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14.03.2011

Der Stadtumbau in der Krefelder Innenstadt nimmt Fahrt auf
Damit dies keine Hoffnung bleibt, sondern zu wirklichem Engagement und privaten Folgeinvestitionen führt, hat die Stadt Krefeld ein Team eingesetzt, das sich der Beratung und Aktivierung privater Akteure widmet. Dies geschieht insbesondere durch einen neuen Quartiersmanager und einen Einzelhandelsmanager, bei Bedarf unterstützt durch eine Innenstadtmanagerin. Soviel Engagement in Verbindung mit der aktiven Pressearbeit der Stadt führt nun erfreulich schnell dazu, dass privates Engagement folgt. In der vergangenen Woche hat der Aktivkreis Südliche Innenstadt zu einem Treffen geladen, in dessen Verlauf nicht nur engagierte Diskussionen zwischen lokalen Geschäftsleuten entstanden. Am Ende stand vielmehr auch die Gründung der „Straßengemeinschaft Neusser Straße“, für die eine ansässige türkische Unternehmerin spontan die Regierolle übernommen hat. Das von der Innovationsagentur Stadtumbau NRW für die Stadt Krefeld erstellte Integrierte Handlungskonzept, das den gesamten Maßnahmen zugrunde liegt, steht hier zum Download bereit. Eine Übersicht über die aktuell realisierten Maßnahmen finden Sie hier, ein Interview mit dem neu eingesetzten Quartiersmanager findet sich in diesem Artikel und Informationen zur neu gegründeten Initiative der Geschäftsleute können Sie hier nachlesen.

Werdohl ringt weiter um die beste Lösung für die Neuorganisation der öffentlichen Infrastruktur
Er schwelt nun schon seit einer geraumen Weile – der Streit um die Neuorganisation der sozialen Infrastruktur in Werdohl. Während die einen für eine Konzentration von Schulen und anderen Einrichtungen im Zentrum plädieren, fürchten die anderen den durch eine solche Schulverlagerung ausgelösten Leerstand im Stadtumbaugebiet Ütterlingsen, das mit Mitteln des Stadtumbaus und der lokalen Wohnungsgenossenschaft vorbildhaft zu einem familienfreundlichen Stadtteil umgestaltet wird. Die Innovationsagentur Stadtumbau NRW hat in dieser aufgeheizten Situation nun eine Moderatorenrolle übernommen: In einer ersten Sitzung des Arbeitskreises Schule konnte so erreicht werden, dass verschiedene Arbeitsgruppen nun intensiv an der Klärung fachlicher Fragen – und damit einer Versachlichung der Debatte – arbeiten und dass bis zum Abschluss dieser Arbeiten alle beteiligten Akteure auf eine weitere Eskalation durch Medienarbeit verzichten. Einen Eindruck von der aufgeheizten lokalen Atmosphäre können Sie in diesem Artikel gewinnen, einen kurzen Bericht zum nun beschrittenen Weg finden Sie hier.

Weiterer Meilenstein im Arnsberger Stadtumbau in Angriff genommen
Die Arbeiten zur Umgestaltung des Arnsberger Bahnhofsvorplatzes im Rahmen von Stadtumbau West haben am vergangenen Mittwoch begonnen. Damit sollen eine klare Zuordnung der Verkehrsfunktionen, kurze Wege zwischen den Verkehrsträgern und gestalterische Offenheit auf dem gesamten Areal ohne dunkle Angsträume geschaffen werden. Der erste Bauabschnitt an der Westseite des Bahnhofs soll schon im Sommer fertiggestellt sein. Bis dahin werden hier eine neue Busspur und eine Haltestelle mit direktem Zugang zum Hausbahnsteig sowie 56 Parkplätze auf dem Areal eines früheren Bolzplatzes eingerichtet. Mit dieser Umgestaltung werden unterschiedliche Ziele für die Arnsberger Stadtentwicklung erreicht: kurze Wege zwischen Pkw, Bus, Bahn und Fahrrad, die dauerhafte Aufwertung des Verkehrsknotens Bahnhof und die Optimierung der Aufenthaltsqualität. Erfreulicherweise wird auch die Bahn AG im Rahmen ihrer Modernisierungsoffensive noch in diesem Jahr aktiv. Sie wird voraussichtlich rund 7 Millionen Euro in den Bahnhof investieren – in erhöhte Bahnsteige und in die Sanierung des zunächst für den Abriss bestimmten Bahnsteigdaches. Einen ausführlichen Bericht zu diesem erfreulichen weiteren Fortschritt im Arnsberger Stadtumbau finden Sie hier.

Ausschreibung Quartiersmanagement Gladbeck Stadtmitte
Im Rahmen des Bund-Länder-Programm ´Soziale Stadt` soll die Stadtmitte von Gladbeck sowohl in ihrer Zentren- als auch Wohnfunktion in städtebaulicher, sozialer und ökonomischer Hinsicht nachhaltig stabilisiert werden. Die Grundlage bildet das 2009 erarbeitete „Integrierte Handlungskonzept für eine familienfreundliche Stadtmitte“, mit dem ein umfangreiches, querschnittorientiertes Maßnahmenbündel zur Aufwertung der Innenstadt vorliegt. Für die Umsetzung des Programms Soziale Stadt in der Stadtmitte soll für die Arbeit 'vor Ort' ein interdisziplinär besetztes Quartiersmanagement eingerichtet werden, das sowohl den baulich-planerischen als auch sozial-integrativen Bereich abdeckt. Erwartet werden Erfahrungen sowohl mit städtebaulichen und freiraumbezogenen Planungsvorhaben als auch mit sozial-integrativen Projekten sowie dem dazugehörigen Beteiligungsmanagement und den weiteren Aufgaben eines Stadtteilmanagements. Kompetenzen in der Kommunikation mit Migrantinnen und Migranten und Gender-Mainstreaming sind darüber hinaus wünschenswert. Den vollständigen Ausschreibungstext finden Sie hier.

