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16.06.2014

Stadtumbau Krefeld: 21 neue Blumentürme für die Krefelder City
Seit Kurzem verschönern 21 prächtig blühende Türme mit Hängegeranien in Pink und Rot die Krefelder Innenstadt. Sie sind ein Projekt der im Dezember 2012 gegründeten Immobilien- und Standortgemeinschaft [ISG] "Lebendige Innenstadt Krefeld" und wurden erstmals im vergangenen Jahr aufgestellt. Damals haben einige wenige ISG-Mitglieder die Türme finanziert, in diesem Jahr konnten viele Mitstreiter gefunden werden. Das Besondere: Die Blumen werden mit einem Spezialwagen gegossen, der aus dem niederländischen Beekbergen nach Krefeld kommt: "Flower and Shower" heißt das Konzept – der Anbieter stellt die Blumenkübel auf und kümmert sich ganzjährig um die Pflege. Ausführlichere Informationen zu dieser neuen deutsch-niederländischen Kooperation finden hier.

Stadtumbau Duisburg: Die Zeit der Hochhäuser scheint vorbei

Für das Hochhausquartier in Homberg-Hochheide wurde im Sommer vergangenen Jahres nach Absprache mit dem NRW-Städtebauministerium und der Bezirksregierung Düsseldorf ein so genanntes Integriertes Handlungskonzept durch die Stadt Duisburg erarbeitet. Damit will die Stadt Zugang zu Fördermitteln erhalten. Ziel des Konzeptes ist es, leer stehende und am Markt nicht mehr nachhaltig erfolgreich platzierbare Hochhäuser abzureißen. Im Fokus stehen dabei die sechs Hochhäuser mit je 20 Geschossen, die in den frühen 1970er Jahren erbaut wurden. Mittlerweile stehen zwei der "Weißen Riesen" komplett leer, zwischen den Jahren 2000 und 2011 ist dort jeder vierte Bewohner weggezogen. Die Umsetzung des Integrierten Handlungskonzeptes soll nun dafür sorgen, dass das Wohnumfeld aufgewertet, neue Freiflächen mit hoher Aufenthaltsqualität geschaffen und die Ladenstadt sowie Teile der Moerser Straße wiederbelebt werden. Letztlich wird eine umfassende Imageverbesserung des Stadtteils angestrebt, denn längst ist Hochheide im Umfeld der Weißen Riesen keine gute Adresse mehr. Zur Vorbereitung der förmlichen Festlegung und der Umsetzung der Maßnahmen beginnen in diesem Monat nun die vorbereitenden Untersuchungen. Mehr Informationen zu diesen Planungen in Duisburg finden Sie hier.

Stadterneuerung NRW: Antrittsbesuch von Bundesbauministerin Hendricks
Bundesbauministerin Barbara Hendricks hat bei ihrem Antrittsbesuch in Nordrhein-Westfalen in der vergangenen Woche gemeinsam mit NRW-Bauminister Michael Groschek innovative Projekte der Stadterneuerung und des Wohnungsbaus in Opladen, Duisburg und Oberhausen besucht. Die Städtebauförderprogramme des Bundes werden in diesem Jahr mit 700 Millionen Euro deutlich steigen. Ministerin Hendricks wies im Rahmen ihres Besuches darauf hin, dass die Städtebauförderung als Förderinstrument auch nachhaltigen volkswirtschaftlichen Erfolg auslöst: „Die Städtebauförderung setzt erhebliche konjunkturelle Impulse: Jeder Euro Städtebaufördermittel stößt Investitionen von rund sieben Euro aus öffentlicher und privater Hand an – das ergibt für 2014 rund 10 Milliarden Euro Bauinvestitionen“, sagte die Ministerin. Der Anteil von NRW an den 700 Millionen Euro Städtebauförderung 2014 liegt insgesamt bei rund 122,7 Millionen Euro. NRW-Bauminister Michel Groschek zeigte der Bundesbauministerin Projekte, bei denen die Förderung des Bundes in NRW sehr erfolgreich eingesetzt wird. „Unsere Städte und Gemeinden stehen durch demographischen Wandel, durch Zuwanderung und durch die Veränderung von Lebensentwürfen vor gewaltigen Herausforderungen“, sagte Groschek. „Mit der Städtebauförderung des Bundes und der Wohnungsbauförderung des Landes werten wir benachteiligte Stadtquartiere auf, schaffen lebenswerte Wohnquartiere und fördern das soziale Miteinander. Die Menschen sollen sich in ihrer Heimat vor der Haustür zu Hause fühlen können.“ Mehr Information zu diesem Besuch aus Berlin und den besuchten Projekten finden Sie hier.

