News Service Abstandshalter

15.02.2010

Publikation: Quartiers-Impulse: Neue Wege zur Verbesserung der lokalen Standortbedingungen
Stadtteilbezogene Ansätze der Wirtschaftsförderung sind zu einem wichtigen Bestandteil einer modernen Stadtentwicklungspolitik geworden und gewinnen auch in den verschiedenen Förderprogrammen der EU, des Bundes und der Länder weiter an Bedeutung. Die Frage ob und wie es gelingen kann, in städtischen Fördergebieten mit begrenztem Mitteleinsatz die Eigeninitiative der lokalen Akteure [wie Gewerbetreibende, Immobilieneigentümer und Anwohner] zu mobilisieren und die Standortbedingungen lokaler Unternehmen zu verbessern, hat das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung [BBSR] im Projekt "Quartiers-Impulse - Neue Wege zur Stärkung der lokalen Wirtschaft" am Beispiel ausgewählter Modellvorhaben untersucht. Die Ergebnisse dieses Projekts sind in die aktuelle Online-Publikation des BBSR „Quartiers-Impulse: Neue Wege zur Verbesserung der lokalen Standortbedingungen“ eingeflossen. Weitere Informationen sowie einen Link zum Download der Online-Publikation finden Sie hier.

Neue Projektdatenbank mit Beispiel aus dem Förderprogramm „Entwicklungs- und Sanierungsmaßnahmen“
In den vergangenen Jahrzehnten wurde in nahezu allen Städten in Deutschland langwierige und umfangreiche Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen durchgeführt. Kurzdarstellungen ausgewählter guter Beispielprojekte wurden jetzt in einer Datenbank online gestellt. Im Mittelpunkt der Darstellung steht die jeweilige städtebauliche Gesamtmaßnahme, wobei besonders innovative oder beispielhafte Einzelprojekte innerhalb dieser Maßnahmen kurz aufgeführt werden. Die Dokumentation umfasst allgemeine Informationen zu Bundesland, Gemeinde, Dauer der Maßnahme und Maßnahmentyp, an die sich eine knappe Projektbeschreibung anschließt. Außerdem werden Informationen zur Finanzierung, der Umsetzung der Maßnahme, ihren Besonderheiten, aus ihnen resultierende Lernerfahrungen sowie eine Einschätzung der aktuellen Situation gegeben, die teilweise Langzeitwirkungen der Maßnahme einbezieht. Zur weiteren Vertiefung sind Kontaktdaten, Hinweise zu weiteren Informationen und zum Stand der Maßnahme angegeben. Die neue Datenbank mit ersten Beispielen finden Sie hier.

Projekt der Woche: Bürgerwettbewerb „Straat van 1000 Culturen“
Der Stadtteil Bijlmermeer ist eine Großwohnsiedlung am Rande von Amsterdam mit den typischen Problemen solcher Siedlungen: Ein Großteil der Bewohner weist einen Migrationshintergrund auf, die Arbeitslosenquote ist überdurchschnittlich hoch und die Einkommen sind niedrig. Zudem weist die Versorgungsinfrastruktur im Stadtteil erhebliche Mängel auf, insbesondere im sozialen und kulturellen Bereich. Mit dem Bürgerwettbewerb „Straat van 1000 Culturen“, bei dem junge Unternehmer und Künstler aus dem Stadtteil ihre Ideen und Pläne einreichen konnten, ist es gelungen, große Teile der Bewohner Bijlmermeers anzusprechen und neue soziale und kulturelle Angebote zu schaffen, die sich positiv auf die Attraktivität des Stadtteils als Wohn- und Geschäftsstandort ausgewirkt haben. Eine ausführliche Beschreibung des Projekts finden Sie hier.

Strategisches Investitionsmanagement: Langfristig erfolgreich trotz knapper Kassen
Immer mehr Kommunen befinden sich in der Haushaltssicherung oder haben nur einen Nothaushalt, so dass die finanziellen Ressourcen für die notwendigen Investitionen sehr begrenzt sind und vielfach Maßnahmen nicht sofort durchgeführt werden können. Die Folge ist ein zum Teil erheblicher Investitionsrückstau. Unterlassene Investitionen können sich negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung, die Sicherheit der Bevölkerung, den Schutz der Umwelt und anderes mehr auswirken. Aufgrund der häufig langfristigen Auswirkungen von Investitionsentscheidungen müssen Prioritäten gesetzt und die jeweiligen Investitionen strategisch aufeinander abgestimmt werden. Den Rahmen dafür kann ein strategisches Investitionsmanagement bilden, welches den Lebenszyklusansatz, kostenminimierende Unterhaltungsstrategien, Modernisierungsstrategien sowie Ansätze für eine flexiblere Nutzung zu einem wirksamen Instrumentarium vereint. Wie solche Konzepte aussehen können und wie sie funktionieren, ist Thema des DIfU-Seminars „Strategisches Investitionsmanagement: Langfristig erfolgreich trotz knapper Kassen“. Das Programm sowie weiterführende Informationen haben wir hier für Sie zum Download bereitgestellt.