentlichung finden Sie hier.