Ausstellung: weniger ist mehr_Qualität ohne Wachstum
Diese Ausstellung des Netzwerk Innenstadt NRW ist im Kontext der fünften Tagung Innenstadt im April 2014 in Emsdetten entstanden. In Anlehnung an die dort diskutierten Themen geben die Beispiele der Ausstellung die Bandbreite der in diesem Kontext relevanten Themen wieder. Sie reichen von Projekten zur Stärkung lokaler Infrastruktur über Brachflächenentwicklung bis hin zu kreativen und innovativen Ansätzen zur Bürgerbeteiligung. Allen 11 Projekten ist gemein, dass sie die Innenstadtentwicklung nachhaltig und positiv prägen wollen. Anhand der zum Teil schon realisierten und geplanten Projekte geben die Mitgliedsstädte des Netzwerk Innenstadt NRW im Rahmen dieser Ausstellung Antworten auf Fragen zur Zukunft urbaner Räume in einer sich wandelnden Gesellschaft. Dabei soll die Ausstellung mit den gezeigten Beispielen aus den Mitgliedskommunen motivieren, eigene Ideen zu entwickeln und innovative Projekte umzusetzen. Nun geht diese Ausstellung auf Wanderschaft: Vom 23. Juni bis zum 11. Juli 2014 wird sie in Rheine [Rathaus, Klosterstraße 14] zu sehen sein. Kommunen, die Interesse daran haben, diese Wanderausstellung selbst zu zeigen, können sich an das Netzwerk Innenstadt NRW [info@innnstadt-nrw.de] wenden.

Städtebauförderung: Planungen für „Tag der Städtebauförderung“ angelaufen
Die Bürgerbeteiligung in der Städtebauförderung und Stadtentwicklung soll ab Mai 2015 mit einem jährlich bundesweit stattfindenden "Tag der Städtebauförderung" gestärkt werden. Das gemeinsam von Bund, Ländern, kommunalen Spitzenverbänden und weiteren Partnern getragene Projekt soll die Bürgerbeteiligung in Städtebauförderung und Stadtentwicklung stärken und Projekten in kleineren Gemeinden, Mittel- und Großstädten ein Forum bieten. Der "Tag der Städtebauförderung" ist ab 2015 als jährlich wiederkehrende bundesweite Veranstaltung in möglichst vielen Städten und Gemeinden geplant. Die Planungen für einen solchen "Tag der Städtebauförderung" haben jetzt begonnen. Im Mittelpunkt stehen Beteiligungsveranstaltungen sowie Informationen zu Aufgaben, Umsetzung und Ergebnissen der Städtebauförderung. Mithilfe dieser Veranstaltung wollen die Verantwortlichen die Erfolge der Städtebauförderung anhand konkreter Projekte erfahrbar machen, diese einer breiteren Öffentlichkeit näher bringen und zur Mitwirkung an Prozessen der Stadtentwicklung anregen. Ausführlichere Informationen zu diesem neuen „Tag der Städtebauförderung“, der am 9. Mai 2015 erstmals stattfinden soll, finden Sie hier.

Veröffentlichung: 10 Jahre Stadtumbau West – Programmprofil und Praxis
Das Bund-Länder-Programm Stadtumbau West feiert 2014 sein zehnjähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass ist nun eine Broschüre erschienen, die in einer Chronik die Meilensteine des Programms beschreibt. Das Programmprofil wird anhand von zehn Merkmalen herausgearbeitet und durch kommunale Praxisdarstellungen ergänzt. Schließlich bilanzieren in einem Interview drei langjährig engagierte Stadtumbauexperten die zurückliegende Programmpraxis und formulieren aktuelle Herausforderungen. Die Publikation steht ab sofort als Download bereit und kann als gedruckte Fassung bei der Bundestransferstelle Stadtumbau West bestellt werden. Den entsprechenden Link zur Bestellung oder zum Download dieser Veröffentlichung haben wir hier für Sie eingerichtet.

Veranstaltung: Zwischennutzungen als Impulsgeber für Stadtentwicklung und Wirtschaft
Leer stehende Gebäude und Läden, Brachflächen, Baulücken und Rückbauflächen des Geschosswohnungsbaus kennzeichnen die Siedlungsstruktur sowohl in sich wandelnden Gemengelagen prosperierender Städte und Gemeinden als auch unter den Bedingungen strukturell geringer Flächen- und Immobiliennachfrage. Als eine Auswirkung wirtschaftlichen Strukturwandels, von Downgrading-Prozessen in Stadtquartieren und demographischen Veränderungen stellen Leerstände und Brachflächen Städte und Gemeinden vor neue planerische Herausforderungen. Zugleich bergen vakante Räumen und Flächen aber auch Potenziale, die von Interessen- und Nachfragergruppen – auch in Form von zunächst nur temporären Nutzungen – entwickelt werden können, bevor sich dauerhafte bauliche Folgenutzungen etablieren. Die in vielen Städten praktizierten Zwischennutzungen setzen Impulse für Stadtentwicklung und wirtschaftliche Aktivitäten. Im Rahmen dieses DIFU-Seminars, das am 18. und 19. September 2014 in Bremen stattfindet, sollen bestehende Erfahrungen mit Zwischennutzungen im Hinblick auf ihre Wirkungen im Stadtraum und als Chance für [kreative] Unternehmen erörtert werden. Dabei werden organisatorische, rechtliche und auch finanzielle Rahmenbedingungen thematisiert. Das Programm zu dieser Veranstaltung, ebenso wie verschiedene organisatorische Hinweise und Informationen, finden Sie hier.