News Service Abstandshalter

16.07.2012

Weitere aktualisierte Beschreibungen nordrhein-westfälischer Stadtumbauprojekte online
In dieser Woche setzen wir unsere Reihe aktualisierter Projektbeschreibungen aus dem nordrhein-westfälischen Stadtumbau fort. In der heutigen Ausgabe des NewsService stellen wir Ihnen die aktualisierte Beschreibung des nach wie vor ausgesprochen erfolgreichen und vorbildhaften Stadtumbauprojektes in Hamm und das Projekt des Stadtumbaus in der Bielefelder Sennestadt, das unter dem interessanten Motto „Reichow für das 21. Jahrhundert“ steht, vor.

Initiative gegen innerstädtische Leerstände in Werdohl gestartet
Agieren statt reagieren: Nach diesem Motto hat der Arbeitskreis zur Bekämpfung von Leerstand in Werdohl, bestehend aus City- und Stadtumbaumanagement, der Stadt Werdohl und der Marketinggesellschaft, nun erste Maßnahmen initiiert. Zu Beginn der Sommerferien wurden Erfassungsbögen an Eigentümer verteilt, um zunächst einen detaillierten Überblick und Fakten zu den bestehenden Leerständen zu erhalten. Zudem steht der Arbeitskreis Eigentümern beratend zur Seite und die positive Resonanz zeigt, dass dieser kooperative Ansatz angenommen wird. Im Herbst ist nun ein erstes Treffen betroffener Hauseigentümer geplant und auch über die Einrichtung einer Vermietungsbörse im Internet wird nachgedacht. Dabei ist es laut Stefan Groß von der Stadt Werdohl allerdings wichtig, keine Vermietung um jeden Preis zu erzwingen, wie z.B. an Spielhallenbetreiber, um „Trading-Down“-Effekte zu verhindern. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Stadtumbau Gelsenkirchen: Abschluss der Vortragsreihe zur Modernisierungsberatung in der City
In den kommenden Wochen setzt die Modernisierungsberatung Gelsenkirchen-City zum Schlussspurt an: Die beiden Vorträgen „Wärmedämmung von Altbauten – ein Gewinn für Vermieter und Mieter“ am 19. Juli sowie „Dach-, Hof- und Fassadenbegrünung – Grüne Oasen in der Stadt“ am 2. August schließen die Vortragsreihe in der „bluebox“ zur Bestandsmodernisierung ab. Gleichzeitig wird damit die Endphase der kostenlosen Modernisierungsberatung in der Gelsenkirchener City eingeleitet. Insgesamt wurden bereits jetzt über 150 Immobilien intensiv betreut und eine Erfolgsquote von 40% zeigt deutlich das Interesse und den Bedarf an Beratungsleistungen und Modernisierungsmaßnahmen im City-Bereich. Weitere Informationen zu den beiden Veranstaltungen finden Sie hier.

Stadtumbau Herdecke: Die Händler in der City setzen nun erste Maßnahmen des kooperativ erarbeiteten Konzeptes zur Standortentwicklung um
Das von der Innovationsagentur Stadtumbau NRW gemeinsam mit einer Vielzahl lokaler Akteure erarbeitete Gutachten zur Standortentwicklung Herdecke-Innenstadt zeigt nun konkrete und praktische Folgen: Die Händler am Standort bündeln nun ihre Kräfte und setzen erste Empfehlungen des Standortgutachtens um. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Stadtumbau Hattingen: Die erhoffte Belebung nach der Neugestaltung der Fußgängerzone blieb aus
Gut ein Dreivierteljahr ist es her, dass die obere Heggerstraße in Hattingen saniert wurde. Endlich, atmeten die Geschäftsinhaber auf, die viele Jahre um eine Aufwertung des Fußgänger-Areals zwischen Augusta- und Welperstraße gekämpft hatten. Rund 5.700 Quadratmeter neue Pflastersteine wurden verlegt, die Stadt nutzte etwa eine Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II, um die Arbeiten durchzuführen. Eine Befragung der Hattinger Zeitung bei den Gewerbetreibenden an diesem aufgewerteten Standort ergab nun allerdings keine ausgesprochen positive Bilanz: Auch wenn Einigkeit darüber besteht, dass diese Aufwertung wichtig war und deutlich zu einer Steigerung der Attraktivität dieses Standortes beigetragen hat, sehen die befragten Unternehmer in der Folge allerdings bislang keinerlei Belegung des Standortes oder ihre eigenen Geschäfte und Umsätze. Weitere Details zu den Ergebnissen dieser Befragung finden Sie hier.

Runder Tisch in Oberhausen diskutiert Perspektiven der Innenstadtentwicklung
Wie sehen die zukünftigen Perspektiven für die Innenstadt Oberhausens aus? Diese Frage diskutierten in der vergangenen Woche Vertreter aus Politik, Handel, Kultur sowie der Kirche, der Polizei und auch aus dem Sozialbereich im Rahmen eines Rundes Tisches. Laut City-Manager Franz Muckel ist für eine nachhaltige Entwicklung des Innenstadtbereichs auch mehr Eigenerantwortung von Eigentümern und Bürgern erforderlich, um gemeinsam eine qualitätvolle Aufwertung des City-Bereichs realisieren zu können und Leerstände zu verringern. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

NRW-Bauminister Groschek will verstärkt auf Abriss setzen
Mit großer Spannung waren die ersten Aussagen des neuen NRW-Bauministers Michael Groschek zur inhaltlichen und strategischen Ausrichtung der zukünftigen Stadterneuerungspolitik in Nordrhein-Westfalen erwartet worden. In einem Interview mit der WAZ machte Minister Groschek nun deutlich, dass er zukünftg in Regionen mit viel Leerstand und Schrottimmobilien öfter die Abrissbirne einsetzen wolle. Als erfolgreiches Beispiel für einen solchen Ansatz gilt Kamp-Lintfort, wo kürzlich das neue Einkaufszentrum „EK3“ auf dem Areal eröffnet wurde, wo jahrelang die drei „Weißen Riesen“ leer gestanden hatten. Es gibt aber auch zahlreiche weitere Schrottimmobilien in den Städten und Gemeinden des Landes, die belegen, dass diese Lösung nicht immer einfach ist – und sicherlich angesichts knapper öffentlicher Haushalte und Fördermittel auch nur sehr begrenzt anwendbar. Weitere Informationen zu den Plänen des neuen Ministers und zu Erfahrungen mit Schrottimmobilien in NRW finden Sie hier.

Agenda für kinderfreundliche Quartiersplanung“ des europäischen Netzwerks „Cities for Children“ veröffentlicht
Das von der Robert-Bosch-Stiftung unterstützte Netzwerk „Cities for Children“ hat mit der „Agenda für kinderfreundliche Quartiersplanung“ politische Handlungsempfehlungen für kinderfreundliche Städteplanung in europäischen Großstädten erarbeitet. Ziel der Agenda ist es, ein verstärktes politisches Bewusstsein für die Bedeutung von kinder- und familienfreundlichen Wohnquartieren für eine nachhaltige Stadtentwicklung zu schaffen. Die Agenda wurde im Rahmen des europäischen Jahreskongresses „Cities for Children“ in Stuttgart auch Vertretern der EU-Kommission überreicht. Die Veröffentlichung ist hier für Sie zum Download bereit gestellt.