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14.12.2009

FAQ Liste zu den Förderrichtlinien Stadterneuerung 2008 vom MBV online gestellt
Nachdem eine Arbeitsgruppe aus Vertretern des MBV NRW, verschiedener Bezirksregierungen und Kommunen seit geraumer Zeit an einer Operationalisierung der neuen Förderrichtlinien gearbeitet hat, wurde nun die angekündigte ‚Liste häufig gestellter Fragen’ [FAQ-Liste] auf der Seite des MBV NRW online gestellt. In diesem Dokument, das zukünftig mit der Klärung weiterer Fragen aus den Kommunen des Landes noch wachsen wird, finden sich viele hilfreiche Antworten und Erläuterungen zur praktischen Anwendung der neuen Förderrichtlinien. Fragen, die eventuell noch verbleiben, können zur Klärung durch das MBV NRW und anschließenden Aufnahme in diese Liste gerne auch weiterhin an die Innovationsagentur Stadtumbau NRW geschickt werden. Den aktuellen Stand der FAQ-Liste finden Sie hier.

Projekt der Woche: Cafébar im Brückenhäuschen
Die Jahrtausendbrücke im Stadtzentrum von Brandenburg a. d. Havel ist sowohl ein bedeutender touristischer Anziehungspunkt als auch ein wichtiger Bestandteil des innerstädtischen Wegenetzes. Trotz dieser positiven Standorteigenschaften gelang es über einen Zeitraum von mehreren Jahren nicht, das in städtischem Besitz befindliche Brückenhäuschen mit einer dauerhaft tragfähigen Nutzung zu versehen. Im Jahr 2004 fand sich ein privater Existenzgründer, der bereit war, im Brückenhäuschen ein Café mit daran angeschlossenem Kanuverleih zu eröffnen. Die Stadt akquirierte öffentliche Fördergelder aus dem Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz” zur Sanierung und Restaurierung des Gebäudes und verpachtete es anschließend gemeinsam mit den angeschlossenen Außenlagen. Im Gegenzug wurde die Gestaltung der öffentlichen Grünflächen durch den Betreiber finanziert. Diese zusätzliche Nutzung der städtischen Außenanlagen führt zu höheren Einnahmen während der Sommermonate, um dadurch die Mindereinnahmen im Winter zu kompensieren und dieses neue kleine Unternehmen tragfähig zu machen. Mehr zu dieser gelungenen öffentlich-privaten Partnerschaft finden Sie hier.

Modellvorhaben: Entwicklung von Wohnungsobjekten im Bestand
Die Entwicklung von Wohnungsobjekten im Bestand gewinnt zunehmend an Bedeutung. Aus diesem Grund hat das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Oktober 2004 das Modellvorhaben „Kostengünstige und qualitätsbewusste Entwicklung von Wohnungsobjekten“ ins Leben gerufen, das nach einem Zeitraum von fünf Jahren im Oktober 2009 abgeschlossen wurde. Im Fokus des Modellvorhabens stand die Bestandsentwicklung von Ein- und Zweifamilienhäusern und kleineren Mietobjekten in Privatbesitz. Untersuchungsgegenstand waren kommunale Motivations- und Aktivierungsstrategien sowie Entscheidungsprozesse über die Art und Weiterentwicklung dieser Bestände. Insgesamt hat das Modellvorhaben Möglichkeiten aufgezeigt, wie nicht mehr zeitgemäße Wohnimmobilien aktuellen Nachfragetendenzen angepasst und gleichzeitig zukunftsfähige Stadtstrukturen geschaffen werden können. Weiterführende Informationen zu diesem Modellprojekt des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung finden Sie hier.

Wohnen im Alter
Die Bereitstellung und Anpassung von altengerechtem Wohnraum gewinnt vor dem Hintergrund des demografischen Wandels zunehmend an Bedeutung. Die steigende Zahl älterer Menschen führt zu einem erhöhten Bedarf an altengerechten, weitgehend barrierefreien Wohnraum, der ein selbstständiges Wohnen und Leben um Alltag ermöglichen soll. Das bestehende Wohn- und Versorgungsangebot kann diesen Veränderungen bislang kaum gerecht werden und muss entsprechend angepasst werden. Aus diesem Grund hat die Bundesregierung im Rahmen des Maßnahmenpakets „Beschäftigungssicherung durch Wachstumsstärkung“ Finanzmittel für das Programm „Altersgerecht Umbauen“ bereit gestellt, dass die Anpassung des Wohnungsbestandes an heutige Bedürfnisse fördern soll. Einen ersten Überblick zum altengerechten Umbauen im Bestand finden Sie hier. Dort steht Ihnen auch ein vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und
Stadtentwicklung herausgegebenes Faltblatt mit wesentlichen Informationen zum Förderprogramm zur Verfügung.

Seminar: Quartiere entwickeln
In nahezu jeder Stadt gibt es mittlerweile Gebiete, die als benachteiligte Quartiere charakterisiert werden können. Obwohl umfangreiche Erfahrungen im Umgang mit diesen Quartieren existieren gelingt es nicht überall eine Stabilisierung zu erreichen. Die positiven Beispiele und gelungenen Ansätze, die einen tatsächlichen Umschwung bewirken konnten zeigen, dass sich der Erfolg dort einstellt, wo die Quartiersbewohner zum Akteur ihrer eigenen Interessen werden. Das Seminar „Quartiere entwickeln“ thematisiert die Einbindung von Bewohnern und Gewerbetreibenden in benachteiligten Stadtquartieren. Anhand von erfolgreichen Praxisbeispielen werden Lösungen zur Umsetzung planerischer Zielvorstellungen präsentiert und ein Überblick über Strategien und Instrumente zur Behebung quartiersbezogener Mängel, Konflikte und Funktionsverluste vorgestellt. Ein detailliertes Programm zum Seminar am 20. Januar 2010 in Flörsheim steht Ihnen hier zur Verfügung.