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14.11.2016

Stadtumbau Leverkusen: „Grün, Parks und Plätze
Wie sollen die neuen Grünanlagen, Plätze und  Freiräume, die nach der Gütergleisverlegung im neuen Stadtviertel „Bahnstadt West“ gebaut werden können, genau aussehen? Welchen Charakter, sollen sie haben? Diese Frage hatte die nbso GmbH im Sommer an fünf renommierte Landschaftsarchitektur-Büros gestellt und dabei ganz besonders vier markante Räume ins Blickfeld gerückt: den zukünftigen Park an der Campusbrücke, den neuen Bahnhofsvorplatz, einen Platz an der Wilhelmstraße und das „Grüne Band“, das parallel zum gesamten Stadtviertel verlaufen soll. Hier ging es ganz besonders um die Frage, wie die neuen Wohngebiete mit ihren grünen Innenhöfen mit dem öffentlichen Grünen Band verknüpft werden. Nach zwei Gesprächsrunden mit der Bürgerschaft fällte eine achtköpfige Jury unter Vorsitz von Ulrike Beuter, Professorin für Freiraumplanung und Architektur, nach intensiver Diskussion ihr Urteil: Sie kürte das Büro „greenbox“ aus Köln einstimmig zum Sieger des Werkstattverfahrens. Ausführliche Informationen zum Siegerentwurf und der weiteren Planungen für dieses Areal finden Sie hier.

Bürgerschaftliches Engagement: Das Dorf der Wirte   
Dorfgasthäuser sterben aus. Die bayerische Gemeinde Altenau trotzt dem Trend und richtete ihr leer stehendes Wirtshaus in Eigeninitiative wieder her. Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde gründeten die Genossenschaft "Ein Dorf wird Wirt", warben etwa 180 Teilhaber an und bemühten sich um Zuschüsse aus öffentlichen Töpfen. Immerhin rund 530.000 Euro waren aufzubringen, um das Gebäude aus den Fünfzigern nachhaltig auf Vordermann zu bringen. 1.000 Euro kostet die Einlage, die Renditeaussichten sind gering und eher symbolischer Natur: "Freibier gibt's bei unserer jährlichen Teilhaberversammlung", sagt Robert Soukup, ein weiterer Antreiber der ersten Stunde, und lacht. Um Lohn und Profit gehe es nicht, "es ist eine Investition in die Dorfgemeinschaft", so der 53-Jährige. Ausführliche Informationen zu dieser bemerkenswerten und sicherlich nachahmenswerten Initiative finden Sie hier.

Veranstaltung: Klein- und Mittelstädte als Anker ländlicher Entwicklung
Das Land Niedersachsen ist in seiner regionalen Vielfalt in großen Teilen ländlich geprägt. Neben dörflichen Strukturen kommt den Klein- und Mittelstädten, die es im Land in großer Zahl gibt, eine hohe Bedeutung zu. Daher muss eine Politik, die die ländlichen Räume stützen und entwickeln will, auch immer eine Politik für diese Städte sein. Die Niedersächsische Landesregierung hat im Jahr 2014 das „Zukunftsforum Niedersachsen“ als Demografiebeirat eingesetzt. Ein besonderer Schwerpunkt des Zukunftsforums in der Arbeitsperiode 2015/16 lag darin, gute Beispiele und Empfehlungen dafür zu identifizieren, wie diese Städte ihre stabilisierende und entwickelnde Rolle wahrnehmen können. Diese Ergebnisse, die im Oktober 2016 vorgelegt werden, bilden den Hintergrund für diese Tagung der Evangelischen Akademie Loccum, die vom 28. bis 30. November 2016 organisiert wird . Ausführliche Informationen zum Kontext dieser Veranstaltung und das detaillierte Programm stehen hier zum Download für Sie bereit. 

Veranstaltung: Mieterstrom in NRW
Der Wunsch der Verbraucherinnen und Verbraucher nach dezentraler Versorgung, weitreichender Energieunabhängigkeit und kalkulierbaren Energiepreisen ist gewachsen. Eine neue Herausforderung, der sich die Akteurinnen und Akteure  am Energiemarkt stellen. „Mieterstrom“ heißt das Zauberwort der Stunde, welches derzeit in der Energie- und Immobilienwirtschaft für Bewegung sorgt. Diesem Thema widmet die EnergieAgentur.NRW eine Veranstaltung mit dem Titel „ Mieterstrom in NRW – neue Geschäftsfelder für Stadtwerke, Energiedienstleister, Wohnungswirtschaft und Genossenschaften – neue Perspektiven für Mieter“, die am 12. Dezember 2016 im Wissenschaftspark Gelsenkirchen stattfinden wird. Weiterführende Informationen zu dieser Veranstaltung und die Möglichkeit zur kostenfreien Anmeldung finden Sie hier.

Veranstaltung: Fachkonferenz „Stellplatzverordnung flexibler gestalten“
Mit der Fachkonferenz „Stellplatzverordnung flexibler gestalten“ lädt das Bundesbauministerium zusammen mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung zur Diskussion und zum Austausch zwischen Ländern, Kommunen sowie der Wohnungs- und Bauwirtschaft ein. Im Rahmen des Bündnisses für bezahlbares Wohnen und Bauen und der darin eingesetzten Baukostensenkungskommission ist die Stellplatzbaupflicht als eine der Stellschrauben bei der Baukostenreduktion identifiziert worden. Vor dem Hintergrund heterogener Regionen und Stadtstrukturen ist zu diskutieren, ob sich eine Flexibilisierung der Baupflicht unter Beachtung der individuellen städtebaulichen Situation vor Ort positiv auf die Bautätigkeit auswirkt. Eine entscheidende Rolle spielt dabei auch die Einbeziehung innovativer Mobilitätskonzepte. Ausführliche Informationen zu dieser Fachkonferenz, die am 6. Dezember 2016 in Berlin stattfinden wird, finden Sie hier.