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14.09.2009

Projektaufruf: Modellvorhaben zum altersgerechten Umbau von Wohngebäuden, Wohnquartieren und Infrastruktur

Die wachsende Zahl älterer Menschen führt zu einem steigenden Bedarf an altersgerechten, weitgehend barrierefreien Wohnungen und an Veränderungen des städtischen Umfeldes sowie der kommunalen Einrichtungen. Das bestehende Wohn- und Versorgungsangebot wird diesen veränderten Anforderungen in vielen Bereichen noch nicht gerecht und muss entsprechend angepasst werden. Zur Förderung von barrierereduzierenden Maßnahmen im Wohnungsbestand ist zum 1. April 2009 das KfW-Programm "Altersgerecht Umbauen" aufgelegt worden. Private Vermieter, Mieter, Selbstnutzer sowie Wohnungsunternehmen können zinsgünstige Kredite in Anspruch nehmen, um Barrieren im Gebäude, in der Wohnung sowie im Wohnumfeld abzubauen. Außerdem werden seit dem 1. April 2009 mit dem KfW-Programm "Investitionsoffensive Infrastruktur" alle Investitionsvorhaben in die kommunale und soziale Infrastruktur sowie in wohnwirtschaftliche Projekte durch zinsverbilligte Kredite der KfW gefördert. Zur Begleitung dieser KfW-Programme sollen anhand von Modellvorhaben die praktische Umsetzung in konkreten Projekten unterstützt, innovative Lösungswege aufgezeigt sowie Kenntnisse zur Verbesserung der Rahmenbedingungen der altersgerechten Wohnraumanpassung gewonnen werden. Die Modellvorhaben werden daher insbesondere in der Konzeptentwicklung sowie in der Etablierung geeigneter Beratungs- und Moderationsangebote gefördert. Wenn Sie sich an diesem Aufruf beteiligen möchten, finden Sie alle notwendigen Informationen und Dokumente hier.

Projekt der Woche: Wir bauen uns ein Quartier: E-Partizipation als neue Beteiligungsmethode in den Niederlanden
Und wieder einmal scheint eine neue kreative Beteiligungsmethode aus den Niederlanden zu kommen: Die niederländische Gemeinde Smallingerland geht neue Wege bei der Bürgerbeteiligung. Es geht um den Bau eines neuen Stadtteils – eine Aufgabe, die einen durchaus „beteiligungsfeindlichen Abstraktionsgrad“ aufweist und bei der es selten gelingt, aktive und konstruktive Bürgermitwirkung zu erreichen. In Smallingerland wird dies nun über das Internet organisiert: Dort können Interessierte ihre Meinung kundtun, sich austauschen, Entwürfe und Skizzen online stellen und kommentieren – und dies zu Aspekten der Projektentwicklung, die von Bebauungsvarianten über Verkehrsplanung bis hin zur Verknüpfung mit den umliegenden Siedlungsteilen reichen. Dieser spannende Ansatz ist sicher im gestalterischen Bereich noch ausbaufähig – aber schon jetzt bietet er offensichtlich gute Chancen, Mitwirkungsbereitschaft bei einer so abstrakten Aufgabe zu fördern – und bei richtigem Einsatz vielleicht sogar die übliche Beteiligungsferne von Jugendlichen durch dieses ihnen vertraute Medium zu überwinden. Weitere Details zu diesem spannenden Ansatz finden Sie hier.

KDA-Fortbildung: Integrierte Quartierskonzepte zur bedarfsgerechten Versorgung älterer Menschen
Um in Zukunft eine bedarfsgerechte Versorgung älterer Menschen zu sichern, wird es nicht nur darum gehen, einzelne besonders zukunftsfähige Wohnformen zu entwickeln und zu verbreiten. Ebenso wichtig ist die Vernetzung und Integration dieser Wohn- und Betreuungsmodelle in bestehende Versorgungsstrukturen und Wohngebiete. Vernetzte Altenhilfelösungen sind ein Lösungsmodell zur Bewältigung der demografischen Herausforderungen. Dabei kommt quartiersbezogenen Wohnkonzepten, die auf eine kleinräumige Vernetzung und Integration unterschiedlicher Wohn- und Betreuungsangebote ausgerichtet sind, eine zentrale Bedeutung zu. Diese Weiterbildungsveranstaltung des Kuratoriums Deutsche Altershilfe e.V., die am 2. Oktober 2009 in Köln stattfindet, will anhand von konkreten Beispielen nicht nur ein Verständnis für das Grundkonzept vermitteln, sondern auch konkrete Bausteine, Handlungsschritte und Verfahren erläutern. Weitere Details zu dieser Veranstaltung finden Sie hier.

Seminar: Sicherung zentraler Versorgungsbereiche: Strategien und Instrumente der Kommunen
Einem beträchtlichen Rückgang an Einzelhandelsgeschäften stehen langfristig deutliche Umsatzsteigerungen und eine anhaltende Zunahme der Verkaufsflächen gegenüber. Mit diesen Trends verbunden sind der Vormarsch großflächiger Märkte, hauptsächlich Discounter, und die Abnahme der Zahl kleinerer Geschäfte, wie beispielsweise ältere Supermärkte. Ein Resultat: Abseits der langjährig gewachsenen städtischen Zentren hat sich ein neues weitmaschiges Versorgungsnetz an dezentralen, autofreundlichen Standorten etabliert. Und: Das Zentrensystem der Städte wird erheblich gestört – betroffen sind vor allem die unteren Stufen der Zentrenhierarchien. Was tun? Bei der Steuerung des Einzelhandels spielen „zentrale Versorgungsbereiche“ eine besondere Rolle – durch sie sollen die Innenentwicklung gestärkt und die wohnungsnahe Versorgung gesichert werden. Als Erfahrungsaustausch angelegt, wird das Seminar vom 12.-13. Oktober 2009 über den Umgang mit diesen Stadträumen mit besonderer Entwicklungspriorität informieren. Bei Interesse an einer Teilnahme finden Sie hier die notwendigen Angaben.