Projekt der Woche: sportification – Nutzung von städtischen Räumen für sportliche Aktivitäten
Dieses Projekt der Woche befasst sich mit der Idee des complizen-Planungsbüros, mehr Spaß, Sport und Eigeninitiative von Jugendlichen in die Stadtentwicklung zu integrieren. Unter dem Titel sportification veranstaltet das Büro aus Halle seit 2002 im Rahmen verschiedener Veranstaltung bzw. Initiativen außergewöhnliche Sportereignisse im urbanen Raum. Dabei werden leerstehende Wohnhochhäuser, weitläufige Konversions- und Brachflächen, aber auch vernachlässigte Orte wie Unterführungen, zweckentfremdet und sportlich genutzt. So bekommen nicht nur die städtischen „Unräume“ eine neue Funktion, sondern es entstehen auch zahlreiche Abwandlungen und Variationen etablierter Sportarten. Neben der sportlichen Betätigung geht es auch darum, jungen Städtern neue Möglichkeiten zu eröffnen und die Teilnahme an einer unkonventionellen Stadtentwicklung zu ermöglichen. Eine ausführliche Beschreibung des sportification-Projektes finden Sie hier.

Neue BBSR-Veröffentlichung zum Thema Altersgerecht umbauen – 20 Modellvorhaben
Der demographische Wandel führt zu einer steigenden Zahl älterer Menschen. Somit steigt auch der Bedarf an altersgerechten bzw. barrierefreien Wohnungsbeständen, Infrastruktureinrichtungen und einem ebensolchen Wohnumfeld. Das vorhandene Angebot wird den veränderten Anforderungen vielfach noch nicht gerecht und muss daher angepasst werden. Neben entsprechenden Umbauinvestitionen werden durch die KfW Förderprogramme "Altersgerecht Umbauen" und der "Investitionsoffensive Infrastruktur" Strategien und Projekte gefördert. Dazu wurden 20 Modellvorhaben gestartet, von denen wichtige Impulse für das altersgerechte Wohnen und die Infrastrukturentwicklung zu erwarten sind. Die Broschüre, die aus diesem BBSR-Modellvorhaben in der vergangenen Woche veröffentlicht wurde, gibt einen interessanten Einblick in die sehr vielschichtigen, über das gesamte Bundesgebiet verteilten Projekte. Weitere Informationen zu dieser sehr anregenden und empfehlenswerten Veröffentlichung, wie auch eine Möglichkeit zum Download oder zur Bestellung finden Sie hier.

Von der Konzeptidee zum Zukunftsnetzwerk: Fachtagung zur Gestaltung altersgerechter Quartiere
WohnQuartier4 ist ein von der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW gefördertes Modellprojekt, das vor dem Hintergrund des demographischen Wandels Soziales, Bauen und Bildung miteinander verzahnt. Mit dem Ziel, passgenaue Lösungen für ein möglichst lange selbstbestimmtes Leben auch im Alter zu entwickeln und dabei die Bedürfnisse und Ressourcen aller im Quartier lebenden Generationen und Kulturen zu berücksichtigen, sind an den Pilotstandorten Essen-Altenessen und Remscheid-Hohenhagen, in den ländlichen Kommunen Burscheid und Grefrath-Oedt und an mehr als dreißig Implementierungs- und Beratungsstandorten innovative Projekte entwickelt und umgesetzt und Träger- und Institutionen übergreifende Zukunftsnetzwerke aufgebaut worden. Unter Beteiligung der NRW Gesundheitsministerin Barbara Steffens werden nun im Rahmen einer Fachtagung, die am 23. März 2011 im Düsseldorfer Tanzhaus stattfindet, die Erfahrungen und Erkenntnisse der Umsetzung des innovativen Konzepts aus Sicht der Akteure – Vertreter der örtlichen Träger, der Kommunalverwaltungen, der Wohnungswirtschaft, der Bewohner und Nutzer – sowie der Evaluation vorgestellt. Darüber hinaus werden auch Perspektiven für die Weiterentwicklung zu einem dauerhaften, zukunftsweisenden Beratungs-, Bildungs- und Entwicklungsangebot aufgezeigt. Weitere Informationen zu dieser interessanten Veranstaltung und eine Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

Stadtentwicklungskongress 2011 des GdW: Stadtentwicklung am Scheideweg
Die Städte sind genauso wie die Immobilienwirtschaft mit Kürzungen der Städtebauförderung konfrontiert. Demgegenüber wächst der Erneuerungsstau in den Stadt- und Wohnquartieren. Die Probleme wachsen und die Möglichkeiten zur Problemlösung bzw. zumindest -dämpfung werden geringer. In dieser Situation dient der gemeinsam mit dem Deutschen Städtetag geplante Kongress dazu, die erfolgreiche Kooperation zwischen Wohnungsunternehmen und Kommunen auf den vielfältigen Feldern der Stadtentwicklung deutlich zu machen. Gleichzeitig geht es darum, an die Verantwortung des Bundes zu appellieren sowie die politischen und finanziellen Rahmenbedingungen klarzustellen, die für das weitere Gelingen einer erfolgreichen Stadtentwicklungspolitik unabdingbar sind. Weitere Informationen zu diesem Kongress, der am 29. März in Bochum stattfindet, wie auch ein Formular zur Anmeldung finden Sie hier.